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Die frühere CDU-Landtagspräsidentin in Nordrhein-Westfalen hat sich am Donnerstag bei der Haushaltsdebatte überraschend deutlich für die Gleichbehandlung von sexuellen Minderheiten ausgesprochen. Die 54-jährige Regina van Dinther erklärte im Düsseldorfer Landtag:

Ich bekenne mich ausdrücklich zur Verpflichtung der Politik, aber auch der Gesellschaft zu einem diskriminierungsfreien Umgang mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Transgender zu kommen. Aus politischer Vernunft und christlicher Überzeugung werde ich mich dafür einsetzen, dass Gottes bunte Schöpfung, auch in unterschiedlicher sexueller Orientierung geachtet wird. In unserem Land muss Unrecht gegenüber so betroffenen Menschen – entspringend eines menschenverachtenden totalitärem Regime – als solches benannt werden.

Ich sage dies wohlwissend, dass es noch ein weiter Weg sein wird und sich viele Bürgerinnen und Bürger und auch Politiker schwer tun werden mit den Veränderungen umzugehen, die sich ergeben werden. Wenn wir aber gemeinsam auf die Menschenwürde und den Rechtsstaat stolz sind, die wir in unserem Land garantieren, dann lassen sich alle diese Fragen lösen und Veränderungen tragen.

Kurzum, es gibt in diesen Politikfeldern, für die unser Ausschuss zuständig ist, noch genügend zu tun. Die CDU wird sich nicht verschließen aber auch manche andere Sicht einbringen.

Van Dinther hat im Oktober an der Bundesmitgliederversammlung der Lesben und Schwulen in der Union in Düsseldorf teilgenommen und ist der LSU daraufhin auch beigetreten.

Freilich muss van Dinther gerade in der homofeindlichen NRW-CDU noch einige Überzeugungsarbeit leisten. Denn die Christdemokraten haben 2011 als einzige (!) Fraktion gegen die Gleichbehandlung von schwulen und lesbischen Beamten im Land gestimmt und den anderen Parteien allen Ernstes vorgeworfen, die heterosexuelle Ehe zu gefährden (queer.de berichtete).

Erst vor gut zwei Monaten nutzte der nordrhein-westfälische CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann die Worte "gesund" und "gut", um Heterosexuelle von Homosexuellen abzugrenzen: "Ohne viele gesunde Familien gibt es letzten Endes keine gute Gesellschaft", so der Christdemokrat. (dk)

Foto: NRW-Landtag



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Fred i BKKAnonym
  • 10.11.2012, 01:51h
  • ...ich bin mir sicher, dass sie das nicht unbestraft gesagt hat....möchte nicht wissen, wie sie in die Mangel genommen wird .....
    und jetzt einen Maulkorb verpasst bekommt...

    habe gerade gestern wieder erlebt ..wie meine sachlich kritischen Beitraege zur Kirche ,vom kirchlichen
    Seitenbesitzer auf Youtub ZENSIERT wurden !!

    Gesindel bleibt Gesindel....
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#3 Martin28a
  • 10.11.2012, 09:38h
  • NRW ist momentan auchtrotz der Regierung nicht grad liberal.
    Z.b ist die Regierung mit dem Justizminister gegen die Abschaffung er nachträglichen SV, nur das sage ich mal am Rande...

    Zum Thema ist zu sagen, dass die Dame recht, es ist auch bemerkenswert, dass sie erkannt hat, dass selbst die Bibel nicht so feindlich dem gegenübersteht.
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#4 SebiAnonym
  • 10.11.2012, 10:25h
  • Eine tolle Frau, die die Absurdität dieser Diskriminierungen auf den Punkt bringt.

    Nur leider bringen einzelne Inseln der Vernunft in dieser Partei des Hasses, der Verachtung und der Intoleranz nicht viel. Genauso wie andere vereinzelte Stimmen, so wird auch sie die CDU nicht ändern können.
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#5 RobinAnonym
  • 10.11.2012, 11:26h
  • "Die CDU wird sich nicht verschließen aber auch manche andere Sicht einbringen."

    Das hört sich für mich so an, als wolle auch diese Dame uns nicht voll gleichstellen.

    Also z.B. Ausbau der eingetragenen Partnerschaft bejahen (weil jedem klar ist, dass sich das eh nicht mehr aufhalten lässt), aber z.B. Eheöffnung, Adoptionsrecht, etc. nicht antasten.

    Man darf nicht vergessen, dass in der Union selbst die fortschrittlichsten Leute zwar ein paar Detailverbesserungen bejahen (die sie eh nicht mehr aufhalten können), aber keine echte volle Gleichstellung!
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#6 sanscapote
  • 10.11.2012, 11:40h
  • Antwort auf #4 von Sebi
  • @Sebi,

    was gross werden will, beginnt im kleinen.

    Auch eine Frau van Dinther kann sich parteipolitisch "vermehren".

    Dass es eine Frau der Partei der CDU ist, ist Schande genug fuer die Gelben Luemmel bald ohne Herd zum Waermen
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#7 finkAnonym
  • 10.11.2012, 14:58h
  • mir ist nicht klar, was an diesen aussagen selbst für eine unionspolitikerin so aufregend sein soll. konkrete forderungen lese ich nämlich auch hier nicht.

    schale lippenbekenntnisse "gegen diskriminierung" machen die doch alle den lieben langen tag, und dann betreiben sie munter ihre glasklare diskriminierungspolitik weiter.

    da muss schon inhaltlich wesentlich mehr rüberkommen, bis ich glaube, dass das nicht nur lauwarm dahergeplappert ist.
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#9 -hw-Anonym
  • 10.11.2012, 16:13h
  • "... Der frühere Bürgermeister Hamburgs, Ole von Beust, geht mit seiner Partei hart ins Gericht. Die CDU sei rückständig, ängstlich und habe mangelnden Respekt insbesondere vor den großstädtischen Realitäten, stichelte er in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Anders als die Grünen beziehe die Union ihre Zukunftsvisionen nach wie vor aus der Zeit des Kalten Krieges und gebe Antwort auf Fragen, die keiner mehr stelle.

    Der Anti-Kommunismus der CDU etwa interessiere "heute kaum mehr einen Menschen", polterte der Politiker. Ebenfalls überkommene "Reflexe" sieht Beust im "andauernden Widerstand der Partei gegen die Anerkennung von schwulen Partnerschaften oder in der Rede davon, dass Deutschland kein Einwanderungsland" sei. Beust ist selbst mit einem jungen Mann liiert, bekannte sich aber erst spät zu seiner Homosexualität...."
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#10 stromboliProfil
  • 10.11.2012, 16:35hberlin
  • Antwort auf #7 von fink
  • ach fink, man ist ja so dankbare wenn überhaupt was aus dieser partei zu uns rüberkommt.. meins natürlich im positiven sinne, im negativen sind die dauergast in unserer wohnstube

    Und wenn , wie HW verlinkt selbst der herr v.Beust den hals dick bekommt, mag das hoffnung am horizont vorgaukeln.. nur ach; sie bewegt sich nicht, die christlich geprägte!
    Wie sollte sie auch?
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