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Am 6. November wird sich entscheiden, ob Barack Obama die USA noch vier weitere Jahre regieren darf (Bild: IowaPolitics.com / flickr / by-sa 2.0)

Das Rennen ums Weiße Haus ist knapp, umso wichtiger sind die Stimmen von Schwulen und Lesben: 71 Prozent der LGBT-Wähler unterstützen derzeit den Amtsinhaber Barack Obama.

Das ist das Ergebnis einer Gallup-Umfrage, die zwischen Juli und September unter über 4.000 Menschen durchgeführt wurde, die sich als schwul, lesbisch, trans- oder bisexuell bezeichnet haben. Der republikanische Herausforderer Mitt Romney würde demnach 22 Prozent der Stimmen erzielen. Im selben Zeitraum war Obama in der Gesamtbevölkerung nur mit 47 zu 45 Prozent in Führung. Wenn die LGBT-Stimmen herausgefiltert werden, läge Romney in Führung: Unter Heterosexuellen hat er einen Vorsprung von 47 zu 46 Prozent.

Insgesamt beschreiben sich nur 20 Prozent der LGBT-Bevölkerung als konservativ. Bei Heterosexuellen ist dieser Anteil mit 39 Prozent fast doppelt so hoch. Als "liberal" (links) bezeichnen sich unter sexuellen Minderheiten 45 Prozent (Heteros: 23 Prozent). Der Anteil von wahlberechtigten Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen, die sich für die Wahl registriert haben, ist allerdings etwas niedriger als in der heterosexuellen Bevölkerung.

2008 lag Obama im Vorwahlkampf unter LGBT-Wählern hinter seiner Mitbewerberin Hillary Clinton, allerdings unterstützten ihn Schwule und Lesben später mit großer Mehrheit gegen den Republikaner John McCain. Einer Umfrage zufolge lag Obama damals mit 68 zu zehn Prozent vor seinem Herausforderer (queer.de berichtete).

Die diesjährige US-Wahl gilt als äußerst polarisiert: So führt Romney laut einer Umfrage von ABC News/Washington Post mit 60 zu 37 Prozent unter weißen Wählern. Dagegen würden 82 Prozent der nichtweißen Bevölkerung Obama die Stimmen geben. Unter Schwarzen sind die Stimmen für Romney praktisch nicht messbar. Außerdem hat Obama leichte Vorteile bei Frauen und Jüngeren.

"New York Times" lobt Homo-Politik Obamas

Die Zeitung "New York Times" hat am Wochenende Barack Obama ihre "enthusiastische Unterstützung" zukommen lassen – und dabei vor allem die Homo-Politik hervorgehoben. So habe Obama sich mit seiner Forderung, die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen, endgültig auf die Seite der Bürgerrechtler gestellt, ganz anders als sein Widersacher Romney.

In den USA stellen sich Zeitungsredaktionen traditionell geschlossen hinter einen der Kandidaten. So unterstützt die "New York Post" etwa Romney, während sich die "Chicago Tribune" auf die Seite von Obama stellte. Das prominenteste "Endorsement" für Romney vollzog vor wenigen Tagen jedoch der texanische Rocker Meat Loaf, der dem Milliardär eine bessere außenpolitische Vision bescheinigte. (dk)



USA: Homo-Gegner in Aktion

Studenten in den USA erklären auf Facebook, warum sie Homo-Paaren keine Rechte geben wollen – meist ist Gott im Spiel.