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  • 29.10.2012           21      Teilen:   |

HIV für "Einsteiger" (1)

Mach den Doktor-Check!

Der Arzt des Vertrauens sollte schon auf dem neuesten Wissenstand sein (Internist Georges Hayem,1841-1933) - Quelle: Wiki Commons / CC-PD-MarkPD Old
Der Arzt des Vertrauens sollte schon auf dem neuesten Wissenstand sein (Internist Georges Hayem,1841-1933) (Bild: Wiki Commons / CC-PD-MarkPD Old)

Welchen Arzt brauche ich eigentlich als HIV-Patient und wie erkenne ich, dass er der Richtige ist? Vor- und Nachteile von Hausarzt, Schwerpunktpraxis und Uniklinik.

Von Christian Scheuß

Wer wissen will, ob er sich möglicherweise mit HIV infiziert hat, der nutzt üblicherweise das Testangebot der örtlichen Aids-Hilfe (Schnelltest) beziehungsweise des Gesundheitsamtes oder aber er geht zu seinem Hausarzt, den er auch sonst bei Erkrankungen aufsucht. Der Hausarzt sendet die entnommene Blutprobe außer Haus an ein spezialisiertes Labor. Auf die Richtigkeit einer HIV-positiven Diagnose, die er im ungünstigen Fall übermittelt, kann man sich also verlassen. Nur ist er dann noch der Richtige für die weitere Begleitung und Überwachung der später folgenden Therapie? Oder sollte man sich besser an einen Spezialisten wenden, wie es auch viele empfehlen?

Ob man bleibt oder geht hängt von mehreren Faktoren ab. Zum Beispiel welche Ausbildung der Hausarzt genossen hat. An vielen Türschildern zu den Praxisräumen ist der Doktor als "praktischer Arzt" tituliert. Oder er empfiehlt sich als Allrounder mit der Bezeichnung "Allgemeinmedizin". Das heißt, der Mann / die Frau besitzt einen bereits vor längerer Zeit gemachten Universitätsabschluss im Fach Medizin, hat jedoch keine weitere abgeschlossene Facharzt-Ausbildung. Oder aber: Er/Sie hat zwar die inzwischen für eine eigene Niederlassung vorgeschriebene Zusatzausbildung, will sich aber beim Angebot für seine Patienten möglichst breit aufstellen. Ist der Doktor ein Facharzt für "Innere Medizin" (Internist), stehen die Chancen gut, bei der Person, die einen schon von Kindesbeinen an kennt, und der man vertraut, bleiben zu können. Teil der Internisten-Ausbildung ist schließlich die Beschäftigung mit dem Immunsystem.

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Fragenkatalog vorbereiten und mitnehmen zum Beratungstermin

Von ihm lässt sich wohl jeder gerne untersuchen: News Yorks berühmter schwuler Doc Frank Spinelli
Von ihm lässt sich wohl jeder gerne untersuchen: News Yorks berühmter schwuler Doc Frank Spinelli

Wie fit der Arzt bei der Betreuung von HIV-Patienten ist, sollte man in einem Gespräch ganz ohne Scheu abklären. Hat er bereits einige HIV-Patienten? Wie bildet er sich in diesem Thema fort? Kennt er die üblichen Empfehlungen, wann man zum Beispiel mit einer Therapie beginnen sollte und mit welchen Medikamenten? Es gibt zahlreiche Infomaterialien im Web – zum Beispiel von der "Deutschen Aids-Hilfe" – die die geltenden Standards anschaulich zusammenfasst. Die lassen sich als Grundlage für das Gespräch mitnehmen. Alternativ kann man mit den Behandlungsempfehlungen des Arztes die Beratungsstelle einer Aids-Hilfe aufsuchen und dort nachhören, ob alles seine Richtigkeit hat.

Beginnt irgendwann die Therapie und ist der Patient gut eingestellt, kann der Internist lange Zeit die erste Anlaufstelle bleiben. Doch treten Komplikationen zum Beispiel durch opportunistische Infektionen auf, ist eine gute Vernetzung des Hausarztes mit Spezialisten wichtig. Ist er mit seinem Latein am Ende, ist das kein Problem, solange er weiß, an wen er weitervermitteln kann. Grundsätzlich gilt: Das Vertrauensverhältnis muss stimmen. Es gibt den Typus des Herrgotts in Weiß zwar immer weniger, aber ein Mediziner, der mit Homosexualität ein Problem hat oder meint, zur Behandlung einer Syphilis gehört unbedingt eine Moralpredigt, ist sicherlich der verkehrte Ansprechpartner.

Schwerpunktärzte: Gut ausgebildete Spezialisten, überlaufene Praxen

Gerade HIV-Patienten in ländlicheren Regionen sind auf einen informierten Internisten in der Nähe angewiesen. In den deutschen Großstädten gibt es aber seit langem auch die Schwerpunktärzte und -Praxen. An einigen Universitätskliniken existieren zudem eigene Abteilungen, die Aids-Ambulanzen. Deren Hauptklientel sind HIV-positive Patienten. Die Ärzte – darunter auch häufig schwule Männer – stecken tief im Thema. Das ist ein großer Vorteil gegenüber dem Allgemeinmediziner, denn das Wissen um die Behandlung von HIV und Aids verändert sich nach wie vor rasant. Die Schwerpunktärzte trifft man häufig auch wieder als Gastredner zu medizinischen Vorträgen der lokalen Aids-Hilfe. Schließen sich mehrere Ärzte zu einer Gemeinschaftspraxis, profitiert man als Patient vom geballten Wissen, das dann beispielsweise auch Bereiche der begleitenden, der komplementären Therapien oder der Psychologie abdeckt.

An den Unikliniken bestehen zusätzlich gute Verbindungen in die Forschung hinein und zu den internationalen Studien, mit denen man zum Beispiel Zugang zu neuen Medikamenten bekommt. Davon profitieren besonders Langzeit-Patienten, die durch Ko-Erkrankungen oder Resistenzen eine kompliziertere Krankenakte besitzen. Größter Nachteil bei den Spezialisten: Sie sind sehr gefragt, deshalb mitunter überlaufen. Das zeigt sich im längeren Vorlauf für Termine und mitunter sogar in einer recht flotten Abwicklung des Termins durch den Arzt. Die optimale Behandlung einer HIV-Infektion braucht jedoch nach wie vor Zeit und Ruhe sowie eine intensive Beschäftigung mit dem Patienten. Wer sich auf die Suche nach einem Schwerpunktarzt begibt: Die Aids-Hilfen können in der Regel Namen und Adressen nennen.

  Disclaimer
Dieser Artikel wurde inhaltlich frei von einem queer.de-Autoren verfasst. Der Themenkanal "Gesundheit HIV+" wird durch Unterstützung von "GILEAD Sciences GmbH" ermöglicht.
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Tags: hiv, viruslast, gesundheitscheck, laborwerte
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Reaktionen zu "Mach den Doktor-Check!"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
30.10.2012
08:54:36


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich bin mit meinem Hausarzt ganz zufrieden!


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#2
30.10.2012
09:46:07


(-6, 8 Votes)

Von Tino


Hä? HIV ist doch voll vermeidbar.


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#3
30.10.2012
10:07:30


(+2, 2 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


ich bin in einer schwerpunkt praxis mit hiv-profil..
Internist der behandelnde arzt und mit vertrauensbonus, weil langjährige erfahrung mit aids patienten.
Hinzukommt, beide ärzte in der parxis kommen aus dem AVK -hospital berlin, die langjährig die hauptanlaufstelle für aids-patienten war/ist.
Das macht vieles einfach, weil keine überweisungen an spezialpraxen mit langer anlaufzeit, sondern direkte überweisung ans hospital , wo nach eincheck ich durch die abteilungen gereicht werde ohne zeitverlusst und stress. Da dauerts maximal 2 tage zum untersuchungstermin, inklusive im zweifelsfalle auch mal ein tag oder 2-3 tage aufenthalt für stationär anfallende untersuchungen.

Der vorteil: alle ergebnisse sind gesammelt, werden direkt an die praxis weiter geleitet und im hospital begonnene kuren werden gemeinsam mit praxisarzt geführt.
Ich brauch da nur am nächsten morgen mit zahnbürste und überweisungsschein anklopfen!
Für einen in einer großstadt wohnenden, eigentlich das ideale versorgungssystem!


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#4
30.10.2012
10:17:49


(+2, 6 Votes)

Von Schlau sein
Antwort zu Kommentar #2 von Tino


"Hä? HIV ist doch voll vermeidbar."

Das ist Ignoranz pur!

Selbstverständlich wäre es schön, wenn sich in unserem "aufgeklärten" Zeitalter niemand mehr mit dem HI-Virus ansteckt.

Gerade eine nachwachsende Generation von Schwulen hat aber heute oft überhaupt keine Ahnung mehr von HIV, AIDS und meint "das wäre längst kein Thema mehr". Daher sind gerade diese Naivlinge eine der Hauptgefährdungsgruppen, weil Unwissenheit und Ignoranz zu Unvorsicht führt.

Link zu www.iwwit.de


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#5
30.10.2012
10:53:35


(-5, 7 Votes)

Von ehemaligem User Prime_Evil
Antwort zu Kommentar #4 von Schlau sein


Wie kann sich ein Schwuler heute noch mit HIV anstecken?

Bei den omnipräsenten Aufklärungskampagnen und der immer wieder thematisierten Problematik speziell für Schwule, ist es völlig unverständlich, dass ein Angehöriger der Risikogruppe in einem westlichen Land sich ansteckt.

Und, dass junge Schwule im Zeitalter von Internet und permanent abrufbarer Information zu jedem Thema, so sehr auf den Kopf gefallen sind, kann ich mir nicht vorstellen.

Die, die es dann trotzdem erwischt, hätten stattdessen auch in eine Steckdose greifen können oder über mit verbundenen Augen über eine hochfrequentierte Autobahn mit Skates brettern können - in diesen beiden Fällen, wäre es sogar für die Solidargemeinschaft billiger.


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#6
30.10.2012
12:05:55


(+1, 5 Votes)

Von Prime Devil
Antwort zu Kommentar #5 von Prime_Evil


"Die, die es dann trotzdem erwischt, hätten stattdessen auch in eine Steckdose greifen können oder über mit verbundenen Augen über eine hochfrequentierte Autobahn mit Skates brettern können - in diesen beiden Fällen, wäre es sogar für die Solidargemeinschaft billiger."

Deine Unwissenheit wird nur noch von deiner Menschenverachtung übertroffen.

Ich wünsche dir, dass du nicht eines Morgens verkatert aufwachst und dich fragst ob du, nach etwas zu viel Alkohol, in der vergangenen Nacht gegenüber diesem schweinegeilen Typen vielleicht alle Vorsicht vergessen hast und nur noch voller Ekstase diesen "Fick deines Lebens", der u.U. zum folgenreichsten deines Lebens wurde, genießen wolltest.

Wer nicht nur andere verurteilen und Sex, als etwas darstellen will, das immer völlig kontrolliert und rational abläuft, kann sich ja gern einmal hier schlau machen. Ignoranten und Besserwisser gibt es schon genug:

Link zu www.aidshilfe.de

PS
Und zur von dir bemühten "Solidargemeinschaft" (diejenigen, die eine Krankenversorgung in Anspruch nehmen, haben überwiegend viele Jahre Beiträge in die Krankenversicherung eingezahlt)
Wer bei Ansprüchen an diese das "Schuld-System" einführen will, vertritte Neo-Nazi Positionen und ist damit ganz schnell bei "unwertem Leben" ...


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#7
30.10.2012
12:38:59


(-6, 8 Votes)

Von ehemaligem User Prime_Evil
Antwort zu Kommentar #6 von Prime Devil


Auf wenig subtile Art, äußerst du also den Wunsch ich möge mich durch sorgloses Verhalten infizieren - reizend.

Abgesehen davon, dass ich gar keinen Alkohol trinke und meine Triebe - auch bei dem "schweinegeilsten Typen" unter Kontrolle habe, sollten auch jene die Alkohol - selbstverständlich in Maßen - konsumieren, noch die Eigenverantwortung besitzen, sich ausreichend zu schützen.

Die Verantwortung gegenüber der Solidargemeinschaft, die wie man sich auch immer inifziert hat, zahlt, tragen ebenso Angehörige anderer Risikogruppen, wie Raucher und Fettsüchtige, auch ihnen will ich nicht die Behandlung verwehrt wissen und doch erachte ich sie als verantwortungslos.

Den schäbigen Nazivergleich will ich mal überlesen haben.


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#8
30.10.2012
13:01:32


(+3, 7 Votes)

Von Prime Devil
Antwort zu Kommentar #7 von Prime_Evil


"... dass ich gar keinen Alkohol trinke und meine Triebe - auch bei dem "schweinegeilsten Typen" unter Kontrolle habe (...) Den schäbigen Nazivergleich will ich mal überlesen haben ..."

Zum ersten Teil deiner Selbstbeweihräucherung:

"Du bist ein leuchtendes Vorbild für die Community! Ich bin stolz auf dich und dein überkontrolliertes Verhalten!"
(Ironie Ende)

Zum zweiten Teil:
Überlesen ändert nichts daran, dass ich es ernst meinte und du dort genau richtige aufgehoben bist, mit deinen ekelhaften und menschenverachtenden Äußerungen


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#9
30.10.2012
13:17:07


(-4, 8 Votes)

Von ehemaligem User Prime_Evil
Antwort zu Kommentar #8 von Prime Devil


Wir beide, überlassen jetzt den anderen die Diskussion in dieser Kommentarspalte, wenn dafür noch Bedarf ist.

Und ich, ich schaue mit Großmut über deine abfälligen und beschämenswerten Äußerungen hinweg.


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#10
30.10.2012
13:30:31


(+4, 8 Votes)

Von Prime Devil
Antwort zu Kommentar #9 von Prime_Evil


"Wir beide, überlassen jetzt den anderen die Diskussion in dieser Kommentarspalte, wenn dafür noch Bedarf ist

Und ich, ich schaue mit Großmut über deine abfälligen und beschämenswerten Äußerungen hinweg"

Da du weder Betreiber dieser Web-Seite bist, noch irgend einen Bonus durch besonders solidarische Kommentare erworben hast, ist es völlig unwichtig was du "vorschlägst" oder auch nicht ...

PI und andere Seiten sind sicher dankbarer für deinen homophoben Müll - viel Spaß dort!


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