Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 26.10.2012           15      Teilen:   |

Box-Star

Wladimir Klitschko findet Homo-Gerüchte lustig

Wladimir Klitschko bezeichnet sein Verhältnis zu Homosexuellen als "absolut neutral" - Quelle: Wiki Commons / Klitschko Management Group / CC-BY-SA-3.0-DE
Wladimir Klitschko bezeichnet sein Verhältnis zu Homosexuellen als "absolut neutral" (Bild: Wiki Commons / Klitschko Management Group / CC-BY-SA-3.0-DE)

Der mehrfache Boxweltmeister Wladimir Klitschko amüsiert sich darüber, dass er im Internet oft für schwul gehalten wird.

Im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" wurde der 36-jährige Ukrainer darauf hingewiesen, dass bei der Google-Suche nach seinem Namen automatisch das Wort "schwul" ergänzt wird. "Das steht da?", fragte er ungläubig und fuhr fort: "Na ja, diese Gerüchte habe ich schon sehr häufig gehört, und ich amüsiere mich darüber". Auf die Frage, ob er Google wegen der falschen Zuordnung verklagen wolle, antwortete der Boxer: "Ich verschwende keine Energie darauf, Dinge zu bekämpfen, die es nicht wert sind. Die Menschen brauchen Gerüchte."

Klitschko beschreibt in dem Interview sein Verhältnis zu Schwulen und Lesben als "absolut neutral. Ich lasse jedem Menschen seine Entscheidung über sein Privatleben und respektiere sie, solange das Private aus der Öffentlichkeit herausgehalten wird".

Fortsetzung nach Anzeige


Bruder Vitali kämpft für Homo-Rechte

In seinem Heimatland Ukraine gilt Wladimir Klitschkos älterer Bruder Vitali inzwischen als Hoffnungsträger für sexuelle Minderheiten: Der 41-Jährige tritt dort am Sonntag bei den Parlamentswahlen für seine neu gegründete Partei "Ukrainische demokratische Allianz für Reformen" an und hat sich als einziger aussichtsreicher Spitzenkandidat gegen das geplante Verbot von "Homo-Propaganda" ausgesprochen. Der Deutschen Presseagentur sagte "Dr. Eisenfaust": "Jeder soll seine Ansichten vertreten können, falls sie nicht den allgemeinen Grundwerten widersprechen. Daher sind wir für Toleranz zum Beispiel gegenüber Homosexuellen" (queer.de berichtete).

Die Ukraine gilt als einer der homofeindlichsten Länder in Europa: Dort wird bereits seit mehreren Monaten über das Verbot von "Homo-Propaganda" nach russischem Vorbild diskutiert. Anfang Oktober hat das ukrainische Parlament, in dem die Klitschko-Partei bislang nicht vertreten ist, erstmals über das Gesetz abgestimmt – 289 Abgeordnete stimmten dafür und niemand dagegen (queer.de berichtete). (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 15 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 56             14     
Service: | pdf | mailen
Tags: wladimir klitschko, ukraine
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Wladimir Klitschko findet Homo-Gerüchte lustig"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
26.10.2012
16:26:16


(+2, 8 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Solange Wladimir sich moderat äußert, auch vor dem Hintergrund, dass sein großer Bruder politisch und wahrscheinlich auch privat hinter ihm steht, bedarf es kein konkretes Outing. Schön wäre es allerdings, wenn der Box-Profi sich ein Beispiel an Orlando Cruz nehmen würde, und öffentlich zu seiner Identität steht, die ja schließlich keine persönliche Entscheidung, sondern seine sexuelle Veranlagung darstellt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
26.10.2012
17:23:45


(0, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wladimir sollte seinen Bruder im Wahlkampf stark unterstützen und ordentlich die Werbetrommel rühren, damit die Partei, für die sein Bruder Vitali kandidiert, möglichst viele Stimmen bekommt und die Gesetze gegen Homopropaganda in der Ukraine auf dem Müllhaufen der Geschichte landen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
26.10.2012
17:51:40


(0, 8 Votes)

Von Butler
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


Sexuelle Veranlagung gibt es doch gar nicht. Sexuelle Orientierung entwickelt sich in einem psychosozialen Raum. Das solltest du wissen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
26.10.2012
21:01:14


(+4, 6 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Zwei bildschöne Kerle, die Klitschkos ! Dass Wladimir der schwule Ruf anhängt, wird ihm eher schmeicheln, weil er dadurch unsere Aufmerksamkeit geniesst. Souveräne Hetero-Männer reagieren ähnlich auf diese Weise und drehen und wenden sich nicht gegen "solche
Verleumdungen". Man sieht klar und deutlich, dass es ihm egal ist, ob jemand homosexuell ist oder nicht und wir sollten uns daran ein Beispiel nehmen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
26.10.2012
21:28:36


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User ererer
Antwort zu Kommentar #4 von gatopardo


Das ist wie eine schwulenfreundliche Antwort auf andere Zwillinge, die noch nicht vor sehr langer Zeit ein anderes osteuropaisches Land regiert hatten (Polen meine ich). Wer konnte das eben von der homophoben Ukraine erwarten? Ist daran die 'Berliner Luft' 'schuld'? Wohl ja. (Ubrigens, attraktiv sind sie fur mich uberhaupt nicht, schon eher bedrohlich,- aber was solls, wir sprechen hier noch uber die Politik. Na ja, fast...)


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
27.10.2012
11:19:51


(+4, 6 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von ererer


Habe fast alle ehemaligen Ostblockländer bereist und mit Schrecken erlebt, wie homophob die Bevölkerung immer noch ist. Lediglich in Warschau und Prag gab es eine beachtliche Szene, im beschaulichen und schönen Vilnius gar keine, wie auch nicht in Riga,Tallin, Bratislava oder Ljubljana. Ja sogar in Metropolen wie Moskau,Sofia, Bukarest oder Budapest muss man sich um Kontaktadressen bemühen, weil öffentliche Gay-Reklame das Missfallen des grössten Teils der Bevölkerung erregt.
Lernprozess: Ich hatte angenommen, dass die strammen Klitschkos als Ebenbilder des hübschen und gutgebauten Adonis jedem Schwulen gefallen müssten ?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
27.10.2012
12:17:57


(0, 6 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #3 von Butler


Stimmt nicht, das ist eine alte Mär


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
27.10.2012
13:25:16


(+4, 6 Votes)

Von Butler
Antwort zu Kommentar #7 von reiserobby


Na gut, und wir sind übers Wasser gegangen und stammen nicht vom Menschenaffen ab.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
27.10.2012
15:22:35


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User ererer
Antwort zu Kommentar #6 von gatopardo


Genau so ist es. Die ephemere Geographie der schwulen Wunsche, Traume, Geluste ist wie eine 'naturliche' Ur-Wirklichkeit, im sicheren Rahmen derer dann auch die 'kulturelle', also rechtliche bzw. gesellschaftspolitische entstehen kann. Alle Versuche, das zu ignorieren, ein liberales Recht vor der unliberalen Wirklichkeit zu stellen, sind im Moment gescheitert (Albanien, Nepal, Paraguay, Kuba; dasselbe, glaube ich, wird auch in Vietnam passieren). Die Versuche der homophoben osteuropaischen Regierungen wiederum, 'nur' die CSD oder die 'Homo-Propaganda' zu verbieten, nicht aber (zumindest noch nicht) die Homosexualitat selbst zu kriminalisieren, stammen wohl aus dem Wunsch, dass das Schwulsein hier ewig nur in einer einzigsten, 'naturlichen' und nicht 'historischen', Zeitform moglich bleibe: nur 'heute' und nie 'morgen', und schon gar nicht in der offiziellen Eheformel 'fur immer, in guten wie in schlechten Zeiten'. Was keine Bestatigung durch Kontinuitat hat, kann nur 'schlecht' sein.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
27.10.2012
16:20:35


(+4, 8 Votes)

Von Pro-Choice
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


Warum sollte man sich nicht fürs Schwulsein entscheiden dürfen?

In einer befreiten Gesellschaft mit emanzipierten, mündigen und gleichen Menschen, die es nicht mehr nötig haben, sich von irgend jemandem beherrschen zu lassen, wäre das eine Selbstverständlichkeit.

Und ja: Ohne dass sich dazu irgend jemand weiterhin eine (klassen-) gesellschaftlich konstruierte Geschlechteinteilung und -ordnung überstülpen lassen oder an dieser festklammern müsste. Es gibt viele Geschlechter!

Unterschiedliche sexuelle Präferenzen von Menschen werden auch ohne diese Herrschaftskonstrukte fortbestehen bzw. überhaupt erst dann in ihrer ganzen Vielfalt ins Bewusstsein kommen und gleichberechtigt gelebt werden können.

Soweit mal (Judith) Butler historisch-materialistisch richtig eingeordnet, statt dümmlich-polemisch mit Schmutz beworfen (siehe unten).


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »


 BOULEVARD - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Malta verbietet Homo-"Heilung" Video: Schwuler Heiratsantrag vor dem Dom Landkreis wehrt sich weiter gegen "Homoheiler"-Verein Russische Abgeordnete: FIFA-Game ist Homo-"Propaganda"
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt