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Nikolai Aleksejew wird von Polizisten weggetragen, weil er trotz des CSD-Verbots in Moskau demonstrierte

Ein Bezirksgericht in Moskau hat erneut CSD-Verbote bestätigt. Die Organisatoren wollen aber weiterkämpfen und bis zum Europäischen Menschenrechtsgerichtshof ziehen.

Das Gericht erklärte das von der Stadtverwaltung ausgesprochen CSD-Verbot für die nächsten 100 Jahre für rechtmäßig (queer.de berichtete). Zuvor hatten die CSD-Veranstalter ein Schlupfloch im Gesetz genutzt, das eine Beantragung von Veranstaltungen für Jahre im Voraus ermöglicht.

Der Homo-Aktivist Nikolai Aleksejew kündigte im Interview mit der Nachrichtenagentur Interfax an, gegen das Verbot weiter den Klageweg zu beschreiten. Er erklärte, die russischen Behörden würden willentlich die Europäische Menschenrechtskonvention missachten, die für das Land als Mitglied des Europarats bindend ist.

Bereits 2010 hatte der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg das CSD-Verbot unter anderem als Verstoß gegen das Recht auf Versammlungsfreiheit gewertet und den Organisatoren Schmerzensgeld zugesprochen (queer.de berichtete). Derzeit sind noch weitere Beschwerden von russischen Homo-Aktivisten in Straßburg anhängig. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 31.10.2012, 17:39h
  • Der Europäische Gerichtshof wird wieder genau so entscheiden wie beim letzten Mal, nämlich für die Homoaktivisten und -aktivistinnen!
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#2 erererEhemaliges Profil
  • 31.10.2012, 17:58h
  • 100 Jahre... Also so ist wohl die maximale Ablaufszeit fur die klerikale Diktatur in Russland? Man muss hier aber nicht unbedingt Angst bekommen - die Kirchen waren schon immer maximalistisch und realitatsfremd.
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#3 Prime_EvilEhemaliges Profil
  • 31.10.2012, 20:29h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • "Der Europäische Gerichtshof wird wieder genau so entscheiden wie beim letzten Mal, nämlich für die Homoaktivisten und -aktivistinnen!"

    Und das führt dann zu was?
    Ich glaube, dass Putin davon nicht sehr beeindruckt sein wird.

    Aber doch möchte ich etwas festsellen: während bei CSDs und ähnlichem es den dekadenten Schwulen des Westens nur um ölige, nackte Körper und schnellen, anonymen Sex geht, stehen schwule Russen wirklich für etwas ein, nämlich für ihre Rechte und nehmen dafür auch Prügel in Kauf.

    Aber Russen sind auch aus einem anderen Holz geschnitzt, als verweichlichte Hupfdohlen aus Berlin oder Köln.
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#4 erererEhemaliges Profil
  • 31.10.2012, 20:45h
  • Antwort auf #3 von Prime_Evil
  • Prugel gegen komische Andersdenkenden in Russland (und in ganz Osteuropa) ist wie Eid der deutschen Politiker aus den rechten Parteien 'So Gott mir helfe' - ein immer wieder sich wiederholender Machtritual. Ohne Ende.
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#5 DarkpawEhemaliges Profil
#6 RobinAnonym
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 SammaelProfil
  • 04.11.2012, 18:53hEssen
  • Sie stecken schon länger drin - wie in einem chinesischen Märchen, wo es darum geht, dass der Edelmann, der den Drachen besiegt, nach Einsicht der Drachenschatzkammer, selbst zum nächsten Drachen wird.
    So haben die Russen seinerzeit den Faschismus besiegt und sind selbst zu Faschos geworden.
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil