Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 29.10.2012           35      Teilen:   |

München: Lukas-Schule droht Schwulen mit dem Teufel

Homepage der "Lukas-Schule"
Homepage der "Lukas-Schule"

Die staatlich geförderte Münchner Lukas-Schule der evangelischen Kirche bringt Jugendlichen bei, dass Homosexualität eine Sünde sei – jetzt schreiten Kultusministerium und Landeskirche ein.

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" erklären Lehrer der Lukas-Schule im Unterricht, dass Homosexuellen der Teufel droht. Zudem würde die Bibel des amerikanischen Fundamentalisten John MacArthur verwendet werden, in der unter anderem die Prügelstrafe gerechtfertigt und die Evolutionstheorie als Lüge bezeichnet wird. MacArthur ist in den USA ein gern gesehener Talkshowgast, der unter anderem auf CNN erklärt hatte, dass Schwule und Lesben "die Familie vernichten" würden.

Nach Beschwerden von Eltern haben vergangene Woche Vertreter des bayerischen Kultusministeriums und der evangelischen Landeskirche mit der Prüfung der Vorwürfe begonnen. So sollen Schülerhefte auf kritische Inhalte überprüft werden. Die Untersuchungen sollen sich bis in den November hineinziehen.

Fortsetzung nach Anzeige


"Fantasie einer wütenden Mutter"

Die Schule weist in einem Offenen Brief alle Vorwürfe zurück. Man sei eine "evangelische Bekenntnisschule", die "vorbehaltlos für die Einhaltung der staatlichen Lehrpläne" stehe. In der evangelischen Publikation "Sonntagsblatt" erklärte Ingo Resch, der Vorsitzende der Schule, dass der Bericht der "Süddeutschen" der "Fantasie einer wütenden Mutter" entspringe.

Christlich-konservative Blogs bezeichnen die Ermittlungen gegen die Schule als Gefahr für die Meinungsfreiheit. So schreibt die Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur e.V., bei der Lukas-Schule handele es sich um eine Bildungseinrichtung, "die die Heilige Schrift ernst nimmt": "Nun ist es so, dass in der Bibel tatsächlich der Teufel als Realität vorkommt (und nicht zu knapp), Homosexualität mehrmals als eine besonderes schwerwiegende Sünde bezeichnet wird und dass die Menschen, die Welt und das ganze Universum von Gott, dem Allmächtigen erschaffen wurde". Die Kritik an der Schule sei "eine neue Inquisition".

Die Lukas-Schule betreibt eine Grund-, Haupt- und eine Realschule sowie ein Gymnasium. Insgesamt besuchen 900 Kinder und Jugendliche die Einrichtung. Die Eltern müssen zwar einen geringen Betrag an Schulgeld bezahlen, den Großteil der Einnahmen erhält die Lukas-Schule jedoch vom Staat: So zahlt Bayern der Grund- und Hauptschule einen Sachkostenzuschuss von 1700 Euro pro Jahr und Schüler. Außerdem erhalten die Einrichtung einen "Lehrpersonalkostenzuschuss" von 80 Prozent des Gehalts eines Lehrers an einer staatlichen Schule. (dk)

Links zum Thema:
» Website der Lukas-Schule
» SZ-Bericht "Wenn der Lehrer mit dem Teufel droht"
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 35 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 280             7     
Service: | pdf | mailen
Tags: lukas-schule
Schwerpunkte:
 Schule
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "München: Lukas-Schule droht Schwulen mit dem Teufel"


 35 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
29.10.2012
15:47:17


(-5, 9 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


"Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin!"

Link:
es.gloria.tv/?media=38290


Et jitt Minsche, die sin eijenartig drop die ticken spack, im Bauch un och im Kopp, die können da nix für, die sin anders als wie wir, doch sie leben hier mit uns fast Tür an Tür

Kein Weihrauch, keine Witze, keine Heiligen in Stein, immer alles ernst gemeint, das passt nicht an den Rhein, fünfundneunzig Thesen, die sin uns viel zu viel, wir brauchen hundert Tresen und nen Tisch fürs Kartenspiel.

Max Weber hat gesagt, dass nur die Arbeit wichtig ist, dass der Hergott den begnadigt, der die Pflichten nicht vergisst. Müssiggang und Karneval, das ist für die Katz, wer auf Erden viel verdient, hat bei Gott de besten Platz.

Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin, die haben doch nichts anderes als arbeiten im Sinn. Als Katholik da kannste pfuschen, dat eine is jewiss, am Samstag gehste beichten und fott is der janze Driss.

Doppelte Moral, Sex im Pristerseminar, ein alter Kardinal,der im Freudenhaus verstarb. Alimente zahlt das Bistum für die Priesterkinderschar, es gilt das Zölibat, die Pänz sind quasi ja nicht da.

Zu Holland, USA und solchen Ländern muss man wissen, bei den Puritanern schmeckt das Essen janz beschissen. Doch bist du katholisch wie Italiener und Franzos, da gibts lecker was zu spachteln und der Wein ist janz famos.

Refrain: Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin...

Die Evangelen werden von uns gerne gemieden, denn bei denen sind die Pfarrer alle schon geschieden. Dagegen sind die Katholiken richtig supercool, bei denen sind die Pfaffen Polen, Inder oder schwul.

Zölibat und Hopfen und Malz, Gott erhalts, das Leben macht erst Freude, hast du keine Frau am Hals. Nur ein lecker Mädsche, das dir den Haushalt macht, alles ist geregelt, und die Freiheit, ja die lacht.

Refrain: Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin...

Moral ist nur erträglich, wenn sie doppelt ist.

(Driss: niederrheinisch für Mist, Sch..ss; Pänz: niederrheinisch für Kinder)


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
29.10.2012
15:47:54


(-3, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Der Bildungseinrichtung sollten sofort sämtliche Zuschüsse gestrichen werden! Außerdem sollten die homophoben Elemente aus dem Schuldienst entfernt werden! Was bilden die sich ein?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
29.10.2012
16:49:46


(+9, 9 Votes)

Von CarstenFfm
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Es ist schon schlimm genug, dass die Amtskirchen mit staatlichen Zuschuss Kinder und Jugenliche mit ihrem Weltbild indoktrinieren dürfen - dass fanatische Evangelikale das tun ist um so skandalöser.

Auch wenn diese ein sehr extremer Fall ist, sollte es Anlass sein, erneut die Bezuschussung der Kirchen durch den Staat anzupramgern und ein strikte Trennung von Kirche und Staat zu fordern.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
29.10.2012
17:06:42


(-7, 7 Votes)

Von Nils
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Nn gut, wir sin immer noch ein Rechtsstaat. Die Vorwürfe der Homophobie sind unbewisene Behauptungen. Die sollte man eventuell erstmal überprüfen. Dies tun Kultusministeriumsbeamte nun. Sollte an den Vorwürfen etwas dran sein (was erst einmal bewiesen werden muß und was ich stark bezweifle), dann können Schritte eingeleitet werden. Aufgrund des Artikels einer Zeitung, die auf ungeprüften Aussagen einer oder zwei Müttern (von insgesamt 1800 Elternteilen, die nichts derartiges berichten und die wohl kaum alle Fanatiker sein dürften die so etwas verschweigen) derartige Schritte einzuleiten wie du forderst...naja.. klarer Fall von : Merkste selber?!?

Bildzeitung läßt grüßen....


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
29.10.2012
17:44:05


(+9, 9 Votes)

Von Tim us Kölle


Das Problem haben nicht nur die Bayern,
sondern auch die Schüler in NRW.

Die Evangelikalen (unter Firmierung als "Rheinisch-Bergischer Verein Freie Christliche Schulen e.V.") betreiben in Düsseldorf, Hilden und Siegburg sogenannte "Freie Christliche" Grund- und Gesamtschulen, wo genau dasselbe Zeug gelehrt wird.

- Homosexualität sei eine Sünde
- die Frau sei naturgemäß dem Mann untergeordnet
- die Evolutionstheorie wird zwar lehrplankonform "vorgestellt", aber als hanebüchene Spekulation abgestempelt

Ein befreundetes Elternpärchen hat der guten Frau Löhrmann an ihre Adresse im Grünen Schulministerium geschrieben - aber getan hat sich gar nichts.

Stattdessen tragen wir (alle mit unseren Steuern) zur Finanzierung dieser Ersatzschulen bei.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
29.10.2012
18:17:06


(-2, 6 Votes)

Von saltgay
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wer nicht nur staatliche Schulen duldet, muss eben auch mit solchen Spinner-Pädagogien leben. Da hilft nur strikte Kontrolle der Lehrinhalte und Überprüfung der Schüler durch Vergleichsarbeiten. Das ist zwar unter Pädagogen nicht gern gesehen, ist aber in solchen Fällen eine Möglichkeit gegen das Ausufern.

Es sind nicht nur Evangelikale, sondern auch solche obskuren Anstalten wie der "Legionäre Christi", ganz zu schweigen von unter CDU/CSU/FDP - Anhängern so hochverehrten Waldorfschulen. Diese abstruse in wabernden Klangkaskaden eines Gustav Mahlers und zwischen Goethes Farbenlehre und einer Namen tanzenden Eurhythmie angesiedelte Lichtmenschenweltanschauung wird von halbbildungsbürgerlichen Kreisen sehr geschätzt.

Hervorbringen tut eine solche Erziehung dann solche Sozialstaatsterroristen wie den Herrn Rogowski, der schon vor zehn Jahren der Unterschicht den Klassenkampf aufzwang. Leider hat die Unterschicht das noch nicht gemerkt, aber das kommt noch mit weiterer Verarmung.

Ehrlich gesagt bin ich auch gar nicht böse, wenn die Blagen aus solchen Familien keine öffentlichen Schulen besuchen. Dann können diese Eltern wenigstens keinen Ärger machen. Denn gerade Kinder aus "besseren Kreisen" benehmen sich gegenüber Mitschülern und Lehrern gern als "die Axt im Walde", womit sie völlig konsequent beweisen, dass sie an einer Baumschule besser aufgehoben sind.

Da ja zur Karriere, wie wir an diesem Baron Guttenberg und der Anneliese Schavan bestens sehen können, keine besondere Bildung gehört, ja erkaufte und erschlichene Titel viel direkter ins Ziel führen, können uns diese Bekenntnis- und anderen Privatschulen völlig kotgleich sein. Ohne staatliche Subvention ginge ihnen noch viel schneller die Luft aus. Das Geld kann an öffentlichen Schulen besser verwendet werden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
29.10.2012
18:19:11


(+7, 7 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #4 von Nils


schon richtig, was da wirklich genau passiert, muss geprüft werden. ein paar einzelne aussagen würde ich auch nicht gleich hundertprozentig für bare münze nehmen. allerdings: warum sollten sich eltern so etwas ausdenken? alarmierend genug finde ich das schon...

ansonsten sollte nicht nur für solche extremfälle gelten: keine religiöse indoktrinierung auf staatskosten! weg mit dem konfessionellen unterricht!

erst recht dürfen an unseren schulen keine lehrkräfte eingestellt werden, die sich explizit gegen die wissenschaft und gegen grundwerte wie die gleichheit aller menschen stellen. das sollte auch für privatschulen gelten. schlimm genug, wenn religiöse spinner welcher konfession auch immer ihre kinder anderweitig mit ihrem antidemokratischen und antiaufklärerischen hokuspokus verblenden. das darf nicht auch noch mit staatsknete geschehen!

interessant wird es sein, zu verfolgen, wie sich die evangelische kirche zu diesen vorfällen und vor allem zu ihren homophoben, fundamentalistischen untergruppen stellt.

ich hoffe auf weitere berichterstattung durch queer.de.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
29.10.2012
18:22:15
Via Handy


(0, 6 Votes)

Von Martin28a
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Es ist wichtig dagegen hart vorzugehen denn das was an den Schulen rangezüchtet wird, können die Extremisten von morgen werden

In vielen Bundesländer ist Hetze gegen Homosexuelle sogar mit der Landesverfassjng nicht verrinnst an denen dich die Schulen auch halten müssen

Steht hier : Verfassung Berlin Brandenburg Thüringen Saarland usw

Link:
de.m.wikipedia.org/wiki/Sexuelle_Orientierung


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
29.10.2012
18:49:23


(-9, 13 Votes)

Von TimmJohannes


Also ich glaube, diese Mutter übertreibt und die Vorwürfe sind weitestgehend haltlos.

Sollte es jedoch stimmen, dann vermutlich eher ein Einzellehrer, der hier gegen landeskirchliche Vorgaben verstößt

Ansonsten für mich mehr eine Medienente, die viel hinzudichtet, damit Atheisten den Landeskirchen der EKD schaden können.

Ich bin sehr glücklich al schwuler landeskirchlicher Lutheraner und freue mich, dass die Landeskirchen der EKD offiziell homosexuelle Handlungen als ethisch verantwortbar bewerten, dies auch in ihren Schulvorgaben lehren und homosexuelle Paare ethisch akzeptieren sowie mitterweile in der Hälfte der Landeskirchen öffentliche Segnungsgottesdienste anbieten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
29.10.2012
19:06:59


(+7, 11 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #9 von TimmJohannes


"Ansonsten für mich mehr eine Medienente, die viel hinzudichtet, damit Atheisten den Landeskirchen der EKD schaden können."

wenn du im angesicht des bösen antichrist vor angst deine gebetsmühle anschmeißt, bist du echt immer am lustigsten.

so lange die ekd ihre fundamentalistischen untergruppen nicht rausschmeißt und auch bei noch so eindeutigen kriegserklärungen gegen demokratische grundwerte noch sagt "das kann man halt so oder so sehen, hauptsache, wir haben uns alle trotzdem lieb", so lange braucht es gar keine atheistische kritik. diese kirche schadet sich selber genug.

und du mit deiner hilflosen verharmlosungsrhetorik trägst auch einen guten teil dazu bei.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  1234  vor »


 Ort: Lukas-Schule


 GLAUBE

Top-Links (Werbung)

 GLAUBE



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Niederlande: Kommission empfiehlt bis zu vier Eltern pro Kind Israel: Gleichstellung ausländischer Homo-Partner geplant Tag der Menschenrechte: EKD wirbt für LGBTI-Gleichbehandlung Die Poesie der ersten schwulen Liebe
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt