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Katy Perry setzt sich unter anderem für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ein

Die amerikanische Sängerin Katy Perry erhält den "Hero Award" von der schwul-lesbischen Gruppe The Trevor Project.

Die Organisation, die unter anderem die einzige landesweite US-Hotline für junge suizidgefährdete Homosexuelle anbietet, wird den Preis bei einer Gala in Hollywood am 2. Dezember an die 28-Jährige übergeben. Perry verdiene die Auszeichnung, weil sie junge Schwule und Lesben "ermutigt und zur verstärkten Sichtbarkeit und einem größeren Verständnis der LGBT-Community beiträgt". Weiter heißt es: "Als Alliierte der LGBT-Community hat Perry stets die Gleichberechtigung eingefordert und sich für die Gleichbehandlung im Eherecht eingesetzt. Sie hat die LGBT-Jugend inspiriert, etwa mit ihrem Video zu 'Firework'. Perry zeigt den Jugendlichen, dass sie alles erreichen können, wenn sie sie selbst sind."

Perry bedankte sich für die Auszeichnung: "Jeder verdient ein wunderbares, erfülltes Leben", erklärte die Kalifornierin. "Unsere sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität ändert nichts daran, dass jeder im Innern schön ist."

Youtube | "Firework" handelt von schwuler Selbstfindung

Holpriger Start

Am Beginn ihrer Karriere schauten Homo-Aktivisten noch skeptisch auf die Pfarrerstochter: Ihre erste Single "Ur So Gay" ("Du bist so schwul") wurde 2008 von manchen als schwulenfeindlich beschrieben, weil darin "gay" als Schimpfwort gebraucht wurde (queer.de berichtete). Später engagierte sich Perry jedoch offen für schwul-lesbische Rechte und erklärte etwa in einem Interview: "Ich bin eine Homo-Aktivistin und stolz darauf!"

Im vergangenen Jahr wurde "Harry Potter"-Darsteller Daniel Radcliffe mit dem Preis ausgezeichnet (queer.de berichtete). Seinen Einsatz für homosexuelle Jugendliche bezeichnete der Brite als "eines der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Sache" in seiner Karriere. Zu den Preisträgern in den letzten Jahren gehörten unter anderem "Milk"-Autor Dustin Lance Black und Schauspieler Nathan Lane ("The Birdcage").

Das Trevor Project wurde 1998 von den Filmemachern James Lecesne, Peggy Rajski und Randy Stone ins Leben gerufen. Sie hatten zuvor den Kurzfilm "Trevor" gedreht, der von einem 13-Jährigen Jungen erzählt, der wegen seiner Sexualität von seinen Freunden gemieden wird und an Selbstmord denkt. Unterstützt wird die Organisation vom Pay-TV-Sender HBO, der den Film "Trevor" in den 1990er Jahren erstmals ausstrahlte. Zu den Unterstützern der Organisation gehören auch viele Promis wie Sharon Stone ("Basic Instinct"), Zachary Quinto ("Star Trek") und Sängerin Janet Jackson. (dk)