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Die 1565 gegründete Stadt Cebu ist der Vorreiter in Sachen Homo-Rechte im Land (Bild: Peter Binter/PD)

Premiere auf den Philippinen: Cebu ist die erste Stadt des Landes, die eine Antidiskriminierungs-Richtlinie verabschiedet hat, die auch Schwule und Lesben schützt.

Die Richtlinie besagt, dass niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung, seiner Geschlechtsidentität, seines Alters, seines Gesundheitszustandes, seiner Ethnie, seiner Religion oder wegen einer Behinderung beim Zugang zu Dienstleistungen benachteiligt werden darf. Das berichtet die Nachrichtenagentur PNA. Die knapp eine Million Einwohner zählende Stadt betritt mit dieser Richtlinie Neuland, da es bislang noch kein einziges Gleichbehandlungsgesetz auf den Philippinen gibt.

Wer die Richtlinie verletzt, kann mit einer Geldstrafe von 1.000 Pesos (umgerechnet 19 Euro) oder mit bis zu 30 Tagen Haft bestraft werden. Bei Wiederholungstätern droht eine Geldstrafe von 3.000 bis 5.000 Pesos.

Homo-Aktivisten begrüßten die Initiative: Die Gruppe LGBT Cebu erklärte, dass sexuelle Minderheiten nach Jahren der Diskriminierung endlich eine rechtliche Handhabe erhielten.

Auf den Philippinen ist Homosexualität zwar legal, wird aber tabuisiert. Die großen Parteien diskutieren in dem konservativen Land die Rechte von Schwulen und Lesben praktisch nicht. Anfang des Jahres sorgte aber ein Hassverbrechen für Aufregung, als ein Vater seinen Sohn mit kochendem Wasser überschüttete weil er dessen Homosexualität nicht ertragen konnte (queer.de berichtete). (dk)