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  • 31.10.2012           8      Teilen:   |

Rund 100 Maßnahmen

NRW beschließt Aktionsplan gegen Homophobie

Emanzipationsministerin Barbara Steffens will mit dem Aktionsplan das "tolerante Nordrhein-Westfalen" zum Vorschein bringen - Quelle: Grüne NRW
Emanzipationsministerin Barbara Steffens will mit dem Aktionsplan das "tolerante Nordrhein-Westfalen" zum Vorschein bringen (Bild: Grüne NRW)

Das rot-grüne Kabinett hat am Dienstag in Düsseldorf den "NRW-Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt – gegen Homo- und Transphobie" beschlossen.

Wie die Landesregierung mitteilte, sollen alle Ressort zur Umsetzung von über 100 Maßnahmen beitragen. Zu den wichtigsten Vorhaben zähle die rechtliche Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften mit heterosexuellen Ehen, die Gleichbehandlung von Regenbogenfamilien mit traditionellen Familien sowie die Reform des Transsexuellengesetzes. Außerdem soll der Schutz von sexuellen Minderheiten vor Diskriminierung und Gewalt verbessert werden. Das schließe eine Kooperation mit Polizeibehörden ein.

Ziel sei es, alle Bürger im Land für die besondere Situation von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen zu sensibilisieren und so die Gleichstellung voranzubringen. An der Erstellung des Aktionsplans waren auch nordrhein-westfälische Homo-Gruppen beteiligt.

"Die Landesregierung tritt für ein gesellschaftliches Klima ein, in dem Menschen unabhängig von ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben führen können", erklärte Emanzipationsministerin Barbara Steffens (Grüne) nach der Verabschiedung des Aktionsplans. "Die Landesregierung will der Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen konsequent begegnen und sich aktiv für Akzeptanz, Wertschätzung und ein tolerantes Nordrhein-Westfalen engagieren, in dem Vielfalt selbstverständlich gelebt und erlebt werden kann", so Steffens weiter.

Fortsetzung nach Anzeige


Die Landesregierung hatte den Aktionsplan bereits 2010 angekündigt (queer.de berichtete). Die Umsetzung hatte sich allerdings verzögert, unter anderem weil die Opposition Anfang 2012 den Haushalt blockierte und so Neuwahlen erzwang. SPD und Grüne, die zwei Jahre lang eine Minderheitsregierung gebildet hatten, gewannen daraufhin eine deutliche Mehrheit.

Erst vor zwei Wochen hat NRW eine neue Akzeptanzkampagne vorgestellt. Ministerin Steffens beklagte damals ein "breites homophobes Klima" im Land, gegen das die Regierung vorgehen müsse (queer.de berichtete). (cw/dk)

Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Aktionsplan auf der Seite des Emanzipationsministeriums
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Tags: barbara steffens, aktionsplan, nrw
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Reaktionen zu "NRW beschließt Aktionsplan gegen Homophobie"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
31.10.2012
17:19:47


(-1, 3 Votes)

Von Yannick


Es zeigt sich immer wieder:
sobald die schwarz-gelbe Gurkentruppe weg ist, kann es auch innerhalb kürzester Zeit Fortschritte geben.

Was wäre wohl alles machbar, wenn auch im Bund die unheilvolle Allianz von CDU, CSU und FDP endlich weg wäre.


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#2
31.10.2012
17:38:09


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von Yannick


Und täglich grüßt das Murmeltier! Diese Aussagen haben bei Dir ja schon Methode! Leute, die sowas schreiben, wählen selber CDU oder FDP und geben es nicht zu!

Nun aber zum eigentlichen Thema: es tut sich was in NRW!


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#3
31.10.2012
18:56:17


(0, 2 Votes)

Von XX1XX


Wer fair ist der muss schon sagen, dass CDU/CSU und FDP einer Gleichstellung nicht positiv gegenüberstehen. Wäre das so, dann hätte man schon längt etwas getan.


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#4
01.11.2012
08:54:07


(0, 2 Votes)

Von goddamn liberal


Gute Sache.

Der NRW-CDU-Frankionschef Karl-Josef Laumann muss dringend in die Volkshochschule. Opus-Dei-Bischof Overbeck (Essen) auch. Kardinal Meisner (Köln) sowieso.

Gegen CDU-Bundesfraktionsvize Günter Krings (Mönchengladbach) muss allerdings die Verfassung geschützt werden. Da nützt die sozialpädagogische Nachhilfe nix mehr.

Link zu www.gemeindenetzwerk.org


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#5
01.11.2012
10:56:41


(+1, 1 Vote)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


An die deutschen Politiker und die hoerigen Schulsysteme:

Homophobie ist ein Zeichen von fehlender Anpassungsfähigkeit und Rechtsbewusstsein.

Ich halte es fuer besser, nicht gegen Homophobie zu kaempfen, sondern fuer die Menschen und die Sache einzustehen!


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#6
02.11.2012
00:54:12


(+3, 3 Votes)

Von jochen
Aus münchen (Bayern)
Mitglied seit 03.05.2008


Bei dieser Meldung habe ich ein sehr zwiespältiges Gefühl.
Fr. Steffens setzt sich für mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen u. Transsexuellen in der Bevölkerung ein, das ich sehr begrüsse.
Gleichzeitig setzt sie sich aber ganz vehement für mehr Intoleranz gegenüber erwachsenen Raucher ein, denen sie das Rauchen sogar dort verbietet, wo Nichtraucherschutz gewährleistet ist. (Verbot von ausgewiesenen Raucherkneipen, oder sepaten Raucherräumen, ...usw.) Für den Totalrausschmiss. Viele empfinden das als Erziehungsmassnahme des Staates.

Dem Land NRW ein "breites homophobes Klima" zu unterstellen, das einen der grössten CSD Europas hat, ist genauso übertrieben wie den Rauchern das Rauchen sogar dort zu verbieten ,wo sie unter sich sind und der Nichtraucherschutz gewährleistet ist. Es wurde sogar in Betraucht gezogen den Leuten auf privaten geschlossenen Gesellschaften das Rauchen zu verbieten, bzw. wird jetzt diskutiert eventuell "erlaubt" man es dort grosszügig dem mündign Bürger)
Ich könnte mir vorstellen, dass der Slogan "tolerantes Nordrhein-Westfalen"sich für den ein oder anderen Bürger, in diesem Klima, irgendwie wie Doppelmoral anhört.

Diese Art d. Politik- nach Gutdünken verteilte Toleranz- traue ich nicht .
W er wird vielleicht die nächste Gruppe sein, die Ungnade in den Augen solcher Politiker findet.
Schliesslich gibt es für Intoleranz und Ausgrenzung immer Gründe, die sich finden lassen. Für fast jede Gruppe!

Alkohol, zum Beispiel, scheint ja momentan noch kein wirkliches Thema für den "
Gesundheitsschutz zu sein. (Trotz tausenden von Schwerverletzten, Toten und Gewaltopfern, und zweistelligen Milliardenschöden durch Alkohol (-Sucht). Vielleicht auch , weil man sich ja wahrscheinlich nciht mit der Mehrheit der alkoholtrinkenden Bundesbürger momentan noch zusätzlich anlegen möchte. - Die Raucher attackiert man ja auch erst so massiv, seit sie eine Minderheit geworden sind - ca. 27 %) Vielleicht trinkt die Nichtraucherin Ministerin Steffens ja selber gerne ab und an mal ein Fläschchen Wein .?

(ich finde Nichtraucherschutz richtig, lehne aber Rauchverbote für Erwachsene dort wo Nichtraucherschutz gewährleistet, ab. Weil es bürgerlichen Freiheiten streicht und Intoleranz fördert in einer Gesellschaft, wenn man den Anderslebenden keinen Quadratmeter Raum mehr zugesteht.)

Toleranz ist immer nur auch dann tolerant, wenn ich den anderen in Ruhe lasse, obwohl mir sein Lebenstil vielleiht zuwider ist.


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#7
02.11.2012
21:07:44


(0, 2 Votes)

Von Alte Tunte


Bravo! Eine sehr gute Nachricht für die Hersteller von Aufklebern, Plakaten, Flyern und ähnlichem Material für die Recycling- und/oder Mülltonne.

Und schön, daß zu den wichtigsten Vorhabens des NRW-Aktionsplans für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt gegen Homo- und Transphobie Dinge gehören, die zum allergrößten Teil nur auf Bundesebene entschieden werden können.


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#8
04.11.2012
08:16:55


(+2, 2 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #7 von Alte Tunte


Als ich zur Schule ging, gab es solche Aktionspläne nicht.

Deswegen: Nörgeln aus Prinzip ist keine Lösung und es ist gut, dass sich die Regierung jetzt mal drum kümmert.


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