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  • 31.10.2012           9      Teilen:   |

Russland

Moskauer Gericht bestätigt CSD-Verbot

Nikolai Aleksejew wird von Polizisten weggetragen, weil er trotz des CSD-Verbots in Moskau demonstrierte
Nikolai Aleksejew wird von Polizisten weggetragen, weil er trotz des CSD-Verbots in Moskau demonstrierte

Ein Bezirksgericht in Moskau hat erneut CSD-Verbote bestätigt. Die Organisatoren wollen aber weiterkämpfen und bis zum Europäischen Menschenrechtsgerichtshof ziehen.

Das Gericht erklärte das von der Stadtverwaltung ausgesprochen CSD-Verbot für die nächsten 100 Jahre für rechtmäßig (queer.de berichtete). Zuvor hatten die CSD-Veranstalter ein Schlupfloch im Gesetz genutzt, das eine Beantragung von Veranstaltungen für Jahre im Voraus ermöglicht.

Der Homo-Aktivist Nikolai Aleksejew kündigte im Interview mit der Nachrichtenagentur Interfax an, gegen das Verbot weiter den Klageweg zu beschreiten. Er erklärte, die russischen Behörden würden willentlich die Europäische Menschenrechtskonvention missachten, die für das Land als Mitglied des Europarats bindend ist.

Bereits 2010 hatte der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg das CSD-Verbot unter anderem als Verstoß gegen das Recht auf Versammlungsfreiheit gewertet und den Organisatoren Schmerzensgeld zugesprochen (queer.de berichtete). Derzeit sind noch weitere Beschwerden von russischen Homo-Aktivisten in Straßburg anhängig. (dk)

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Tags: csd, moskau, nikolai aleksejew
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Reaktionen zu "Moskauer Gericht bestätigt CSD-Verbot"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
31.10.2012
17:39:25


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Der Europäische Gerichtshof wird wieder genau so entscheiden wie beim letzten Mal, nämlich für die Homoaktivisten und -aktivistinnen!


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#2
31.10.2012
17:58:57


(-1, 1 Vote)

Von ehemaligem User ererer


100 Jahre... Also so ist wohl die maximale Ablaufszeit fur die klerikale Diktatur in Russland? Man muss hier aber nicht unbedingt Angst bekommen - die Kirchen waren schon immer maximalistisch und realitatsfremd.


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#3
31.10.2012
20:29:58


(-3, 3 Votes)

Von ehemaligem User Prime_Evil
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


"Der Europäische Gerichtshof wird wieder genau so entscheiden wie beim letzten Mal, nämlich für die Homoaktivisten und -aktivistinnen!"

Und das führt dann zu was?
Ich glaube, dass Putin davon nicht sehr beeindruckt sein wird.

Aber doch möchte ich etwas festsellen: während bei CSDs und ähnlichem es den dekadenten Schwulen des Westens nur um ölige, nackte Körper und schnellen, anonymen Sex geht, stehen schwule Russen wirklich für etwas ein, nämlich für ihre Rechte und nehmen dafür auch Prügel in Kauf.

Aber Russen sind auch aus einem anderen Holz geschnitzt, als verweichlichte Hupfdohlen aus Berlin oder Köln.


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#4
31.10.2012
20:45:31


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User ererer
Antwort zu Kommentar #3 von Prime_Evil


Prugel gegen komische Andersdenkenden in Russland (und in ganz Osteuropa) ist wie Eid der deutschen Politiker aus den rechten Parteien 'So Gott mir helfe' - ein immer wieder sich wiederholender Machtritual. Ohne Ende.


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#5
01.11.2012
11:30:40


(-1, 1 Vote)

Von ehemaligem User Darkpaw
Antwort zu Kommentar #3 von Prime_Evil


THIS!


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#6
01.11.2012
18:30:46


(+1, 1 Vote)

Von Robin


Die wandern direkt und mit Hurra in den Faschismus...


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#7
02.11.2012
09:07:39


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #6 von Robin


Da sind die schon angekommen!


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#8
04.11.2012
18:53:21


(+1, 1 Vote)

Von Sammael
Aus Essen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 05.03.2012


Sie stecken schon länger drin - wie in einem chinesischen Märchen, wo es darum geht, dass der Edelmann, der den Drachen besiegt, nach Einsicht der Drachenschatzkammer, selbst zum nächsten Drachen wird.
So haben die Russen seinerzeit den Faschismus besiegt und sind selbst zu Faschos geworden.


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#9
05.11.2012
09:34:49


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #8 von Sammael


Heute Abend ist China auch Thema in der ARD:

Link zu www.wdr.de

Die Liste der Menschenrechtsverletzungen in dem neuen Schurkenstaat kommt auch zur Sprache und ich bin mal gespannt, wie sich die EU-Trulla vonne Grünen da herumwinden wird!


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