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Es ist schwierig, im Schrank zu duschen...

Der niederländische Fußballverband KNVB empfiehlt schwulen Amateur- und Profispielern mit einem 30-sekündigen Video, ihre sexuelle Orientierung nicht länger geheim zu halten.

"Fußballspieler haben keine Vorbilder in Holland, weil es keine offen schwulen holländischen Spieler gibt", begründete KNVB-Pressesprecherin Marloes van der Laan die Initiative. Der Verband hatte bereits im vergangenen Monat den Elf-Punkte-Plan "Fußball für alle" veröffentlicht, der vorsieht, Spieler, Trainer und Schiedsrichter in Workshops zu sensibilisieren.

Das Kurz-Video, das der öffentlich-rechtliche Fernsehsender BNN in Zusammenarbeit mit dem KNVB in Auftrag gegeben hat, zeigt einen Fußballer, der auf dem Fußballplatz buchstäblich im Schrank gefangen ist ("in the closet" bedeutet auf Englisch "ungeoutet"). Das Video ist sowohl auf Englisch als auch auf Niederländisch erschienen. Am Ende des Spots zeigt sich der "Schrankspieler" schließlich beim Mannschaftsfoto ohne sein "Gefängnis". Dann erscheint die Einblendung: "Warum kommst du nicht aus dem Schrank heraus? Dein Team ist auf deiner Seite." Schließlich heißt es: "Schwul? Das ist nichts Komisches". Das Video wurde bereits letzten Monat in der Werbepause des Spiels Niederlande gegen Andorra im TV gezeigt.

Youtube | Der Werbespot (Niederländisch)

"Das Team akzeptiert ein Coming-out"

Laut KNVB-Sprecherin van der Laan ist die Angst vor der dem Coming-out unbegründet: "Viele männliche Fußballer haben Probleme damit, aber wenn sie ihr Coming-out haben, reagiert das Team normal und akzeptiert es". Der Werbespot solle dazu beitragen, die Clubs auf diese Problematik aufmerksam zu machen und eine Atmosphäre zu schaffen, in denen schwule Spieler willkommen geheißen werden.

In Deutschland erklärten dagegen immer wieder Spieler, dass nach einem Coming-out die Karriere eines Fußballprofis zu Ende sei. So sagte der 51-jährige Rekordnationalspieler Lothar Matthäus vor einer Woche in einem Radiointerview: "Ich glaube, [nach dem Coming-out] sollte man besser mit dem Fußballspielen aufhören" (queer.de berichtete). Anfang September empfahlen auch die früheren Bundesliga-Spieler Uli Borowka und Michél Mazingu-Dinzey aktiven schwulen Kollegen, ihre sexuelle Orientierung zu verheimlichen, weil ihnen Ehrlichkeit das Leben zur Hölle machen würde (queer.de berichtete). Dagegen haben Nationaltorwart Manuel Neuer und Bayern-Präsident Uli Hoeneß in der Vergangenheit erklärt, dass Spielern ein Coming-out keine Probleme bereiten würde. (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Noch immer warten wir auf das Coming-out eines schwulen Fußballers. Aber wie gut kickst Du selbst eigentlich den Ball?
    Ergebnis der Umfrage vom 05.11.2012 bis 12.11.2012


#1 Thorsten1Profil
  • 02.11.2012, 16:19hBerlin
  • Schwule Fußballspieler, die sich outen, werden in den brutalen Hexenkesseln der Stadien von Feyenoord Rotterdam oder Ajax Amsterdam die Hölle auf Erden erleben! Gerade die holländischen Fußballfans sind für ihre Brutalität bekannt.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 paren57Ehemaliges Profil
  • 02.11.2012, 17:51h
  • Die Gewalt, die schon so in den Stadien zu herrschen scheint, stimmt nicht gerade optimistisch. Aber vielleicht funktioniert das auf den unteren Ebenen ja tatsächlich. Da kennen sich die Leute noch persönlich aus dem privaten Umfeld und auch die Fans sind eventuell zivilisierter. Ein Risiko bleibt sicherlich. Andererseits, wenn niemand mal anfängt, wird da nie was draus. Kann man nur hoffen, dass die Fußballoberen dann auch zu ihrem Wort stehen und die Leute, die aus dem Schrank kommen, nicht fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.
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#4 PeerAnonym
  • 02.11.2012, 20:56h
  • Die Niederländer waren immer schon viel weiter...

    Hier in Deutschland meint ja jeder, schwule Fußballer so lange vor einem Coming Out zu warnen, bis die das Geschwafel irgendwann sogar glauben.

    Dabei haben diese Leute nur selber Angst, dass der Fußball offener werden könnte...
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#5 AmelieAnonym
#6 bashingAnonym
  • 03.11.2012, 05:59h
  • ein nationalspieler hat mal gesagt das einzige problem sei die umkleidekabine.
    anscheinend denken die spieler ernsthaft sobald sich ein schwuler spieler outet fällt er in der kabine über die anderen her
    noch undenkbarer ist es wohl geouteter trainer im jugendfussball zu sein, so meinte koksnase daum das diese eine gefahr für jugendliche wären.
    solche vorurteile werden regelmäßig und aktuell durch die berichterstattungen bekräftigt.
    fühlt sich eine gerade 14jahre alt gewordene von ihrem lehrer sexuell genötigt lautet der bericht neutral "sex mit schülerin" und die kommentare gehen in entsprechende richtung ( das die schülerin doch selber schuld wäre etc...ohne das die leute mal daran denken das man 14jährige manipulieren kann).
    fühlt sich aber ein knapp 16jähriger junge von einem schwulen pärchen genötigt ist der artikel mit "kindesmissbrauch" betittelt und die kommentare handeln nur so von pädo- vorwürfen.

    www.welt.de/newsticker/news3/article110535033/Bewaehrungsstr
    afen-fuer-Kindesmissbrauch-bei-Parkeisenbahn.html


    zudem war das mit der schülerin überregional und detaliert in sämtlichen zeitungen, das mit dem jungen nur in der lokalpresse als schmutzige missbrauchsstory.
    sexuelle nötigung soll natürlich zu recht vor gericht behandelt werden, aber es ist unglaublich wie sehr die presse mit zweierlei maß mist.
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#7 bashingAnonym
#8 nederlandAnonym
#9 SebiAnonym
  • 03.11.2012, 10:03h
  • Antwort auf #6 von bashing
  • Vor allem: selbst wenn der schwule Spieler die Schwänze der anderen anschauen will, hat er das auch vor dem Outing längst gemacht.

    Manche Leute meinen irgendwie, wenn man ungeoutet ist, sei man auch nicht schwul und man würde erst am Tag des Outings plötzlich von einer Sekunde auf die nächste schwul.
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#10 NicoAnonym
  • 04.11.2012, 10:14h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • Ja, die Holländer sind ja für ihre Brutalität weltweit gefürchtet.

    Die überziehen die Welt mit Kriegen. Ups, das war ja Amiland.

    Okay, aber sie haben ein Problem mit rechtem Terror während Politik, Polizei und Geheimdienst wegsehen. Ups, auch falsch, war Deutschland.

    Egal, die Holländer müssen ja ein brutales Volk sein, wenn sie sogar die Ehe als erstes Land weltweit geöffnet haben, schon davor volle Gleichstellung im Adoptionsrecht haben, etc. Deswegen gibt auch das Auswärtige Amt laufend Reisewarnungen für die Niederlande aus.
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