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Der zweitklassige Schauspieler Jeffrey schwört dem Männersex ab, da er sich vor Aids fürchtet, bis er auf seine große Liebe trifft...

Von Dirk Jung

"Jeffrey" basiert auf dem Theaterstück von Paul Rudnick, der für den Film auch das Drehbuch schrieb. Der zweitklassige Schauspieler Jeffrey (Steven Weber) schwört dem Männersex ab, da er sich vor Aids fürchtet. Kaum versucht er, sich in einem Fitness-Studio abzulenken, lernt er dort den Adonis Steve Howard (Michael T. Weiss) kennen. Sie verlieben sich, doch als Jeffrey erfährt, dass sein Traummann HIV-positiv ist, zieht er sich aus der anbahnenden Beziehung zurück. Steve leidet und der Film, der mehr eine Komödie als ein Drama ist, zeigt sich nachdenklich. Nachdem Jeffrey bei einer Wunderheilerin (Sigourney Weaver) und einem - dem Zölibat nicht ganz zugeneigten - Pfarrer (Nathan Lane) vergeblich Hilfe in seinen Bemühungen um Askese sucht, erhält die Geschichte eine Wende. Jeffreys Freunde Sterling (Patrick Stewart) und Darius (Bryan Batt) sehen die Situation der unglücklich Verliebten weniger dramatisch und werden in Sachen Kuppelei tätig.

Eine sehr gut besetzte Komödie, in der Shakespeare-Schauspieler und Star-Trek-Kapitän Patrick Stewart einmal mehr seine Wandlungsfähigkeit beweist. Pretender-Star Michael T. Weiss sieht nicht nur gut aus, sondern glänzt in einer Szene, die ein wenig an die Interpretation der Callas-Arie durch Tom Hanks in Philadelphia erinnert. Sigourney Weaver kann selbst in einer Nebenrolle überzeugen, ebenso wie Schwulen-Ikone Olympia Dukakis. Letztere tritt bei der New Yorker Pride als Mutter einer transsexuellen, lesbischen Tochter auf. Nathan Lane (hier in der Rolle des Musical-liebenden Pfarrers) wurde bei uns als recht femininer Albert aus "The Birdcage", dem amerikanischen Remake von "Ein Käfig voller Narren", neben Robin Williams bekannt. Bryan Batt hat in der Off-Broadway-Produktion von "Jeffrey" die Rolle des Darius gespielt und als realitätsbezogener Gag ist er einer der Darsteller in Cats am Broadway - im Film wie im echten Leben.

Skurril ist der Auftritt einer Mutter-Theresa-Gestalt oder auch eine Traumszene tanzender Kellner samt der dazugehörigen Aids-Benefizveranstaltung. Der Film setzt sich auf ironische, selbstkritische Weise mit dem Thema Aids auseinander, ohne dabei ins Lächerliche zu verfallen. Die DVD erschien bei Kinowelt/Arthaus. Außer dem englischen und deutschen Ton mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln und dem Trailer gibt es keine Extras.

Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo) Englisch (Dolby Digital 1.0 Mono)
Untertitel: Deutsch, ausblendbar
Bildformat: 1.66:1
DVD Extra: Trailer
Laufzeit 90 Minuten


13. Oktober 2004



#1 hans dieterAnonym
  • 26.06.2007, 19:22h
  • wer mehr vom michael t.weiss sehen will solltesich auf premiere die folgen vom pretender anschauen
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#2 mvsAnonym
  • 26.06.2007, 23:47h
  • also erstens bitte keine werbung für premiere :)

    zweitens: man darf sich the pretender eigentlich NUR wegen ryan merriman ansehen, und nicht wegen michael weiss.
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