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  • 06.11.2012           13      Teilen:   |

kreuz.net: Hinweise an Staatsanwaltschaft übergeben

Nach mehreren Hetzartikeln zum Tod von Dirk Bach hatte der Bruno Gmünder Verlag eine Initative zur Ergreifung der Macher gestartet und eine Belohnung für Hinweise ausgelobt
Nach mehreren Hetzartikeln zum Tod von Dirk Bach hatte der Bruno Gmünder Verlag eine Initative zur Ergreifung der Macher gestartet und eine Belohnung für Hinweise ausgelobt

Rund vier Wochen nach der Gründung der Initiative "Stoppt kreuz.net" haben sich der Koordinator und die Rechtsanwältin der Kampagne am Dienstag mit der Berliner Staatsanwaltschaft getroffen. David Berger und Sissy Kraus übergaben dabei zahlreiche Hinweise, die in den letzten Wochen zusammengekommen waren.

Nach Informationen des "Spiegel" sei unter anderem eine Liste mit fünf Personen übergeben worden, die man der Mitarbeit an dem Hass-Portal verdächtige: Eine Person lebt demnach in Deutschland, eine in der Schweiz, drei leben in Österreich. Alle Verdächtigen sollen Angestellte der katholischen Kirche sein. Den Namen einer weiteren Person, eines deutschsprachigen Bischofes, habe man noch nicht weitergegeben, weil die Beweise noch nicht ausreichten.

Nach Angaben von Berger habe sich der Staatsanwalt sehr kooperativ und interessiert gezeigt. Zwei Vertreter der Kriminalpolizei seien anwesend gewesen und werden die Ermittlungen weiter führen, einer ist ein Fachmann für Internetkriminalität.

Fortsetzung nach Anzeige


Priester aus Mainz unter Verdacht

Der Artikel des "Spiegels" befasst sich zudem mit dem Priester Hendrick Jolie aus dem Bistum Mainz, der auch als ein Sprecher des konservativen Netzwerks katholischer Priester fungiert. Mehrere Texte des Priesters waren auf kreuz.net erschienen; er hatte bislang allerdings abgestritten, diese zur Verfügung gestellt zu haben.

Allerdings legten Online-Kommentare, die Jolie zuzuordnen sein könnten, und ein eMail-Verkehr mit der Redaktion eine größere Zusammenarbeit nahe, so das Magazin. Dies sei wohl "unter Mitwissen des Priesternetzwerks" geschehen. Dieses hatte sich zuletzt von diffamierenden und diskriminierenden Artikeln distanziert – solche hatte Jolie allerdings offenbar auch nicht veröffentlicht. Der Sprecher des Bistums Mainz sagte dem Magazin über Jolie: "Er hat verneint, mit kreuz.net in Verbindung zu stehen und sich ausdrücklich distanziert".

Leiter der Lukas-Schule schrieb homofeindliche Texte

Die Webseite der Lukas-Schule
Die Webseite der Lukas-Schule

Am Wochenende hatte bereits ein Bericht der "Süddeutschen Zeitung" für Empörung gesorgt, wonach der Leiter der Münchner Lukas-Schule auf kreuz.net veröffentlicht hätte. Die staatlich geförderte Schule der evangelischen Kirche war zuvor unter Beschuss geraten, nachdem Lehrer im Unterricht erzählt haben sollen, dass Homosexuellen der Teufel droht (queer.de berichtete).

Entsprechende Berichte der "Süddeutschen" hatte die Schule zunächst zurückgewiesen und einzelne Eltern beschuldigt; inzwischen wird die Schule vom Kultusministerium und der Kirche überprüft. Der neue Vorwurf mit der Verbindung zu kreuz.net könnte der Zeitung allerdings Probleme bringen: Das Portal hatte offensichtlich nur Texte veröffentlicht, die an anderer Stelle schon online waren.

So gehörte Schulleiter Jörg Birnbacher zu den Unterzeichnern einer auch auf kreuz.net verbreiteten Resolution, die sich vor einigen Jahren im Streit um ein "Homo-Heiler"-Seminar in Marburg für Meinungsfreiheit aussprachen (queer.de berichtete). Allerdings mit deutlichen Worten: Homosexualität sei ein "erhebliches gesundheitliches und psychisches Risiko", "international ausgewiesene Wissenschaftler" hätten zudem bezeugt, "dass Veränderung einer homosexuellen Neigung möglich ist." Die "totalitären Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände" versuchten mit Einschüchterungen und Verleumdungen, die Debatte zum Schweigen zu bringen.

Als der Schulleiter noch Sprecher des "Forums Geistige Wende" war, schrieb er zudem 2006 einen Text, in dem er einen Homo-Protest anlässlich des Besuches des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski in Berlin kritisierte. "Ein solches pöbelhaftes Verhalten, das den guten Ruf unseres Landes schädigt", sollte von den Behörden unterbunden werden. Denn die "radikalen Homo-Aktivisten" könnten "für ihre absurden politischen Forderungen keine vernünftigen Argumente vorbringen", sondern verwendeten "nicht selten Methoden der Einschüchterung und des psychologischen Drucks gegen Andersdenkende".

Anlass des Homo-Protests waren CSD-Verbote in Polen. Die Kritik von Birnbacher war ebenfalls auf kreuz.net erschienen. Unabhängig von der Frage, ob eine Verbindung zu dem Hetzportal besteht, wird in den nächsten Tagen die Frage zu klären sein, ob der Autor solcher Texte Schulleiter bleiben kann. Zuvor unterrichtete er Deutsch, Geschichte und Ethik am Nürnberger Abendgymnasium. (nb)

Links zum Thema:
» Initiative "Stoppt kreuz.net"
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Tags: kreuz.net, lukas-schule, david berger
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Reaktionen zu "kreuz.net: Hinweise an Staatsanwaltschaft übergeben"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
06.11.2012
19:12:09


(-4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Daß drei von diesen Schmierfinken, die das Portal betreiben, aus Ösiland kommen, überrascht mich gar nicht! Ein weiterer Grund, weshalb ich um das Land einen großen Bogen mache!


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#2
06.11.2012
19:22:22


(+7, 9 Votes)

Von Aleister Crowley
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Hallo liebe Kreuz net Macher ich belege euch mit einem Fluch ständig werdet Ihr von den Dämonen Sucubi geritten und natürlich erscheint euch Incubus mit Ihr euch selbst das gemächt abschneidet.....


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#3
06.11.2012
19:38:48


(+8, 8 Votes)

Von Archäologe


Das glaube ich aber nicht, dass die Süddeutsche Zeitung da Probleme bekommt!

Die mit Jörg Birnbacher (heute Leiter der Lukas-Schule) gezeichneten Artikel "Wenn die Faust zum Argument wird", "Ein neues 'Protokoll der Weisen von Zion'" und "Der Staat als Zuhälter" sind ausschließlich auf kreuz.net online.

Die Artikelnummern auf kreuz.net sind 2881, 2944 und 2873 (hier lieber ohne Link auf das indizierte Blog kreuz.net).

Lediglich die "Marburger Erklärung" ist die Nachveröffentlichung eines gemeinfrei gestellten Textes.


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#4
06.11.2012
20:20:43


(+12, 12 Votes)

Von in den Knast


Denen scheint "der Arsch auf Grundeis" zu gehen und wie ein in die Enge getriebenes Tier beißen sie noch einmal wild um sich

Zitat kreuz.net Anfang

"Die letzten Nester des christlichen Widerstandes werden ausgehoben.
Wer sich in HS-Deutschland der HSDAP der Homosexuellen Deutschen Afterpartei widersetzt, wird gnadenlos fertiggemacht.

Gaystapo-Verhör anberaumt. Heute hetzte das deutsche Dreck-Druckerzeugnis Süddeutsche Zeitung gegen Jörg Birnbacher den Leiter des protestuntischen Münchner Lukas-Gymnasiums.

[.] Die Protestunten im Dienst der Gaystapo. Die Anführer der Bayrischen Staats-Protestunten reagierten auf eine Denuntiation in dem Homo-Blatt Süddeutsche.

[.] Die neuen Juden Deutschlands
Das mächtige Homo-Blatt Süddeutsche hetzte bereits am 19. Oktober gegen das Lukas-Gymnasium. [] auf christliche Bekenntnisschulen wartet in HS-Deutschland eine unmittelbar bevorstehende Homo-Kristallnacht."

(kreuznet 04.11.12)

Zitat-Ende

Was für eine faschistische Terminologie von krankhaft schwulenfeindlichen verklemmten Klerikalen!


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#5
06.11.2012
20:43:47


(+8, 10 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von in den Knast


dahilft nur noch SICHERUNGSVERWAHRUNG !


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#6
06.11.2012
21:28:25


(+8, 10 Votes)

Von Timm Johannes


Ich kann David Berger und Sissy Kraus sowie die jetzt aktivv werdenden Aktivisten in Berlin nur loben und Sie hier anspornen. Setzt jetzt hartnäckig nach.

Allein der Hassartikel zum Tode von Dirk Bach war wirklich unterste Gosse. Die Verantwortlichen von kreuz.net gehören verhaftet und vor Gericht gestellt.


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#7
06.11.2012
22:26:29


(+5, 5 Votes)

Von Marek


Auch bei dem, wo die bisherigen Beweise leider noch nicht ausreichen sollte man das bisherige übergeben. Dann kann die Staatsanwaltschaft da weiterermitteln.

Ich hoffe, dass sich bald etwas tut und die Autoren zur Rechenschaft gezogen werden. Und dass vor allem auch der Betreiber gefasst wird.


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#8
06.11.2012
22:33:27


(+4, 4 Votes)

Von Johannes1989
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.04.2012


Soll keine Schleichwerbung sein, aber hier mal ein ganz herzlicher Dank an den Gmünder-Verlag - ohne seine 15.000-Euro Kopfgeldaktion und die damit verbundenen Aktionen hätte die Sache niemals diese Aufmerksamkeit und damit den Erfolg bekommen, den sie jetzt hat. Schon jetzt hat damit die sonst so häufig zerstrittene Community in großer Einmütigkeit ein klares Zeichen der Wehrhaftigkeit und des Engagements gegen Homophobie und Menschenverachtung gesetzt! Vielleicht wird das der Beginn einer neuen sehr engagierten Bewegung ...


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#9
06.11.2012
22:45:57


(+7, 9 Votes)

Von in den Knast


Hier gehts zum SPIEGEL-ONLINE Artikel:

"Die Priester und das Hetzportal"

Link zu www.spiegel.de


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#10
07.11.2012
09:43:08


(+2, 2 Votes)

Von Robin


Hoffentlich wird bald den Betreibern und allen dort tätigen Autoren das Handwerk gelegt. Und neben juristischen Folgen sollten auch die Namen veröffentlicht werden, damit jeder weiß, vor welchen Leuten man sich besonders in Acht nehmen sollte...


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