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  • 05.11.2012           25      Teilen:   |

Frankreich

"Front National" fordert Volksentscheid über Ehe-Öffnung

Marine Le Pen hat 2011 die Führung des rechtsradikalen "Front National" von ihrem Vater übernommen
Marine Le Pen hat 2011 die Führung des rechtsradikalen "Front National" von ihrem Vater übernommen

"Front National"-Chefin Marine Le Pen glaubt, dass es entgegen der Umfragen keine Mehrheit für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in Frankreich gibt – und ruft nach einem Volksentscheid.

Im Fernsehsender BFM-TV erklärte Le Pen am Sonntag, eine resolute Gegnerin von Homo-Rechten, sie fühle sich an den Volksentscheid über die Europäische Verfassung im Jahr 2005 erinnert. Das Regelwerk wurde damals überraschend mit 55 Prozent der Stimmen von den Franzosen abgelehnt, obgleich Umfragen eine Mehrheit für die Europa-Befürworter vorausgesagt hatten. "Wir sollten Volksentscheide für Fragen wie diese halten", so Le Pen. "Wir können nicht weiter über einen Dialog sprechen und eine echte Debatte untersagen". Umfragen zufolge befürworten derzeit zwei Drittel der Franzosen die Öffnung der Ehe. Allerdings gibt es keine klare Mehrheit, wenn nach der Gleichstellung im Adoptionsrecht gefragt wird.

Die Europaabgeordnete Le Pen hatte bereits in den letzten Jahren wiederholt die Einführung von Volksentscheiden vorgeschlagen, um ihre eigene Agenda zu bewerben: So hatte sie etwa nach der Mordserie eines Islamisten im März ein Referendum über die Wiedereinführung der Todesstrafe angeregt.

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UMP ruft zu Protestaktionen auf

Die sozialistische Regierung will am Mittwoch im Parlament über ihren Gesetzentwurf zur Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht beraten. Die größte Oppositionspartei, die konservative UMP, lehnt das Vorhaben kategorisch ab. Letzte Woche hatte UMP-Generalsekretär Jean-François Copé die Bevölkerung dazu aufgerufen, gegen die Homo-Ehe auf die Straße zu gehen (queer.de berichtete).

Neben der UMP und dem "Front National" macht insbesondere die katholische Kirche gegen die Gleichbehandlung mobil. Am Sonntag hat der Pariser Kardinal André Vingt-Trois, der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz, in mehreren Reden davor gewarnt, dass die Ehe-Öffnung die Zukunft der Kinder beeinträchtigen würde: "Wir verteidigen das Recht der Kinder, ihre eigene Persönlichkeit aufzubauen und dabei Hilfe zu erhalten von dem Mann und der Frau, die ihnen Leben gegeben haben", erklärte Vingt-Trois. Man verteidige dabei eine Lebensform, die "seit dem Beginn der Zeit" der Standard gewesen sei. (dk)

Mehr zum Thema:
» "Front National" wollte CSD verhindern (23.06.12)
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Tags: frankreich, marine le pen, front national, homo-ehe, katholische kirche
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Reaktionen zu ""Front National" fordert Volksentscheid über Ehe-Öffnung"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
05.11.2012
16:38:07


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Da sieht man einmal wieder, wie in Frankreich das Gesocks der Homogegner - UMP, Katholiban sowie Front National - versuchen, das französische Volk mit ihrem realitätsfremden Geschwurbel für sich einnehmen wollen! Mesdames et Messieurs, ziehen Sie sich warm an, Ihr Volk ist nicht so bescheuert, wie es immer denken!


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#2
05.11.2012
16:55:54


(+4, 6 Votes)

Von knatzgil
Aus ettelbruck (Luxemburg)
Mitglied seit 15.12.2008


Woher weiss Herr 23 Dass diese Lebensform"seit dem beginn der Zeit"Der Standard gewesen ist.
Hellseher? Prophet?.
Ich tendiere eher zur Dumpfbacke die jeden Schrott der aus Rom kommt nachplappert wie ein Papagei.
Der Arschtritt der Französischen Regierung für Madame Le Pen und Monsieur Kardinal sind schon vorprogrammiert:-))))


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#3
05.11.2012
17:01:08


(+8, 8 Votes)

Von ehemaligem User ererer


Die offentliche Unterstutzung fur die Homo-Ehe unter den Franzosen ist tatsachlich um 5% gesunken (am Samstag war das eine wichtige Nachricht im franzosischen Fernsehen). Und das ist wohl nicht erstaunlich: fruher war die Homo-Ehe eine rein soziologische-hypotetische Diskussion, jetzt - rein politische. Die Umfragewerte der Sozialisten sinken dramatisch, so sinken auch die ihrer politischen Iniativen, der Homo-Ehe inklusive. Es ist fast schon erstaunlich, dass immer noch 58% die Homo-Ehe und immerhin noch 50% die Homo-Adoption befurworten. Je mehr Zeit ohne Gesetz vergeht, man diskutiert nur, desto grosser das Risiko, dass die offentliche Meinung noch etwas feindlicher zu dieser Frage wird. Die Europa-Vewrfassung ist 2005 in der Tat wegen der damals schon gewaltigen Inpopularitat von Jaques Chirack beim Referendum gescheitert, so konnte im Prinzip auch mit der Homo-Ehe passieren. Deshalb - kein Referendum! Schneller mit dem Gesetzesentwurf in der 'Assemblee Nationale', bitte! Frankreich, beeile dich! Die Homo-Gruppen sollten auch etwas aktiver werden - immerhin werden die Demonstrationen gegen die Homo-Ehe in allen grossen Stadten schon zum zweiten Mal organisiert, ein Kuss zwischen zwei (ubrigens, heterosexuellen) Frauen wie der in Marseilles reicht gar und ganz nicht.


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#4
05.11.2012
18:41:24


(-4, 6 Votes)

Von Gayreporter


Dass die Linke immer nur beliebt ist, bis sie dran ist, ist ja nun nichts Neues... Sie will uns den Sozialismus halt immer noch als Erfolgsmodell verkaufen, notfalls grün lackiert.


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#5
05.11.2012
18:41:55


(+6, 6 Votes)

Von Joonas


Diese geforderte Volksabstimmung gab es bereits: sie hieß Wahl und war erst vor ein paar Wochen.

Die Sozialisten haben die Wahl deutlich gewonnen, u.a. mit ihrer Forderung der Ehe-Öffnung.

Dass die Ewiggestrigen sich nie mit einem Wahlergebnis abfinden können, sondern immer alles mögliche verhindern wollen, was ihnen nicht passt.

Soll jetzt der französische Steuerzahler viel Geld für eine neuerliche Abstimmung zahlen, nur weil die Homohasser sich nicht mit dem Wahlergebnis abfinden können?!


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#6
05.11.2012
19:34:11


(+3, 5 Votes)

Von Homoehe


Volksentscheid ist ein Schwachsinn, weil man alle Leute fragen könnte, sind Sie hetero, homo,bi? Kirche vom Staat trennen. Sich 2 küssende Frauen mit idiotischem Blick von alten
Frauen, die entsetzt sind, weil sie schon alt sind ist lächerlich. Wen stört das? Alte Frauen.


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#7
05.11.2012
20:14:50


(+7, 7 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #6 von Homoehe


menschenrechte sind kein verhandelbares und auch kein, mittels mehrheitsmeinung bestimmbares etwas.. es ist menschenrecht, dass grundsätzlich existiert, unabhängig von gerade vorherrschenden meinungsströmungen!

Über wirtschaft, über ökologie oder sonstig soziale bedingen soll das volk direkt entscheiden können, statt es in die hände manipulierbarer politiker zu legen.
Der politiker soll dann erfüllungsgehilfe sein, nicht aber den inhalt bestimmen.
Eh ein grundsätzliches missverständnis fast aller politiker im lande, die da glauben über ihr mandat Ihr eigenes weltbild vertreten zu können.
Auch hier die frage nach dem "auftrag" gestellt werden muss, besonders wenn politiker eine bestimmte meinung einnehmen , die eindeutig nicht mehr die der gesellschaftlichen mehrheit entspricht!


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#8
05.11.2012
20:17:42
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von westliches
Antwort zu Kommentar #6 von Homoehe


Nicht nur alte Frauen, ich kenne auch junge Frauen die Lesben, bzw lesbisches ekelig finden. Ist wohl das Pendant zu jenen männlichen Heteros die alles was in Richtung schwul geht abwerten. Das Zärtlichkeiten zwischen Frauen insgesamt akzeptierter sind, liegt auch an gesellschaftlichen Faktoren und unterscheidet sich in verschiedenen Gesellschaften.


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#9
05.11.2012
20:20:11


(+6, 6 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Ein Referendum? So ein Schwachsinn! Wie man weiß, sind die meisten Franzosen, wie in anderen Ländern auch heterosexuell. Naaaa, soo was! Wer soll Sonntags früh aufstehen wollen, um seine Stimme über ein Thema abzugeben , das nur eine Minderheit betrifft. Mit 20% Wahlbeteiligung wird man keine Tatsachen schaffen. Die Franzosen haben sich, für eine Regierung entschieden, die ein klares Programm hatte. Jetzt sollte es alles klar sein. Die Öffnung der Ehe muss kommen und damit basta. In Spanien hatten die Kirche und die konservativen Parteien auch den Untergang des Abendlandes prophezeit und ein Referendum aufzwingen wollen. Die Regierung blieb aber hart und ich hoffe, dass es in Frankreich auch so laufen wird. Marions-les et qu'ils soient heureux!


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#10
05.11.2012
20:27:34


(+5, 7 Votes)

Von small


Das Beste was die Französische Revolution geschaffen hat ist die Trennung von Kirche und Staat!!!
Eine Errungenschaft, die in Deutschland bisher nicht erreicht wurde.


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