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  • 09.11.2012           11      Teilen:   |

Gesetz gegen "unnatural offences"

Malawi will Homosexuelle doch weiter verfolgen

Wie zuvor bereits die Präsidentin macht auch Justizminister Justizminister Ralph Kasambara bei der Homo-Politik einen Rückzieher
Wie zuvor bereits die Präsidentin macht auch Justizminister Justizminister Ralph Kasambara bei der Homo-Politik einen Rückzieher

Kehrtwende im südostafrikanischen Malawi: Justizminister Ralph Kasambara will nun doch die Strafgesetze gegen Schwule durchsetzen.

Der malawische Justizminister Ralph Kasambara hat erklärt, dass es kein Moratorium der Gesetze gegen "unnatürliche Delikte" geben werde und seine Worte bei einer Konferenz falsch verstanden worden seien. Kasambara war vor wenigen Tagen von Reuters und afrikanischen Zeitungen mit den Worten zitiert worden: "Wenn wir weiter Menschen verhaften und verurteilen lassen aufgrund von Gesetzen, die später für verfassungswidrig erklärt werden, wäre das beschämend für die Regierung" (queer.de berichtete).

Jetzt behauptet er in einem Interview mit der malawischen Tageszeitung "Daily Times": "Es gab keine solche Ankündigung und keine Diskussionen über gleichgeschlechtliche Ehen. Niemand hat darüber gesprochen, einen Teil des Strafgesetzes auszusetzen". Internationale Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International hatten das angekündigte Moratorium begrüßt, allerdings gab es Kritik unter christlichen Aktivisten. Das Homo-Verbot ist in Malawi, wie in fast allen afrikanischen Staaten, sehr populär.

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Derzeit ist Homosexualität in 38 afrikanischen Ländern verboten und wird teilweise sogar mit dem Tod bestraft. In Malawi drohen schwulen Männern bis zu 14 Jahre Haft. Homosexueller Geschlechtsverkehr unter Frauen kann ebenfalls nach diesem Paragrafen verfolgt werden, auch wenn Frauen nicht ausdrücklich in dem Gesetz erwähnt werden.

Das homofeindliche Gesetz führte bereits zu Auseinandersetzungen mit europäischen Geberländern. So hat Deutschland wegen der Schwulenverfolgung bereits Teile der Entwicklungshilfe für das bitterarme Land gesperrt (queer.de berichtete). Die malawische Präsidentin Joyce Banda hat Mitte 2012 als Reaktion auf den Druck noch angekündigt, das Homo-Verbot kippen zu wollen. Allerdings erklärte die frühere Frauenrechtlerin vor gut einem Monat, dass sie nun doch an dem Gesetz festhalten wolle, da die Öffentlichkeit eine Beibehaltung wünsche. Die Staatschefin erklärte damals: "Ich als Anführerin habe nicht das Recht, die Gefühle der Menschen zu beeinflussen" (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: malawi, ralph kasambara
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Reaktionen zu "Malawi will Homosexuelle doch weiter verfolgen"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
09.11.2012
12:39:41


(+7, 9 Votes)

Von Kokolemle
Aus Herschweiler
Mitglied seit 02.12.2009


Also gleich wieder jegliche Hilfen streichen und ein totales Embargo aussprechen. Es muss doch möglich sein, das diese afrikanischen Staaten dazu gezwungen werden, endlich diese Anti Gay gesetze abzuschaffen.


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#2
09.11.2012
13:23:44


(+6, 8 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wir als homosexuelle Maenner befuerworten das Streichen jeglicher Zahlungen, Entwicklungshilfen gegenueber den homophoben Staaten.

Es sind unsere Steuergelder die unseren Feinden wie Staubzucker in den A***** gepustet werden, damit sie ihre Macht vergroessern koennen.

Auch werden mein Mann und ich keinerlei Reisen in homofeindliche Staaten unternehmen!


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#3
09.11.2012
16:17:05


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Keine Entwicklungshilfe mehr für Malawi!


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#4
09.11.2012
17:23:28


(+6, 8 Votes)

Von Roman Bolliger


Es ist einfach unglaublich, mit welcher Insbrunst und Dummheit viele afrikanische Staaten Alles unternehmen, um ihre Rückständigkeit zu zementieren. Auch unter der Perspektive von Standortmarketing betrachtet: die reinste Katastrophe.


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#5
10.11.2012
10:22:54


(+2, 4 Votes)

Von Sebi


Die verarschen die Leute.

Sobald der Geldhahn zugedreht werden soll, zeigen sie sich reuig. Und sobald das Geld wieder fließt, geht es genauso weiter wie vorher.

Wie lange wollen wir uns von denen noch verarschen und für dumm verkaufen lassen?

Sofort alle Gelder dauerhaft stoppen und gar nicht mehr auf deren Blabla hören. Dann können die machen, was sie wollen. Aber nicht mehr mit unserem Geld...


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#6
10.11.2012
10:39:39


(+1, 1 Vote)

Von Timm Johannes


Nur nebenbei gefragt:

Stimmt das eigentlich, dass der Nacbarstaat Mozambik homosexuelle Handlungen vor zwei Jahren (!) legalisiert hat ?


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#7
10.11.2012
11:12:37


(+2, 4 Votes)

Von Robin


Es ist ein Skandal, dass Verfolgung, Inhaftierung, Folter und Ermordung von Schwulen in solchen Barbarenstaaten auch noch von westlichen Staaten finanziert werden.

Auch aus UNSEREN Steuergeldern! Denn so sehr die Schwule auch hassen, aber auf unser Geld sind die nicht fies. Das nehmen die gerne. - Geld stinkt nicht.

Diese angebliche "Entwicklungshilfe" kommt den wirklich bedürftigen Teilen der Bevölkerung gar nicht zugute. Dieses Geld hilft nur den faschistischen Despoten, sich im Amt zu halten und weiter ihren Terror zu verbreiten.


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#8
11.11.2012
10:38:37


(+3, 3 Votes)

Von Luca


Es zeigt sich immer wieder, dass Homohasser Fakten und Argumente nicht verstehen und auch nicht verstehen wollen. Die verstehen nur die Sprache des Geldes. Also müssen wir uns leider auf deren Niveau herablassen.

Nur finanzielle Sanktionen können wirklich was ändern. Also ist es nicht nur unser Recht, sondern sogar unsere Pflicht, denen den Geldhahn zuzudrehen, damit sich endlich was ändern kann.


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#9
11.11.2012
13:11:03


(+1, 3 Votes)
 
#10
11.11.2012
14:15:34


(+3, 3 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #7 von Robin


"Diese angebliche "Entwicklungshilfe" kommt den wirklich bedürftigen Teilen der Bevölkerung gar nicht zugute."

ich war ja auch lange zeit so naiv zu glauben, dass das der eigentliche sinn von entwicklungshilfe sei - bis ich lernte, dass die staatliche (!) entwicklungshilfe heute "entwicklungszusammenarbeit" heißt und nicht zuletzt das ziel verfolgt, dortige ressourcen für hiesige konzerne ausbeutbar zu machen. das wird nicht einmal mehr verheimlicht.

"So wirbt das Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit selbst damit, dass jeder Euro der Entwicklungszusammenarbeit für die deutsche Wirtschaft einen dreimal so großen Effekt in Form anschließender Exporte hat" (wikipedia)

ich glaube aber trotzdem, dass ein teil des geldes tatsächlich in projekten landet (vor allem NGO-projekte), bei denen es der dortigen bevölkerung nutzt. das dürfte vor allem dann der fall sein, wenn diese projekte hauptsächlich die politische und nicht nur die wirtschaftliche entwicklung im auge haben, und wenn sie konzeptuell auf die interessen der betroffenen ausgelegt sind statt auf europäische.

da gibt es viele projekte, die unsere unterstützung verdienen! sinnvoll wäre m.e also nicht die abschaffung der entwicklungshilfe, sondern ihre umgestaltung in eine hilfe, die diesen namen verdient.


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