Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?1770

Brüssel Der designierte italienische EU-Innen- und Justizkommissar Rocco Buttiglione wurde am Montagabend vom Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten im Europa-Parlament mit 27 zu 26 Stimmen abgelehnt, wie der Ausschussvorsitzende Jean-Louis Bourlanges mitteilte. Der Justizkommissar hatte vor einer Woche bei einer Anhörung vor dem Innen- und Justizausschusses gesagt, er betrachte Homosexualität als Sünde. Zwar halte er sie nicht für eine Straftat, aber er lehne jegliche "Sonderrechte für Homosexuelle" ab. Außerdem sei er nicht bereit, Homosexuelle als eigene Gruppe anzuerkennen. Die Regierung in Rom zeigt sich gegenüber der Ablehnung ihres bisherigen Europaministers empört. So bezichtigte der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi linke italienische EU-Abgeordnete, Buttiglione wegen seiner persönlichen Ansichten abgelehnt zu haben. Laut Berlusconi habe die Entscheidung des Parlamentes "einen Beigeschmack von Fundamentalismus". Es richte sich gegen "die Gewissensfreiheit eines Politikers katholischen Glaubens". Buttiglione will nach seiner Ablehnung um seinen geplanten Posten kämpfen. "Ich werde jetzt nicht aufgeben", teilte er gegenüber der römischen Zeitung "La Repubblica" mit. Die Abstimmung durch die Parlamentskommission sei Werk der "Anti- Berlusconi-Lobby". Eine derartige Ablehnung ist einmalig in der Geschichte des europäischen Parlamentes. Falls das Ausschussvotum vom gesamten Europa-Parlament bestätigt wird, gerät der designierte Kommissionspräsident José Manuel Barroso in eine schwierige Situation. Zwar haben Abgeordnete nicht die Macht, über einzelne Kommissare zu entscheiden, aber Barroso müsste überlegen, ob er an einem unerwünschten Kommissar festhält oder die italienische Regierung um einen neuen Vorschlag bitten soll. Auch Philipp Braun, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD), ist der Meinung, dass Buttiglione für das Amt des Innen- und Justizkommissars nicht geeignet ist. "Der LSVD fordert den designierten EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso auf, Buttiglione als Kandidaten zurückzuziehen", so Braun. (tr)



Italienischer Ex-Minister: Schwulsein ist "falsch"

Der frühere italienische Europaminister Rocco Buttiglione rüstet wieder verbal gegen Schwule auf.
#1 wolfAnonym
  • 12.10.2004, 15:45h
  • herr buttiglione kann ja sein persönliches katholisches gewissen behalten, aber wenn er sich gleichzeitig zu rechten einzelner bevölkerungsgruppen äussert, ist das nicht mehr persönlich in diesem job !
    herr berlusconi sollte eh seinen mund halten, er setzt ja nur eine italienische tradition fort. welcher präsident nach dem krieg war nicht in kriminelle machenschaften verstrickt ?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Björn BauerAnonym
#3 wolfAnonym
  • 13.10.2004, 08:23h
  • lieber björn, mach dir die mühe und schau mal in www.megraphics.de/archiv/italia/berlusca ,
    da findest du das sündenregister nur von berlusconi.
  • Antworten » | Direktlink »