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  • 27. Oktober 2012, Noch kein Kommentar

Stimmgewaltig und seit fast 30 Jahren im Musikgeschäft: Mick Hucknall (Bild: Warner Music)

Er gehört zu den besten britischen Sängern und hat eine Stimme, die das Blut in den Adern warm werden lässt.

Das Warten hat eine Ende: Schon 2007 verkündete der Simply Red-Sänger, dass die Band sich nach der Farewell-Tournee im Jahre 2010 auflösen wird und Hucknall sich dann ganz seiner Solokarriere widmen würde. Es ist genauso gekommen, und mit "American Soul" beginnt Hucknall dieses Unternehmen äußerst vielversprechend. Auf der CD präsentiert der Brite zwölf Soulsongs, denen er mit seiner außergewöhnlichen Stimme neues Leben einhaucht. Darunter befinden sich Klassiker wie "I'd Rather Go Blind" von Etta James, "I Only Have Eyes For You" von den Flamingos, "Tell It Like It Is" von Aaron Neville und "Don't Let Me Be Misunderstood" von Nina Simone. Als erster Vorbote für das gelungene Album ist bereits Otis Reddings "That's How Strong Our Love Is" als Single veröffentlicht worden. Register seines Könnens ziehen kann.

Soul hat auf Mick Hucknall schon immer eine immense Faszination ausgeübt. Nicht umsonst war bereits die erste Simply Red-Single eine fast klassische Soulnummer: "Money's Too Tight (To Mention)" von den Valentine Brothers, das 1984 als Single und 1985 auf dem Simply Red-Debüt "Picture Book" veröffentlicht wurde. Auch der erste große US-No.1-Hit Holding Back The Years (1985) schöpfte untrüglich aus der Emotionalität des Soul und ist längst ein Standard des Genres. Für ihre Version von "If You Don't Know Me By Now", das im Original von Harold Melvin and the Blue Notes (1972) stammt, wurden Simply Red 1990 sogar mit einem Grammy belohnt.

Youtube | "I'd Rather Go Blind" aus dem neuen Album "American Soul"

Zwischen Klassikern und Liebhaberstücken


Bereits 2008 huldigte Hucknall einem seiner Idole: "Tribute to Bobby" widmete sich den Liedern von Bobby Bland (Bild: Warner Music)

Die Entscheidung, mit einem reinem Soul-Album als Solokünstler zu debütieren, fiel jedoch im Jahr 2010 durch die fruchtbare Begegnung mit einigen britischen Urgesteinen des Rhythm & Blues. In diesem Jahr arbeitete Hucknall mit dem Kern der Faces sowie mit Charlie Watts und Bill Wyman zusammen, die ihn zu diesem Schritt inspirierten. Dementsprechend liebevoll ging Hucknall an die Auswahl der Songs heran, im vollen Bewusstsein, dass er sich als Solokünstler mit einer überragenden Karriere als Sänger einer der erfolgreichsten Pop-Bands der Welt im Rücken alle Freiheiten und Liebhabereien erlauben konnte.

Produziert von Andy Wright (Simply Red, Tom Jones, Eurythmics, Sinead O'Connor, Pavarotti u.v.m.) stellte er so für "American Soul" ein Repertoire zusammen, das sowohl große Klassiker des Soul als auch einige Liebhaberstücke präsentiert und zudem auch biographisches Gewicht besitzt; so gehörte Jimmy Reeds "Baby What Do You Want Me To Do" zu den ersten Bluesnummern, mit denen Hucknall als Teenager in näheren Kontakt trat. Weitere starke Songs stammen von Arthur Alexander, Tyrone Davis sowie – große Überraschung – Anthony and the Johnsons ("Hope There's Someone"). (cw/pm)