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  • 30.10.2012           11      Teilen:   |

Frankreich: UMP ruft zu Demos gegen Ehe-Öffnung auf

Jean-François Copé glaubt, dass die Ehe-Öffnung die Gesellschaft grundsätzlich zum Schlechteren verändern würde
Jean-François Copé glaubt, dass die Ehe-Öffnung die Gesellschaft grundsätzlich zum Schlechteren verändern würde

Der Generalsekretär der konservativen UMP hat die Bevölkerung aufgefordert, Protestaktionen gegen die von den regierenden Sozialisten angekündigte Öffnung der Ehe zu starten.

Jean-François Copé erklärte am Sonntag, dass die Franzosen "auf die Straße gehen" sollten, um der Staatsmacht bei der Frage der Ehe-Öffnung "zu widerstehen". Das berichtet die Tageszeitung "Le Figaro". "Es geht um die Zukunft der französischen Kinder", so Copé, der an eine Demonstration im Jahr 1984 erinnerte, als mehr als eine Million Menschen in mehreren Städten Frankreichs erfolgreich gegen die Verstaatlichung von katholischen Schulen in Frankreich protestiert hatten. Der 48-Jährige warnte davor, dass die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht die "Grundlagen der Gesellschaft" beschädigen würden.

Copé will im nächsten Monat UMP-Parteivorsitzender werden und kämpft gegen den ehemaligen Premierminister François Fillon um diese Position. Die beiden Kandidaten haben bereits in Debatten die Öffnung der Ehe kategorisch abgelehnt. So erklärte Fillon vergangene Woche: "Die Franzosen sollten wissen, dass der von der Regierung vorgeschlagene Gesetzesentwurf die Rolle der Eltern fundamental verändern wird."

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Pariser Bürgermeister: UMP wird Fortschritt in ein paar Jahren akzeptieren

Bürgermeister Bertrand Delanoë: Konservative haben bereits 1999 "gegrölt und gegrölt" - Quelle: Olivier Pacteau / flickr / cc by 2.0
Bürgermeister Bertrand Delanoë: Konservative haben bereits 1999 "gegrölt und gegrölt" (Bild: Olivier Pacteau / flickr / cc by 2.0)

Homo-Aktivisten und Politiker der regierenden Sozialisten zeigten sich empört über die Äußerungen der Opposition. So erklärte der schwule Bürgermeister von Paris, Bertrand Delanoë, dass den Konservativen die Aussagen zur Ehe-Öffnung schon in wenigen Jahren peinlich sein würden. "Die französische Rechte kommt immer zu spät", sagte der Sozialist am Montag im französischen Fernsehen. Er erinnerte daran, dass die gleichen Argumente bereits Ende des letzten Jahrhunderts bei der Einführung des Zivilen Solidaritätspaktes (PACS) gefallen seien. Der PACS wurde 1999 eingeführt und enthielt weniger Rechte als die Ehe. "Damals haben die gegrölt und gegrölt", erinnert sich Delanoë. Am Ende hätten die Konservativen eingesehen, dass ihre Angstkampange nichts genutzt habe. Den gleichen Ablauf erwartet er auch heute bei der Frage der Ehe-Öffnung: "Ich gebe Herrn Copé fünf oder sechs Jahre und dann wird er eingestehen, dass er falsch lag und den Fortschritt akzeptieren muss."

Vor einer Woche sind mehrere tausend Homo-Gegner in 75 Städten Frankreichs gegen die Öffnung der Ehe auf die Straße gegangen (queer.de berichtete). Insbesondere die katholische Kirche macht Stimmung gegen die Gleichstellung. So verglich Lyons Kardinal Philippe Barbarin die Ehe-Öffnung mit der Anerkennung von Inzest (queer.de berichtete).

Der Gesetzentwurf der Regierung soll am 7. November vom Kabinett abgesegnet und im Januar 2013 beschlossen werden, damit er im Frühjahr in Kraft treten kann. Mit der Gleichstellung erfüllt Präsident François Hollande ein Wahlversprechen. (dk)

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Tags: frankreich, homo-ehe, jean-françois copé, bertrand delanoë
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Reaktionen zu "Frankreich: UMP ruft zu Demos gegen Ehe-Öffnung auf"


 11 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
30.10.2012
18:06:21


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User ererer


Die neuesten Umfragen zeigen, dass die Franzosen die Homo-Ehe, genauer gesagt - Adoption schon etwas skeptischer bewertigen, als es noch Anfang dieses Jahres war. Wohl keine grosse Uberraschung: die Homo-Ehe ist aus einem rein gesellschaftlichen zu einem politischen bzw. politisierten Thema geworden - und so die Umfragewerte. Je mehr die Regierenden, egal ob Konservative, ob Sozialisten, in der offentlichen Gunst einbussen mussen, desto auch ihre Entwurfe und Initiativen (Stichwort 'Referendum wegen Europa-Verfassung 2005'). Deshalb soll die Homo-Ehe in Frankreich so schnell wie moglich legalisiert werden, weil es spater nur noch schwieriger wird (Homo-Gegner wissen das sehr gut und fordern das Gesetz bis zum nachsten Jahr verschieben, damit 'mehr Zeit fur die Diskussion gabe'). Jeder Tag zahlt - 'depeche toi!'


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#2
30.10.2012
18:48:52


(+6, 6 Votes)

Von Itcheb


wann werden diese geistig unterbelichteten Primaten endlich verstehen, dass eine Abschaffung von Diskriminierung, das Eliminieren von Hass und die rechtliche Gleichstellung von Liebe nicht ein einziges mal in 1 Millionen Jahren die Geburt eines Kines verhindert??

Denken diese Volldeppen eigentlich, auch nur ein Schwuler würde sich "umentscheiden" und wie wild Kinder in die Welt ficken, nur weil minderbemittelte Subjekte der Gesellschaft es an geistiger Reife und der Fähigkeit zur Akzeptanz missen lassen?

Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte ...... Hoffentlich werden/sind solche Idioten schwul/lesbisch damit sie sich nur ja nicht vermehren


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#3
30.10.2012
19:39:25


(+7, 7 Votes)

Von goddamn liberal


"Damals haben die gegrölt und gegrölt", erinnert sich Delanoë. Am Ende hätten die Konservativen eingesehen, dass ihre Angstkampange nichts genutzt habe. Den gleichen Ablauf erwartet er auch heute bei der Frage der Ehe-Öffnung: "Ich gebe Herrn Copé fünf oder sechs Jahre und dann wird er eingestehen, dass er falsch lag und den Fortschritt akzeptieren muss."

Na ja, mein lieber Genosse, ich fürchte, so einfach geht das nicht. V.a. nicht in sozial unsicheren Zeiten wie diesen kann man sich nicht so einfach auf den Geist der Geschichte und des Fortschritts verlassen, der uns anscheinand allen vorangeistert.

Der Geist der Humanität muss mit einem Fundament der sozialen Sicherheit abgesichert werden, sonst kann er sich ganz schnell verflüchtigen.

Die Dämonen des Hasses lauern nämlich überall. V.a. hinter frommen und bürgerlichen Masken.

Die heruntergerissen gehören.


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#4
30.10.2012
20:04:58


(+3, 3 Votes)

Von Marek


Dass die UMP nicht kapieren kann oder will, dass sie sämtliche Wahlen krachend verloren haben. U.a. wegen ihrer homophoben Politik.


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#5
30.10.2012
20:09:50


(-1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Fermez votre gueule, Monsieur Copé! Hoffentlich werden in Frankreich die Sozialisten sehr lange an der Macht bleiben; die Homoehe wird kommen!


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#6
30.10.2012
20:29:35


(+4, 4 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von Marek


"U.a. wegen ihrer homophoben Politik."

Ach, ich weiß nicht.

Du scheinst ein unverbesserlicher Optimist zu sein.

Seufzz

Ist ja nicht unsympathisch.


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#7
30.10.2012
20:42:55


(-1, 3 Votes)

Von Timm Johannes


Die Eheöffnung in Frankreich kommt, da besteht kein Zweifel mehr.

Die Sozialisten haben eine komfortable Mehrheit und die Eheöffnung tritt dann im Frühjahr in Kraft.

Dann vergehen noch weitere Jahre, denn die Wahlen in Frankreich waren erst 2012 und finden erst 2017 statt. Bis dahin ist das Thema längst vom Tisch in Frankreich und 2017 werden dann ganz andere Themen in Frankreich im Mittelpunkt der Wahlen stehen.


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#8
30.10.2012
21:06:58


(+2, 4 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #7 von Timm Johannes


Ja, ja....

Link zu www.lefigaro.fr

Wer hat uns denn verraten? Hmm?


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#9
30.10.2012
21:13:14


(-2, 2 Votes)

Von Homoehe


Die Herren Frankreichs wollen Homoehe im Ehegesetz. Nicht so viel Merkl nd Idiotismus Mama and Papa en schwuler Sohn oder lesbische Tochter. Na und ihr hetero ihr homo.


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#10
31.10.2012
08:42:33


(+5, 5 Votes)

Von Joonas


Was hat die Gleichstellung von Schwulen und Lesben bitteschön mit dem Wohl von Kindern zu tun?!

Diese Homohasser sind sich echt für nichts zu schade, um Stimmung gegen Schwule und Lesben zu machen... Da werden sogar Kinder instrumentalisiert, um sich auf unsere Kosten zu profilieren...


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