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Gedenken an schwule NS-Opfer

Neuer Stolperstein in Wuppertal


Stolpersteine sind inzwischen in 500 Orten in Deutschland verlegt worden (Bild: Wiki Commons / James Ssteakley / CC-BY-SA-3.0)

Am Freitag soll in Wuppertal-Elberfeld ein Stolperstein verlegt werden, der an den von den Nazis wegen seiner Homosexualität ermordeten Zahnarzt Karl Paul Paetzel erinnert.

Paetzel wurde am 17. Juli 1942 im Konzentrationslager Sachsenhausen ermordet. Das Gebäude am Ort der Verlegung hat heute im Erdgeschoss ein griechisches Lokal. In den 40er Jahren betrieb an gleicher Stelle der Vater von Karl Paul Paetzel eine Gaststätte.

Im Sommer 1942 wurden im KZ Sachsenhausen zwischen 200 und 600 schwule Männer ermordet, nur ein Bruchteil davon ist durch Forschung bis heute namentlich bekannt geworden. Einer dieser Männer war Karl Paul Paetzel, er wurde nur 26 Jahre alt und Opfer der größten gezielten Mordaktion gegen Homosexuelle. Zu den anderen Opfern gehörte auch der 25-jährige Elektriker Werner Bangert aus Duisburg (angebliche Todesursache "Lungenentzündung") und der 44-jährige Volksschullehrer Heinrich Wahle aus Bochum (angeblich "auf der Flucht erschossen").

Nachdem im Jahr 2011 der erste Stolperstein für einen ermordeten Homosexuellen aus Wuppertal verlegt worden war, hatte sich die grüne Ratsfraktion bereit erklärt, die Patenschaft für den Stolperstein für Karl Paul Paetzel zu übernehmen.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Die Aktion erinnert an Todesopfer der NS-Zeit, indem am letzten selbst gewählten Wohnort der Personen Gedenktafeln aus Messing ins Pflaster des Gehwegs eingelassen werden. Inzwischen liegen entsprechende Steine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. (pm/dk)

Stolpersteinverlegung für Karl Paul Paetzel

9. November, 15:45 Uhr, Blumenstraße 28, Wuppertal-Elberfeld