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Die Einführung der Homo-Ehe im Macholand Spanien, und das inklusive völliger Gleichstellung und Adoption? Das ist uns einen Orden wert!

Von Christian Scheuß

Spaniens Ministerpräsident – ja der mit den vielen Vornamen - José Luis Rodríguez Zapatero – er hat ihn sich verdient: Unseren ersten, von queer.de verliehenen Homo-Orden. Denn er hat in diesem Land der Machos die Rechte von Schwulen und Lesben ungemein gestärkt. Die spanische Regierung hat am 1. Oktober ein Gesetz verabschiedet, dass die Ehe für lesbische und schwule Paare öffnen soll. Gleichzeitig soll es den Homo-Paaren erlaubt werden, gemeinsam Kinder aufzuziehen. Eine solch weit reichende Regelung gibt es bislang nur in den Niederlanden und in Belgien. Deutschland sieht mit seiner Eingetragenen Lebenspartnerschaft alt dagegen aus. Die neuen Gesetze sollen Anfang 2005 in Kraft treten.

Gegen die Pläne der spanischen Regierung unter dem sozialistischen Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte natürlich die katholische Kirche mobil gemacht: Erzbischof Julián Barrio las Zapatero wegen der Pläne zur Homo-Ehe öffentlich und in Anwesenheit von König Juan Carlos die Leviten: "Die Ehe ist grundsätzlich heterosexuell und die Basis der Familie. Wer sie zerbricht, zerbricht die gesamte Gesellschaft", wetterte er. Mit der Homo-Ehe bringe die Regierung einen "Virus", "etwas falsches" in die Gesellschaft, hatte erst in den letzten Tagen der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Juan Antonio Martinez Camino, gesagt.

Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte sich davon jedoch nicht irritieren lassen und erklärt, Homosexuelle dürften nicht länger "Bürger zweiter Klasse" sein. "Auch sie müssen das Recht haben, eine Familie zu gründen."

12.10.2004



45 Kommentare

#1 MarkusAnonym
  • 13.10.2004, 09:13h
  • Es ist unglaublich, welche Aufbruchsstimmung in Spanien ausgebrochen ist, nicht nur auf dem Gebiet der Homorechte. Zapatero krempelt diese Gesellschaft wirklich um - und die findet es klasse und macht mit. Das ist großartig, da könnten sich viele hier in Deutschland ein paar Scheiben abschneiden!
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#2 wolfAnonym
  • 13.10.2004, 13:52h
  • da kann ich markus nur beipflichten.
    das gerade spanien sich zu diesem schritt entschlossen hat ist wunderbar und zeigt , was ein denkender politiker doch zum guten ausrichten kann. das gegenteil erleben wir ja hier bei uns, im land der dichter und denker, auf angela, gerhard, edmund und guido niveau.
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#3 DanielAnonym
  • 13.10.2004, 20:47h
  • Liebe Spanier,
    Euer Land ist sonnig und Ihr habt Zapatero. Wir haben Regen und Schröder. Das ist nicht fair. Können wir nicht ein Weilchen tauschen? Wir bekommen Zapatero und ihr bekommt Angela Merkel, Gerhard Stoiber und Edmund Schröder. Wir geben Euch euren Zapatero auch nach vier Jahren heil und unbeschadet zurück. Ich hoffe auf Euer Mitleid.

    Gruß

    Daniel
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#4 MarkusHHProfil
  • 15.10.2004, 17:47hHamburg
  • Bin gerade von dieser Meldung völlig überrascht worden. Wie schön ist das!!! Nicht nur, weil es die Rechte von Schwulenund Lesben stärkt. Es ist ein Weg zu mehr schlichter Menschlichkeit und ehrlicher Liebe auf dieser Welt. Die katholische Kirche sollte sich sofort auflösen und den Vatikan in ein prähistorisches Museum umwandeln. Vielleicht bekommt der Papst ja einen Job als Nachtwächter (gibt bestimmt genug Cruisingmöglichkeiten dort :))) Ach ja, Frau Merkel und Co.: Ab sofort Klappe halten!
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#5 hanscurdAnonym
  • 18.10.2004, 18:31h
  • Sehr schöner artikel und gute idee, herrn J.L. Rodríguez Zapatero (in Spanien hat man 2 nachnamen, erst steht der des vaters, dann der der mutter - also nicht ...mit den vielen vornamen ;-) - ) einen homo-orden zu verleihen. Ista ja auch viel zu selten der fall, dass so einer verliehen werden könnte.
    Lieben gruss aus Spanien
    hanscurd
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#6 GerdAnonym
  • 21.10.2004, 16:17h
  • Der Homo-Orden ist berechtigt und dieser Politiker findet meine volle Sympathie.

    Damit reiht sich Spanien bei den Ländern Belgien (wo "nur" noch um das Adoptionsrecht gekämpft wird) und den Niederlanden ein...
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#7 ThanatosAnonym
  • 25.10.2004, 14:09h
  • Es ist bewundernswert, dass ausgerechnet Spanien einen so progressiven Schritt tut. Man erwartet einen solchen manchmal eher in unserem eigen Land der "Dichter und Denker", aber man kann ja nicht alles haben und so müssen wir uns wohl weiterhin mit einer Politik herumschlagen, die nicht mal für ein gutes Kabarett taugt. Das die katholkische Kirche nach fast 2000 Jahren Berufserfahrung immer noch meint, man müsse alle die anders denken,m respektive sind benachteiligen ist schade. Aber hey, immerhin werden wir nicht mehr verbrannt; man kann also durchaus mit einer gewissen Lernfähigkeit des Vatikans rechnen. Bestes Beispiel dafür istz ja, dass sie nicht mehr versuchen dem Papst den Dämon auszutreiben, der ihn ständig zappeln und sabbern lässt.
    Mit freundlichen Grüßen und ich erwarte euch.
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#8 stefanAnonym
  • 29.10.2004, 07:34h
  • Einfach Super für ein so kirchliches Land!!!
    GRANDIOS!!!
    Und da sollen wir weltoffen und Vorzeiger sein?
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#9 MichelAnonym
#10 BerylliumAnonym