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  • 07. November 2012, noch kein Kommentar

Lässig und Funky: Das vierte Album von Donald Fagen (Bild: Warner Bros Records / Warner Music)

Mit Steely Dan feierte er Welterfolge, seine Solo-Alben erscheinen nur sporadisch. Sein neues Werk überzeugt die Kritiker.

Er ist bekannt für den ausgeprägten Jazz- und Funktouch in seinem Keyboard-Spiel. Auch seine Stimme erkennt man auf Anhieb: Die gewisse Coolness und die so gut wie Pathos-freie Intonation, führen zu einer leicht unterkühlten Eleganz, die voll und ganz das Attribut smooth verdient. Schon bei Steely Dan prägte Donald Fagen Sound und Stil maßgeblich und steuerte die Band mit Walter Becker vom rockig angehauchten Eastcoast-Funk zum sphärisch angehauchten Jazz, der immer mit einem Hauch Funkyness daherkommt. Dieselbe Lässigkeit gilt auch für seinen Output. Denn weil Donald Fagen die Dinge reifen lässt, erscheint nun etwa 30 Jahre nach seinem Solodebüt "Nightfly" sein viertes Soloalbum "Sunken Condos".

Bekannte Musiker von Steely Dan sind auf dem Album mit von der Partie


Donald Fagen wurde 1948 in Passaic, New Jersey geboren (Bild: Warner Bros Records / Warner Music)

Acht der neun Tracks auf "Sunken Condos" sind brandneue Eigenkompositionen Donald Fagens, die er zusammen mit Produzent Michael Leonhart in dessen New Yorker Studio produziert hat. In der einzigen Coverversion des Album beweist Fagen zudem ein feines Händchen und einen guten Geschmack, nämlich mit dem Isaac Hayes-Klassiker "Out Of The Ghetto", der sich mit seinem funkigen Groove nahtlos in das Repertoire von "Sunken Condos" einfügt.

Überdies greift Donald Fagen auf Mitmusiker zurück, die sich mit seiner speziellen Herangehensweise an Melodie und Rhythmus bestens auskennen. So sind auf dem Album neben Fagen selbst einige von Steely Dan bekannte Musiker zu hören, darunter Jon Herington, Freddie Washington und The Steely Dan Horns, die für den typischen Sound sorgen, der längst zum Markenzeichen Fagens geworden ist.

Ein neues Kapitel in der rund 40-jährigen Karriere von Donald Fagen


Sein Solo-Debüt "The Nightfly" (1982) gilt längst als Klassiker und Kritikerfavorit (Bild: Warner Bros Records / Warner Music)

Das Bild der versunkenen Wohntürme entbehrt im Universum Fagens jeder Morbidität. Eher strahlen die durch die Ruinen einer ehemaligen Metropole streifenden Fische und die friedvolle Unterwasserlandschaft eine reinigende Frische aus. Das hat durchaus biographischen Charakter, denn mit "Sunken Condos" schlägt Donald Fagen ein neues Kapitel in seiner seit 40 Jahren andauernden Karriere an.

Seine ersten drei Studio-Alben "The Nightfly" (1982), "Kamakiriad" (1993) und "Morph The Cat" (2006) wurden bereits unter dem gemeinsamen Titel "Nightfly Trilogy" zusammengefasst. Aber, wie Fagen verlauten ließ, wird von nun an alles, was er tut, funky werden. Insofern darf "Sunken Condos" auch als ein zukunftsgebendes Signal zu verstehen sein. (cw/pm)