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  • 09.11.2012           24      Teilen:   |

Ex-DFB-Chef

Zwanziger: Fans würden schwulen Profi "feiern"

Theo Zwanziger glaubt, Fans würden einen schwulen Spieler für seine "Extravaganz" bewundern - Quelle: Wiki Commons / Manuel Heinrich Emha / CC-BY-SA-2.5
Theo Zwanziger glaubt, Fans würden einen schwulen Spieler für seine "Extravaganz" bewundern (Bild: Wiki Commons / Manuel Heinrich Emha / CC-BY-SA-2.5)

Der frühere DFB-Chef Theo Zwanziger erwartet nach dem Coming-out eines schwulen Fußballprofis zwar keine Anfeindungen von Fans, allerdings könnten Probleme mit ausländischen Mitspielern aufkommen.

In seiner Biografie "Die Zwanziger Jahre", die in der kommenden Woche erscheint, schreibt der 67-Jährige nach Angaben der "Rhein-Zeitung": "Ich glaube, ein schwuler Fußballprofi hätte heutzutage in den deutschen Stadien nichts Dramatisches zu befürchten". Vielmehr würden ihn "die meisten Fans eher feiern für seinen Mut und seine Extravaganz, als ihn auszupfeifen oder zu beschimpfen".

Innerhalb des eigenen Teams sieht Zwanziger dagegen mehr Konfliktpotenzial. So könnten Mitspieler aus anderen Kulturkreisen die nötige Toleranz vermissen lassen: "Ich kann mir ausmalen, dass der Trainer, wenn er Wert legt auf ein konfliktfreies Mannschaftsgefüge, dann eben doch auf den schwulen Spieler verzichtet, um Ärger zu vermeiden", so Zwanziger.

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Zwanziger vermutet nur wenige schwule Profifußballer

Der Sportfunktionär, der derzeit für den europäischen Fußballverband im FIFA-Exekutivkomitee sitzt, glaubt allerdings, dass es weniger schwule Profis gibt, als oft in den Medien angenommen wird: "Wer zur Elite gehört, kann nicht Versteck spielen, das passt nicht zusammen", so Zwanziger.

Zwanziger war von 2006 bis März diesen Jahres Präsident des Deutschen Fußballbundes. In dieser Funktion hatte er sich für die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen und Lesben im Sport eingesetzt und dafür 2009 die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW erhalten (queer.de berichtete). 2011 hat er auch für den DFB die Charta der Vielfalt unterschrieben (queer.de berichtete).

Allerdings gab es auch Kritik daran, wie der Deutsche Fußballbund in seiner Amtszeit die Affäre um den Schiedsrichter Michael Kempter gehandhabt hat. Kempter hatte DFB-Funktionär Manfred Amerell beschuldigt, ihn sexuell belästigt zu haben. Der Vorfall hatte sich zu einer medialen Schlammschlacht ausgeweitet, die am Ende beide Beteiligten beschädigt hat. (dk)

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Tags: theo zwanziger, dfb, fußball, sport
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Reaktionen zu "Zwanziger: Fans würden schwulen Profi "feiern""


 24 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
09.11.2012
13:17:04


(-9, 13 Votes)

Von Leo G


Kommt drauf an, wer sich outet. Sollte natürlich kein Depp sein, der wie ein Mädchen fängt, sondern ein Hotter, der Sexfantasien bei Frau und Mann auslösen kann. Oder, was meint ihr?


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#2
09.11.2012
13:58:18


(+9, 13 Votes)

Von Depp
Antwort zu Kommentar #1 von Leo G


Ich meine, dass es schön ist, wenn jemand kein Problem mit der eigenen Sexualität hat, aber peinlich, wenn man NUR noch über sex nachdenkt und anscheinend nie irgendein anderer Gedanke das Hirn durchstreift.

Vielleicht kannst du es dir nicht vorstellen, aber da draußen in der richtigen Welt gibt es Menschen, die noch ein paar andere Kriterien an die Mitmenschen anlegen als "würde ich gern nageln / würde ich nicht gern nageln".

Übrigens: Deinen Sexismus ("fängt wie ein Mädchen") kannst du vielleicht besser in irgendeinem Hetero-Forum vom Stapel lassen. Hier ist solche Scheiße nicht willkommen.


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#3
09.11.2012
14:29:30


(-5, 11 Votes)

Von DerUli


Angesichts dessen, was sich heutzutage "Fan" nennen darf, würde ich jedem Fußballspieler dringend davon abraten, sich zu outen. Was Theo Zwanziger über ausländische Mispieler sagt (und wir wissen alle, welcher Kulturkreis damit gemeint ist), gebe ich ihm allerdings recht.


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#4
09.11.2012
14:55:16


(+7, 11 Votes)

Von Peter B


In einem Artikel über Homophobie kommt dann in Kommentaren noch Sexismus (der wie ein Mädchen fängt) und Rassisumus (Was Theo Zwanziger über ausländische Mispieler sagt (und wir wissen alle, welcher Kulturkreis damit gemeint ist), gebe ich ihm allerdings recht).

Man kann keinen Menschen nur aufgrund der Sexualität, des Geschlechts, der Herkunft, der Hautfarbe, der Religion ... bestimmte Charaktermerkmale zuschreiben.

Nicht jeder Schwule mag Mode, nicht jedes Mädchen ist schlecht im Fußball, nicht jeder Österreicher kann gut Schifahren, nicht jeder Schwarze hat nen Großen, nicht jeder Katholik/Moslem ist homophob ... all das sind Vorurteile die leicht zu Rassismus/Homophobie/Sexismus ... führen können.


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#5
09.11.2012
15:45:03


(+2, 10 Votes)

Von Andreas
Antwort zu Kommentar #4 von Peter B


@Peter B:
Im Grundsatz gebe ich Ihnen Recht.
Dennoch kann man über Gruppen wahrscheinlichkeitsbasierte Aussagen machen, die im Mittel zutreffen.
Ein Beispiel: Es ist einfach wahrscheinlicher in Deutschland jemanden zu treffen, der Deutsch spricht als in Frankreich. Das heißt nicht, dass man in Frankreich niemanden finden kann, der Deutsch kann, aber es ist einfach unwahrscheinlicher.

Und genauso verhält es sich auch bei vielen anderen Eigenschaften. Wenn ein Mensch aus einem Land kommt, das ein deutlich niedrigeres Bildungsniveau hat als die europäischen Länder im Durchschnitt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass dieser Mensch homophober ist als der europäische Durchschnitt.
Und das hat nichts mit Rassismus zu tun. Natürlich kann dieser beschriebene Mensch auch NICHT homophob sein, aber es ist einfach wahrscheinlicher, dass er es ist.

So verhält es sich fast mit allen Eigenschaften und Aussagen, die man über Gruppen machen kann.
Und daher gilt heute leider auch: Dass muslimische Menschen häufiger homophob sind als bspw. Atheisten. Ob muslimische Bürger homophober sind als Christen wage ich mal zu bezweifeln, weil ich vermute, dass generell gläubige Menschen homophober sind als Nicht-Gläubige. So eine Aussage kann man durchaus treffen. Ob sie richtig ist oder nicht, können nur Untersuchungen oder Statistiken zeigen.
Aber nur weil man eine solche vermeintliche Wahrheit ausspricht, ist man nicht gleich ausländerfeindlich, sexistisch oder diskriminierend.

Nehmen wir mal ein unverfängliches Beispiel: Ich sage, dass Frauen in Deutscland im Schnitt weniger verdienen als Männer. Bin ich deshalb sexistisch? Nein. Es ist einfach eine Tatsache, die ich auch nicht gut heiße.
Genauso wenig heiße ich gut, dass es auf der Welt so viel Homophobie gibt. Und die gibt es offensichtlich. Man schaue sich nur mal an, wo überall auf der Welt Homosexuelle verfolgt werden. Die werden von MENSCHEN VERFOLGT und nicht von einem Phantasiegebilde. Aber ich kann es nunmal nicht ändern, wenn Menschen aus einem anderen Kulturkreis homophober sind als Menschen aus diesem Kulturkreis. Das ist bedauerlich, aber nicht ausländerfeindlich.

Man muss also nur aufpassen, dass man Aussagen über eine Gruppe nicht auf ein konkretes einzelnes Mitglied der Gruppe bezieht, denn dieser einzelne Mensch kann völlig anders sein und muss mit den Eigenschaften der Gruppe kaum Gemeinsamkeiten aufweisen. Der Umkehrschluss ist also gefährlich, aber eine Aussage über eine Gruppe kann trotzdem wahr sein, auch wenn sie unangenehm sein mag.


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#6
09.11.2012
15:47:10
Via Handy


(-9, 9 Votes)

Von Suki11


Stelle ich mir klasse vor, so vom ganzen Stadion wegen des Schwul-Seins gefeiert zu werden...

"Schwuli vor, noch ein Tor!"
Nein Danke. xD


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#7
09.11.2012
16:09:25


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Zeit ist reif: schwule Fußballer müssen endlich "aus dem Schrank"!


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#8
09.11.2012
16:38:10


(+1, 5 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Andreas


@Andreas

Uffbasse Vorurteil:

Dein Beispiel:
"...Das heißt nicht, dass man in Frankreich niemanden finden kann, der Deutsch kann, aber es ist einfach unwahrscheinlicher."

Alphonse:
Youtube-Video:


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#9
09.11.2012
16:59:33


(0, 6 Votes)

Von Leo G
Antwort zu Kommentar #4 von Peter B


Ich finde auch Peter B.s Post gefährliche populistische und falsche politische Korrektheit.

Es gibt mehr Typen, die besser Fußball spielen als Frauen. Viele Fußballerinnen sind homosexuell, und aufgewachsen mit dem islamischen Glauben bedeutet auch, dass man homophober ist.

Es ist naiv zu behaupten, alles hielte sich die Waage. Schön wärs. Dafür sind die Menschen zu irrational.
Oder, was meint ihr?


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#10
09.11.2012
18:36:11


(-7, 7 Votes)

Von Lich King
Antwort zu Kommentar #1 von Leo G


Ja auf jeden Fall, ein Fußballspieler der sich tuntig und mädchenhaft benimmt und z.B. rosa trägt sollte sich besser nicht outen, dass würde nur Vorurteile verstärken. Besser ist wenn sich einer outet, der sich auch klar wie ein echter Kerl benehmen kann.


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