Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://www.queer.de/detail.php?article_id=1768
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Barebacker raus aus den Internetportalen?


#111 Adrian AhlhausAnonym
  • 30.10.2005, 12:36h
  • Das Barebacking eines erwachsenen HIVpositiven ist eine strafbare Handlung, die in mit Gefängnis bis zu 10 Jahre bestraft werden kann. Internetportale und damit die verantwortlichen Redakteure und die Betreiber setzen sich einer möglichen, kritischeren Überprüfung ihrer Rolle durch die Strafverfolgungs-Behörden und Gerichte aus - Dies vorweg. (“Nr. XX“ bezieht für die Beiträge dieser Seite)

    Die strafbaren Folgen von Barebacking wurden in einem Kommentar schon kurz angesprochen (Nr.102, "tbk")
    in Nr. 109 habe ich selbst ganz allgemein auf die Strafbarkeit hingewiesen. Doch der unmittelbar darauf folgende Kommentar (Nr. 110, "poppersboy") setzt mich nun in die Not, die berechtigte Frage von "und jetzt?" (Nr. 83), deutlicher und ernsthafter als in meinen anderen Kommentaren - auch in anderen Threads – zu beantworten. (Kann mich wegen des Beitrags von "poppersboy" nicht mehr an einem Sandsack abreagieren, weil ich die Boxhandschuhe an den Nagel gehängt habe.)
    Das alles ist leider gar nicht mehr lustig, denn mit der jetzigen Gesetzeslage werden jedem HIVpositiven Barebacker bis zu 10 Jahre Gefängnis angedroht.
    Lasst es mich bitte ausführen und habt Geduld, denn so einfach ist das nicht darzustellen, wenn's denn verstanden sein soll. Und darum geht es doch wohl allen? Obwohl, so mancher Jurist versteht vom realen Leben offensichtlich gar nix. Daher wohl die vielen Gesetze, in denen das Leben in ganz, ganz kleine Raster zerteilt wird (Billige Polemik, ich weiß, doch das musste jetzt sein). Die Gesetzesdecke, die ich hier anspreche, ist sehr, sehr fein gewebt und lässt kaum einen Spielraum für Interpretationen.

    Abgesehen von Kommentar Nr. 27, "Fickmatraze" der sich mit seinem Beitrag selbst anzeigt (StGB §§ 223ff, sehr selbst), haben alle anderen bekennenden Barbacker, auch der von oben, von "poppersboy", noch "die Kurve" gekriegt, zumindest in einer Grauzone der Selbstangaben, dem Thema sich genähert.
    Mein Beitrag hier hat nun gar nichts mit dem "Ruf nach dem Staat" zu tun (Nr. 10, Jörg Fischer, daselbst drastischer in Nr. 32), wie in einigen anderen Beiträgen ebenso gemutmaßt wird, wenn von irgend jemand neue oder mehr Verbote gefordert werde - was ich nicht verlange und für unsinnig halte.
    Im Beitrag Nr. 25 von „Thommen“, wie auch andere, aber leider nicht so schön zu zitieren, steht die entscheidende Frage: "Es ist jedem seine eigene Entscheidung, ob er mit 200 kmh durch ein Dorf rast?" - Nein, selbstredend nicht. Die Eigengefährdung und die Gefährdung anderer stehen einem jeden sofort vor Augen. Um das Problematik zu erahnen, braucht es ersteinmal keine Gesetze. Das verbildlicht der Menschenverstand. - So simpel, wie es in einigen Kommentaren schon mal anklingt, ist das mit dem Recht auf Selbstbestimmung eben nicht gemeint, wie das Beispiel mit dem Dorf zeigt. Und es ist auch keine Frage von Einschränkung einer Meinungsfreiheit, wenn jemand sich zu Barebacking bekennt und dafür Straffreiheit fordert, oder etwas anderes in diesem Zusammenhang. Dieses Recht bleibt unberührt. Es ist die Frage, wie und ob man einfach das tun darf, was man sich wünscht oder fordert.
    Um unser Beispiel des Dorfes noch einmal zu bemühen: Wie steht es mit jenen anderen Menschen, die nichts ahnend im Dorf herumlaufen? Ach ja, schallt es mir jetzt und bestimmt aus einigen Kommentaren entgegen, dahin geht die "Reise"; wegen der Allgemeinheit dürfen wir in unserem selbstgeschaffenen Freiraum, uns nicht ausleben, und, so wird dann nachgesetzt: Wir sind selbstbestimmte Menschen, die auch noch erwachsen sind... Eine solch "hedonistische" Art von Freiheit fordernd (in Nr. 95, "dantonffm", leihe mir hier das passende Wort) bringen es jene auf den Punkt, die lapidar erklären, dass es sich um eine Vereinbarungen zwischen zwei Menschen handelt ("Es gehören immer zwei dazu" in Nr. 27, „Fickmatraze“).
    Denken wir es streng formal und logisch, dann kann man nur feststellen: Bravo. In unserem Beispiel sind die Dorfbewohner also "freiwillig" beteiligt, weil sie eine Straße durch die Siedlung führten. - Den Beitrag Nr. 14 von "Mitschnacker" mit seinem Hinweis auf die "Gucciblüschen" übersehe ich nicht. Allerdings, wie es zur Zeit so schön heißt, ist Nr. 14 in unserem Zusammenhang "irrelevant". - Doch weiter: Die von solch einer Freiheit betroffenen Dorfbewohner sind in Nr. 30 von "Gerd" beschrieben; die jungen Schwulen, die "jüngeren, unerfahrenen ... zu unsicheren ... wenn ein älterer, aktiver..." (Wenn ihr die Stelle nachlest werdet ihr feststellen, das hier nicht aus dem Zusammenhang gerissen wurde.) Soweit das Bild vom Dorf, wie es die Darstellung der Diskssion illustriert.
    Es treibt mich nicht Selbstgefälligkeit zu diesem Text, wie dieser berechtigte Fingerzeig in Nr 59 von "matthias" als Motiv für so manchen Kommentar begriffen wird. Hier geht es mir um die Notwendigkeit, konsequent nach den Inhalten von Pro & Kontra suchend eine belastbare Einschätzung der Situation zu finden.

    Was gibt die Gesetzeslage für unsere Diskussion her, die, wie die Beiträge zeigen, über das Thema hinausgehend zu einem allgemeinen Meinungsaustausch über das Pro und Kontra von Barebacking führte?
    Hier relevant ist das Strafgesetzbuch (StGB), darin die Paragraphen §§ 223 folgende, zum Tatbestand "Körperverletzung".

    Die „Vorsätzliche Körperverletzung“ (§ 223) bedeutet:
    (1) Wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Der Versuch ist strafbar.
    - Die Auslegung von "misshandelt" geht sehr, sehr weit. 223 ist ein Antragsdelikt, das heißt, ein Strafantrag muss gestellt werden und es wird eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahren angedroht. Da bleibt viel Spielraum für die Richter, um nachsichtig zu sein.

    Richtig böse wird es, wenn § 224 zur Anwendung kommt, "Gefährliche Körperverletzung". Hier wird die Staatsanwaltschaft von selbst tätig.
    (1) Wer die Körperverletzung
    1. durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen,
    2. mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs,
    3. mittels eines hinterlistigen Überfalls,
    4. mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
    5. mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung
    begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
    (2) Der Versuch ist strafbar.
    - Oops-, denn (1) meint auch Bakterien und Viren. Drei Monate bis 10 Jahre Gefängnis sind hier das Strafmaß, was in der Praxis wohl bedeutet, das man mit einer mehrjährigen Bewährungsstrafe aus dem Verfahren gehen kann. Dieser Paragraph 224 regelt die Art und Weise, wie eine Tat begangen wird. Und bei 224 man ganz schnell Mittäter (1.4). Auf die Abstufung zu einem minderschweren Fall sollte man sich nicht verlassen.

    § 226 „Schwere Körperverletzung“ kann bei Barebacking eines HIVpositiven zusammen mit dem angewendet § 224 angewendet werden. Seht selbst:
    (1)Hat die Körperverletzung zur Folge, dass die verletzte Person
    1. das Sehvermögen auf einem Auge oder beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verliert,
    2. ein wichtiges Glied des Körpers verliert oder dauernd nicht mehr gebrauchen kann oder
    3. in erheblicher Weise dauernd entstellt wird oder in Siechtum, Lähmung oder geistige Krankheit oder Behinderung verfällt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.
    (2) Verursacht der Täter eine der in Absatz 1 bezeichneten Folgen absichtlich oder wissentlich, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.
    (3) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 2 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.
    Das, wie bei Abs.(1), Punkt 1 jemand die Fortpflanzungsfähigkeit verliert, muss kein dauerhaftes, lebenslang bestehes Ereignis sein. Aber unbestritten kann ein HIVinfizierter Mensch nicht mehr auf natürlichem Wege Zeugungsfähig sein, ohne dazu einen erheblichen medizinischen Aufwand zu betreiben, der immer zu seinen Lasten geht. Auch kann das Zeugen eines Kindes bereits selbst eine strafbare Handlung sein. Und, wie alle gelesen haben, kann auch Absatz (2) zur Anklage kommen und das bedeutet mindestens 3 Jahre Freiheitsentzug. Solch ein Strafmaß kann nicht zur Bewährung ausgesetzt werden.
    Beim Tatbestand geht es hier um „Ausmaß und Erfolg“ einer Handlung. Bei der Aufklärung hilft die medizinische Diagnostik mit immer genaueren Verfahren.

    In Bericht Nr. 102 von „tbk“ wurde mit § 225 schon darauf hingewiesen, das die Einwilligung des Nichtinfizierten nicht gültig ist.

    Jeder HIVpositive Mensche ist nach der Gesetzeslage nun ganz allein für alle Folgen seiner sexuellen Handlungen verantwortlich. Ihm oder ihr obliegt die alleinige Last mit der eigenen Infektion so umzugehen, dass gegebenenfalls eine Verantwortung für alle anderen wahrgenommen werden kann. Mit der neueren medizinischen Diagnostik, wird die Bestimmung des Infektionszeitpunktes sicherer. Allein die Beteiligung an Gangbang von Barebackern wird so schnell zur Mittäterschaft.

    Die Betreiber von Internetportalen und deren verantwortliche Redaktionen werden sich schon bald gefallen lassen müssen, mit in die Verantwortung genommen zu werden. Dies ist nur eine Frage der öffentlichen Diskussion und einer sich verändernden Rechtsprechung, die Infektionen und Infektionswege zunehmend kritischer sieht, siehe Schweiz, Österreich und Schweden.

    Und wie ist das mit der Argumentation von „poppersboy“ im Beitrag Nr. 110? So sicher die Aufklärung über den eigenen HIV-Status ist und dies mitgeteilt wird, es nutzt nichts, um aus der Verantwortung entlassen zu sein.
    Das nicht neben jedem Bett ein Polizist mit 'ner Taschenlampe aufpasst (Beitrag Nr. 27, „Fickmatraze“), ist wohl schon bald die einzige „Freiheit“ von HIVpositiven Barbackern.

    Ich selbst hatte bis zu dieser Arbeit hin tendiert zu der Meinung, „es gehören zwei dazu“. Doch das zählt nun eindeutig nicht als juristisches Argument. Als moralische Position mag ich diesen Gedanken noch nicht ablegen, wenn ich auch den Einzelfall sehen möchte, wie bei Nr. 37, „Mike“, und daraus bedingt mich nicht aufgerufen fühle irgendeine Schuldfrage zu diskutieren. Das ist glücklicherweise nicht meine Sache.

    Es obliegt nun den Multiplikatoren/innen die Wirklichkeit in die Köpfe der Menschen zu bringen.
    Gleichwohl, die 110 Beiträge sind ein lesenswerter Querschnitt durch eine riesige Anzahl sehr guter Argumente und Ansichten zum Pro und Kontra, weit über den juristischen Aspekt hinaus.
    Und damit beantwortet sich hoffentlich auch die letzte, kritische und ablehnende Frage von „Hugo“ in Beitrag Nr. 85, was „queer.de“ damit anrichtet, mit diesem Pro & Kontra. - Nach der Sichtung aller Beiträge widerspreche ich ihm nun. Ich bin überzeugt, dass dies hier kein „Strohfeuer“ ist. Hier werden Spuren und Eindrücke hinterlassen.
    Barebacking kann keine öffentliche Plattform haben. Das ist ein entscheidendes Signal in die Szene hin. Das heißt nicht, dass alles und jedes sexuelle verhalten kontrolliert werden kann oder auch nur sollte. Selbst im eigene Bett kann man nicht alles tun und lassen, was man will. Dafür sorgt schon der Partner. Der hat auch Rechte.
    Adrian Ahlhaus
  • Antworten » | Direktlink »
#112 Adrian AhlhausAnonym
  • 02.11.2005, 12:00h
  • Nachtrag:
    Im Gespräch mit dem Vorstand einer Aids-Hilfe erfuhr ich, dass auch Rechtsanwälte in der Bewertung einer Strafwürdgikweit von Barebacking zwischen HIVpositiven und HIVnegativen die Auffassung vertreten, es sei eine straffreeie Handlung, wenn von der freiwilligen Einwilligung des HIVnegativen ausgegagen werden muss.
    Dem ist keineswegs so. Der für diese Auffassung herangezogene § 228 des Stragfesetzbuches bezieht sich nur auf das Verhältnis von Arzt und Patient.
    Daher ist in diesem Fall der § 225 anzuwenden, und der erklärt die freiwillige Einwilligung für nicht gültig.
    Folglich bleibt, was ich Beitrag 110 schon ausführte: Der HIVpositve ist allein für die Situation verantwortlich und muss gegebenenfalls auch die Veramtwortung für seine Mitmenschen übernehmen.
    Und noch etwas, was ich im Beitrag nicht ansprach: Es geht bei der freiwilligen Einwilligung auch um die guten Sitten. Eine "gute Sitte" kann es nicht sein und es nicht bedeuten, das jemand einen anderen Menschen bewusst mit einer Krankheut infiziert, die zum vorzeitigen Tode führt.
    Die jetzige Gesetzeslage gilt. Das Barbeacking von einem HIVpositiven mit einem HIVnegativen ist eine strafbare Handlung, für die Gefängnis bis zu 10 Jahren angedroht wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#113 bareloversAnonym
  • 18.11.2005, 11:17h
  • alles quatsch! aids tötet nicht, sondern diese angeblichen "m,edikamente"! ich bin seit 17 jahren positiv, habe nie medikamente genommen und lebe immer noch ohne probleme!

    also sollen diese von pharmakonzernen gesponsorten spinner der "aids-hilfen" mir keinen scheiss erzählen! ich spiele jedenfalls nicht versuchskaninchen für die pharmakonzerne!

    www.das-gibts-doch-nicht.de
  • Antworten » | Direktlink »
#114 earl1964Anonym
  • 05.02.2006, 19:00h
  • ...jeder jeck ist anders...
    Sollten wir als Minderheit... Minderheiten kritisieren oder ausstossen?

    Ich pers. ... ohne Gummi ...läuft gar nicht's... aber jeder jeck ist anders....
    und es gehören immer zwei dazu oder?
  • Antworten » | Direktlink »
#115 german mr. leather 1999Anonym
  • 09.06.2006, 08:43h
  • im vergangenen jahr (2005) gab es in deutschland mindestens 2490 neuinfektionen mit dem hi-virus. dennoch erscheint der begriff „bareback” immer öfter in internetforen oder kontaktanzeigen.
    DIE GEFAHREN VON BAREBACK WERDEN DA NICHT ERWÄHNT!

    in einer spaßgesellschaft und einer subkultur, die sexualität einen extrem hohen stellenwert beimisst, ist die angst vor hiv und aids zurückgegangen.

    die welt scheint genau in dem moment komplett durchgedreht, in dem aids durch medikamente beherrschbar werden könnte.

    tatsächlich trägt der umgang mit virus und krankheit zu beginn des dritten jahrtausends züge von wahnsinn. nur: es ist der ganz normale wahnsinn. nachdem der tod nun wieder anklopft, statt mit der tür ins haus zu fallen, behandeln viele schwule hiv heute so wie viele andere gesundheitsrisiken auch – nachlässig und wenig achtsam.
  • Antworten » | Direktlink »
#116 FlorianAnonym
  • 22.07.2006, 14:21h
  • Ich finde, dass Sex ohne Kondom doch wirklich zu weit geht! Blasen von mir aus, aber ficken? Nein, lieber nicht!
  • Antworten » | Direktlink »
#117 FlorianAnonym
  • 22.07.2006, 14:21h
  • Ich finde, dass Sex ohne Kondom doch wirklich zu weit geht! Blasen von mir aus, aber ficken? Nein, lieber nicht!
  • Antworten » | Direktlink »
#118 EduardAnonym
  • 01.08.2006, 15:33h
  • Ich finde das muß jeder selber wessen was er tun will, ob er ohne oder mit gummi mache will. mann soll keinen was vorschreibe was er zu tun und lasse hat. Dafür leben wir ja in ein Stadt wo jeder seine meinung und sein tun selber zu verantworten hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#119 EduardAnonym
  • 01.08.2006, 15:33h
  • Ich finde das muß jeder selber wessen was er tun will, ob er ohne oder mit gummi mache will. mann soll keinen was vorschreibe was er zu tun und lasse hat. Dafür leben wir ja in ein Stadt wo jeder seine meinung und sein tun selber zu verantworten hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#120 PeterAnonym
  • 01.08.2006, 16:11h
  • Ich bin entsetzt was ich hier lesen muss. Hätten wir all die Jahre der Unterdrückung dem Staat überlassen, was richtig oder falsch ist, dann wären wir heute vielleicht nicht am Leben. Der Staat und seine Gesetze können nicht das Maß der Dinge sein. Wir entwickeln uns wieder zurück!

    Bevor ich all die bösen Barebacker gnadenlos verurteile, sollte man vielleicht folgendes bedenken und fragen, ob man mit absoluter Sicherheit bewiesen hat, daß:

    1.) Barebacker sich nach dem Tod sehnen
    2.) Safer Sex einen 100%igen Schutz bietet
    3.) Safer Sex AIDS ausrotten kann
    4.) und wenn ja, können wir dann wieder auf Gummis verzichten?
    5.) Schwule die Safer Sex praktizieren weniger Kosten für die Gesellschaft bedeuten, oder ob Schwule nicht an sich nur ein Kostenfaktor sind, da sie ja keine Kinder bekommen....(Achtung: Ironie)
    6.) Rauchen Krebs verursacht und daher Raucher mit Barebackern auf eine Stufe zu stellen sind....also z.B. Mörder sind im Sinne des Gesetzes....
    7.) schwuler Sex unnatürlich ist
    8.) HIV tatsächlich AIDS verursacht (bis heute nicht 100%ig bewiesen, sondern nur indirekt nachgewiesen)

    die Liste könnte ich noch beliebig erweitern, aber wichtig ist mir, daß wir eigentlich niemanden verurteilen können, wenn wir doch eigentlich ncihst 100% erklären und beweisen können. Auch wenn die medizinische/wissenschaftliche und somit allgemeine Sichtweise dazu dentiert, den ungeschützten schwulen Sex als bösartig einzustufen, so heißt es aber noch lange nicht, daß wir damit tatsächlich die besseren menschen sind. Werden diese besseren Menschen mit dem Leben belohnt? Und wenn ja, außer einer eventuellen Lebensverlängerung (die nicht garantiert ist, denn das Leben hat viele Todesarten) kommt nichts dabei heraus. Das Leben kennt kein Richtig oder Falsch. Wenn also ein barebacker aus dem angegeigenten Wissen heraus handelt, daß die "HIV erzeugt AIDS"-These nicht stimmt, dann kann er kein Mörder sein. Dabei ist unwichtig, wie ich die Dinge persönlich sehe.
    Und es stimmt mich fast schon wütend, daß plötzlich die Pharmakonzerne verteufelt werden, die mit ihren Medikamenten die AIDS-Angst gemildert haben. Wieso schimpfen plötzlich all die AIDS-Hilfe-Aktivisten auf die Pharmakonzerne, wo es doch gerade diese waren, die Ihnen gesagt hat, daß HIV AIDS erzeugen soll, den 100%igen Beweis aber schuldig bleibt. Es gibt genug Wissenschaftler, die das seit Jahren offen anprangern, aber diese werden einfach verteufelt (weil die Phramakonzerne das ihnen so eingeredet hat), statt offen zu bleiben für alle Ansichten, denn das sind wir der Gesellschaft und uns schuldig (und nicht zu letzt den Schwulen, die wir in Angst und Panik versetzen und die wir nun auch noch verurteilen). Wo bleibt das große Engagement wenn es darum geht, sich von den Pharmakonzerne nicht an der nase herumführen zu lassen.
    Wo nur noch CD4 Werte regieren und eigentlich nichts aussagen, da regiert irgendwann nur noch die nackte Angst ums Überleben....da wird dann gern auch der böse Schwule ausgegrenzt um ja in der Gesellschaft weiterhin eine Daseinsberechtigung zu haben.
    Und eines können wir vielleicht auch mal wieder sehen: Sex mit Kondom ist keine freiwillige Sache, sondern aus der Angst heraus geboren und mit dem mantel der Verantwortung versehen worden. Aber letztlich ist es eine Begrenzung (komm mir nicht zu nahe mit Deinen Säften), die wir vielleicht ins Lustvolle "umprogrammieren" können. Aber der Mensch ist viel zu klug, als das er es nicht durchschaut. Das Kondom soll mich vor dem Tod bewahren, vor der Krankheit....damit wird Sex (im besten Sinne die totale geistige, körperliche und seelische Hingabe) immer mit dem Tod und er Todesangst verbunden bleiben. Egal welche Konsequenzen aus all dem gezogen werden, wir sollten nie vergessen, daß wir Menschen sind, mit Sehnsüchten, Wünschen und einem Geist, der weitaus mehr differenzieren kann, als es je ein Gesetzestext vermag.
    Und wer nun auf die Idee kommt, ich würde Bareback gutheißen, hat nichts von dem begriffen, was ich versuchte zu verdeutlichen. Aber dann kann ich es auch nicht ändern. Dies ist keine Diskussion....nur meine Meinung.
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel