Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 05.11.2012           10      Teilen:   |

"Beschämend für Regierung"

Malawi setzt Homo-Verbot aus

Justizminister Ralph Kasambara verkündete die Aussetzung der Verfolgung von Homosexuellen
Justizminister Ralph Kasambara verkündete die Aussetzung der Verfolgung von Homosexuellen

Die Polizei in Malawi soll künftig keine Schwulen mehr verfolgen: Der Justizminister hat am Montag die Beamten angewiesen, Homosexuelle nicht mehr zu verhaften.

Minister Ralph Kasambara erklärte als Grund für das Moratorium verfassungsrechtliche Probleme mit den Gesetzen gegen Homosexualität: "Wenn wir weiter Menschen verhaften und verurteilen lassen aufgrund von Gesetzen, die später für verfassungswidrig erklärt werden, wäre das beschämend für die Regierung", so Kasambara nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. "Es ist besser, wenn ein Krimineller ungeschoren davonkommt, als wenn wir viele unschuldige Menschen ins Gefängnis werfen". Das Gesetz könne nicht sofort abgeschafft werden, da es zunächst eine gesellschaftliche Debatte darüber geben müsse.

Derzeit drohen schwulen Männern bis zu 14 Jahre Haft. Das Gesetz geht auf die britische Kolonialherrschaft zurück. Homosexueller Geschlechtsverkehr unter Frauen kann ebenfalls unter diesem Paragrafen verfolgt werden, auch wenn Frauen nicht ausdrücklich in dem Gesetz erwähnt werden. Gelebte Homosexualität ist in weiteren 37 afrikanischen Ländern verboten, teilweise droht sogar die Todesstrafe.

Fortsetzung nach Anzeige


Westen droht mit Kürzung der Entwicklungshilfe

Die Verfolgung von Homosexuellen in Malawi erregte 2010 internationales Aufsehen: Damals wurden der 28-jährige Tiwonge Chimbalanga und der 21-jährige Steven Monjeza bei ihrer symbolischen Hochzeit verhaftet und zu 14 Jahren Haft verurteilt. Wenige Tage später wurde das Paar aber durch Malawis damaligen Präsidenten begnadigt (queer.de berichtete). Seither gibt es Debatten über die Aufhebung des Gesetzes. Das wird auch von europäischen Ländern gefordert, die dem Land mit Konsequenzen bei der Entwicklungshilfe drohen. Deutschland hat wegen der homophoben Gesetze im vergangenen Jahr bereits die Entwicklungshilfe gekürzt (queer.de berichtete).

Die malawische Präsidentin Joyce Banda hatte Mitte 2012 noch angekündigt, das Homo-Verbot kippen zu wollen. Allerdings erklärte die frühere Frauenrechtlerin vor gut einem Monat, dass sie nun doch an dem Gesetz festhalten wolle, da es in der Öffentlichkeit populär sei (queer.de berichtete).

In Malawi leben 15 Millionen Menschen, die meisten davon in ärmlichen Verhältnissen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 350 Dollar pro Einwohner liegt Malawi noch hinter Ländern wie Simbabwe oder Äthiopien. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 10 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 59             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: malawi
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Malawi setzt Homo-Verbot aus"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
05.11.2012
16:22:11


(+6, 6 Votes)

Von Sebi


Das hat wohl zur Hauptsache mit den Drohungen des Westens zu tun, bei anhaltender Homoverfolgung Entwicklungsgelder zu kürzen.

Da sieht man wieder mal, dass das Kürzen / Streichen von Entwicklungsländern oder auch nur schon das Drohen damit, das einzige Mittel ist, die Situation zu ändern. Noch dazu sehr schnell.

Manche Träumer sagen ja immer, solche Maßnahmen würden den Schwulen vor Ort mehr schaden als nützen, aber man sieht wieder mal: das Gegenteil ist der Fall.

Im Gegensatz zu Worten, die eh auf taube Ohren stoßen ist sowas das einzige, was wirklich hilft...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
05.11.2012
16:30:50


(-2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Mi9nister Kasambara hat richtig entschieden!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
05.11.2012
16:40:34


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User ererer


Eine Art von 'Hintertur' also, die Legalisierung der Homosexualitat ohne das ausdrucklich und endgultig zu machen (weil im Parlament das nicht geht und die Bevolkerung auch sowieso klar dagegen ist). Eine Analogie im Westen ist wohl die 'eingetragenen Partnerschaften' - sie sind im Prinzip Ehen, ohne formelle Veranderungen im Zivilrecht zu machen. Noch nicht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
05.11.2012
16:49:11


(-10, 10 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #3 von ererer


Hat Deine Tastatur die Umlaute verschluckt?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
05.11.2012
17:05:11


(+9, 9 Votes)

Von ehemaligem User ererer
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


Wie Du siehst, schreibe ich aus Litauen. Es gibt bei uns keine Tastaturen zu verkaufen, die mit den Umlauten waren. Schade, ich weiss.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
05.11.2012
18:43:32


(+3, 3 Votes)

Von Joonas
Antwort zu Kommentar #1 von Sebi


Volle Zustimmung!

Man sieht wieder mal, dass Fakten und Argumente bei diesen Leuten nichts bringen und nur das Drohen finanzieller Sanktionen wirklich was ändert.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
05.11.2012
22:38:11


(+2, 2 Votes)

Von FOX-News
Antwort zu Kommentar #5 von ererer


Fuer den Leser ist es praktisch, wenn man auf Tastaturen ohne Umlaute schreibt, die Umlaute Ä Ö Ü durch AE OE UE zu ersetzen.

Dank der Geldreduktion tut sich eben doch was.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
06.11.2012
00:14:34


(-1, 1 Vote)

Von Bilbo Baggins
Antwort zu Kommentar #5 von ererer


Ignorier den einfach, das ist ein bekannter Troll.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
06.11.2012
08:06:45


(+1, 1 Vote)

Von Timm Johannes


Der Druck über die Kürzung von Entwicklungshilfegeldern aus Europa und Amerika muss auf afrikanische Entwicklungssstaaten sowie auf karibische Inselstaaten erhöht werden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
06.11.2012
08:54:47


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #8 von Bilbo Baggins


Schließ doch nicht immer von Dir auf Andere!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 Ort: Lilongwe


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck: "Ich bin noch lange nicht weg" Leander Haußmann will Merkel wählen – wenn sie die Ehe öffnet Bis zum Jahr 2000 durften Schwule keine Berufssoldaten werden Volker Beck: Der Beste wurde kaltherzig abserviert
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt