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Kennt keine schwulen Spieler, gibt ihnen aber Tipps: Lothar Matthäus (Bild: Wiki Commons / Udo Grimberg / CC-BY-SA-3.0-DE)

Wegen homophober Fans rät Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus homosexuellen Profi-Fußballspielern, lieber weiterhin im Schrank zu bleiben. Die "Gehässigkeit der Fans" sei "sehr groß", sagte der 51-Jährige im Gespräch mit dem Radiosender hr1.

Aus diesem Grund halte er ein Coming-out auch für falsch: "Ich glaube, dann sollte man besser mit dem Fußballspielen aufhören", sagte Matthäus in dem Radiointerview. Er selbst wisse es allerdings nicht, ob es im Profi-Fußball überhaupt schwule Spieler gebe. Ihm gegenüber habe sich kein einziger geoutet.

Matthäus nahm während seiner aktiven Karriere an fünf Weltmeisterschaften teil und ist mit 150 Länderspielen deutscher Rekordnationalspieler. Vor elf Jahren begann er seine Karriere als Trainer. Nachdem er im September 2011 nach nur einem Jahr als Trainer der bulgarischen Fußballnationalmannschaft entlassen wurde, ist er derzeit ohne Vertrag.

Auch Borowka, Mazingu-Dinzey und Hitzlsperger gegen Coming-out

Vor Lothar Matthäus hatten bereits wiederholt deutsche Fußball-Größen vor einem Coming-out gewarnt. So empfahlen erst Anfang des Monats die beiden früheren Bundesliga-Spieler Uli Borowka und Michél Mazingu-Dinzey aktiven schwulen Kollegen, ihre sexuelle Orientierung besser zu verheimlichen, weil ihnen Ehrlichkeit das Leben zur Hölle machen würde (queer.de berichtete).

Im September meinte auch Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, dass Offenheit die Karriere eines Fußballprofis wahrscheinlich beenden würde (queer.de berichtete).

Nauer, Hoeneß und die Bundeskanzlerin machen dagegen Mut

Andere Spieler, darunter Nationaltorwart Manuel Neuer, sehen hingegen keine Probleme beim Coming-out eines schwulen Bundesliga-Fußballers (queer.de berichtete).

Über kurz oder lang werde sich der erste Spieler outen, meinte der Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß (queer.de berichtete): "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein schwuler Spieler mit unseren Fans Probleme bekommt. Der FC Bayern ist vorbereitet", sagte Hoeneß bei der Vorstellung der "Geh Deinen Weg"-Kampagne von Fußballliga und Deutschlandstiftung Mitte September. "Die gesamte Gesellschaft ist in diesem Punkt weiter als in den Medien dargestellt."

Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Kampagnen-Präsentation vor etwa sechs Wochen dazu genutzt, um homosexuellen Spielern Mut zuzusprechen: "Ich bin der Meinung, dass jeder, der die Kraft aufbringt und den Mut hat, wissen sollte, dass er in einem Land lebt, wo er sich eigentlich davor nicht fürchten sollte." (cw)



#1 NilsAnonym
  • 28.10.2012, 10:40h
  • Die "Fans" des FCB als Refferenz zu nehmen...naja...guckt man sich echte Fans eines Fußballvereins an und eben nicht die "Event-Besucher" des FCB, dann muß man klar festhalten, dass der Profifußball auf den Rängen bei einer großen Zahl der Vereine (nicht bei allen!) doch sehr problematisch ist. Und da Ausbrüche von Fans ne Menge Geld kosten wird sich kaum ein Profiverein einen offen schwulen Spieler holen. Das würde häufig Geldstrafen und schlechte Presse und damit Minderung des Werbewertes bedeuten. Es geht dem Verein dabei nicht um das Schwulsein sondern um das Finanzielle Risiko. Also bleibt den offen Schwulen nur der Amateursport. Es lebe der Kapitalismus!!!
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#2 dieter eiseleAnonym
  • 28.10.2012, 10:57h
  • Habt ihr sonst nichts zu tun, als dieser Type noch ein Forum zu bieten! Überhaupt, warum lasst ihr diese "experten" einfach schwatzen! Die Fans sind nicht so bescheuert, wie diese Typen gerne glauben machen, Ihr beitet diesen nur Gelegenheit, ihre eigenen Probleme mit Schwulen unter einem "objektiven" Mäntelchen auszubreiten!
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#3 AwarenessAnonym
  • 28.10.2012, 11:08h
  • Na, wenn soviele "Insider" davon abraten, dann sollte man den trauen. Ich rate ja meinem palästinensischen Bekannten ja auch nicht dazu, sich bei seiner Familie unten zu outen, weil ich weiß, dass es Mord und Totschalg durch seine Brüder und Cousins geben würde. O-Ton Er.
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#4 ecimoAnonym
  • 28.10.2012, 11:13h
  • Antwort auf #2 von dieter eisele

  • Nicht alle Fans, aber du kannst die Wirkung nicht unterschätzen. Kaum ein Stadionbesuch in dem nicht das Wort Schwuchtel fällt. Wie eine blökende Herde die alles nachplappert. Wie gesagt, nicht alle aber immer noch zu viele.
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#6 janiAnonym
  • 28.10.2012, 12:03h
  • die einen sollen dicht halten das sie schwul sind und die anderen sollen mit ihren dumpfen, ekligen weibern prahlen dürfen?
    wo ist da die gerechtigkeit?
    ausgerechnet matthäus sollte seine klappe halten, ein schwuler der offen so leben würde wie der wäre schon als halbpädophiler verschrien.
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#7 sanscapote
  • 28.10.2012, 12:15h
  • Voellig uninteressiert, was dieser Ex von sich gibt.

    Es interessiert ihn nicht,
    es geht ihn nichts an
    und er erweist seinen schwulen Fussballkollegen auf dem Spielfeld und den Tribuenen einen Baerendienst.

    Am besten wird der ganze professionelle Fussball abgeschafft, wenn es so schwer ist, dass schwule Spieler ein normales Leben fuehren koennen ohne Angst haben zu muessen.

    Dass sie sich nicht outen hat einzig und allein mit der Angst um die Kohle zu tun und dass weder der DFB noch die Vereine zu den schwulen Spielern halten hat die gleichen Gruende.
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#8 bittewasAnonym
  • 28.10.2012, 12:37h
  • Antwort auf #3 von Awareness
  • "Ich rate ja meinem palästinensischen Bekannten ja auch nicht dazu, sich bei seiner Familie unten zu outen, weil ich weiß, dass es Mord und Totschalg durch seine Brüder und Cousins geben würde. O-Ton Er."

    Wir sind hier aber nicht in Palästina.

    Lothar würde ich nicht ernstnehmen, unabhängig von diesern aktuellen Aussagen. Der Typ ist einfach nur etwas geistig unterpreviligiert, hat dafür aber einen chronischen Drang, sich vor jede Kamera zu stellen und zu allem etwas zu sagen. Ein Wannabe-Alphamännchen halt.

    www.youtube.com/watch?v=y5zDyMljrBM

    Die Fans sind nicht das Problem, die Karriere, die Kohle ist es.
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#9 semantischesAnonym
  • 28.10.2012, 12:49h
  • Antwort auf #8 von bittewas
  • "Die Fans sind nicht das Problem, die Karriere, die Kohle ist es."

    Es ist eine Mischung aus all diesem.
    Solange sich nichts ändert, sind AUCH die Fans die homophob reagieren ( und erst recht die vielen, die ihren homophoben Mit- Fans nichts entgegensetzen) ein Problem!
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#10 bittewasAnonym
  • 28.10.2012, 12:59h
  • Antwort auf #9 von semantisches
  • Man wird nie 50.000 Leute komplett ruhig stellen können, zumal homophobe Beleidigungen aus deren Sicht oft nicht mal unbedingt einen homophoben Hintergrund haben. Viele die "Schwuchtel" o.ä rufen meinen damit nicht mal homosexuell. Das ist eine unlösbare Aufgabe.

    Es muss den Spielern einfach egal sein, was auf den Rängen möglicherweise von einigen gerufen wird.
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