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Die K.o.-Tropfen konnten beim Opfer nachgewiesen werden

In Bremen ist ein 40-jähriger SPD-Kommunalpolitiker verhaftet worden, weil er einen 20-Jährigen mit K.o.-Tropfen betäubt und das Opfer sexuell missbraucht haben soll. Auch ein mutmaßlicher Mittäter ist in Nürnberg festgenommen worden.

Der Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Findorff soll den 20-Jährigen nach Angaben der Polizei unter einem Vorwand am 15. Oktober in seine Wohnung gelockt haben und dem Opfer ein Bier angeboten haben. Der mutmaßliche Mittäter war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in der Wohnung. Danach habe der junge Mann keine Erinnerungen mehr an die Nacht. Er wachte am nächsten Tag im Krankenhaus auf.

Der Vorfall wurde aufgedeckt, weil dem Opfer offenbar eine Überdosis der Tropfen verabreicht worden ist und er einen lebensgefährlichen Schock erlitten hat. Der SPD-Politiker habe daraufhin einen Krankenwagen gerufen. Die Ärzte konnten im Blut des jungen Mannes K.o.-Tropfen nachweisen. Auf seiner Kleidung seien zudem Sperma-Spuren entdeckt worden, die nach einem DNA-Nachweis dem Politiker zugeordnet worden seien.

K.o.-Tropfen lebensgefährlich

K.o.-Tropfen betäuben das Opfer und sind normalerweise nur wenige Stunden lang nachweisbar. Deshalb ist eine Beweisführung oft schwierig – in diesem Fall war das nur möglich, weil der 20-Jährige schnell ins Krankenhaus gebracht worden ist.

In niedriger Dosierung wird der Wirkstoff Gamma-Hydroxy-Buttersäure als Droge besonders häufig in der schwulen Szene verwendet, da es einen Rausch erzeugt, der von den Konsumenten besonders beim Sex genossen wird ("Liquid Ecstasy"). In hohen Dosierungen kann die Droge Atemstillstand oder sogar Herz- oder Kreislaufversagen zur Folge haben – 2010 wurde das Mittel daher vom Bundesgerichtshof verboten (queer.de berichtete).

Es gibt immer wieder Zwischenfälle mit K.o.-Tropfen, die teilweise tödlich enden: So hat im März diesen Jahres ein 37-Jähriger in Berlin gestanden, drei schwule Männer, die er in Darkrooms kennengelernt hatte, mit GHB betäubt und ausgeraubt zu haben – die Opfer sind nach der Tat an einer Überdosis gestorben (queer.de berichtete).

Der Bremer SPD-Politiker, der beruflich auch Jugendreisen organisiert hat, soll nun wegen sexuellen Missbrauchs nach Paragraf 177, Absatz 4 angeklagt werden. Darauf stehen mindestens fünf Jahre Haft. (cw)



#1 sylviafeeProfil
  • 09.11.2012, 15:59hBerlin
  • ich bin zutieft erschüttert wenn sich das als wahr herausstellt dann ab ins Gefängnis und Ausschluss aus der Partei
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#2 FOX-NewsAnonym
#3 RristanAnonym
  • 09.11.2012, 16:08h
  • "dem Opfer offenbar eine Überdosis der Tropfen verabreicht worden ist und er einen lebensgefährlichen Schock erlitten hat"

    Nicht nur das er einen wehrlosen, da bewußtlosen, Menschen sexuell genötigt hat, er hat nur aufgrund seiner Lust ein Menschenleben in Gefahr gebracht.
    Das finde ich fast das schlimmste an der Sache, wie kann man einen Menschen aus so belanglosen Gründen so einer Gefahr aussetzen?
    Er hätte sich auch einen Prostituierten buchen und mit dem legal verkehren können ( weil er anscheinend anders keinen abkriegt).

    Was wäre passiert wenn das Opfer es nicht überlebt hätte, wäre das Totschlag oder "nur" Körperverletzung mit Todesfolge?
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 Martin28a
#6 trashtvProfil
  • 09.11.2012, 16:28hBerlin
  • Abscheulich aber wenigstens hat er den Rettungsdienst alarmiert, anstatt das Opfer einfach sterben zu lassen und zu versuchen, die Tat irgendwie zu vertuschen.
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#7 who knowsAnonym
  • 09.11.2012, 16:45h
  • Antwort auf #6 von trashtv
  • naja, in der eigenen wohnung ist es schwerer spuren zu vertuschen.
    wer weiß ob die einen rettungswagen gerufen hätten, wenn es an einem anonymen ort geschehen wäre der keine rückschlüsse auf die beiden täter gegeben hätte.
    man weiß es als außenstehender nicht, aber man kann es so oder so auslegen.
    jedenfalls wurden die k.o. tropfen erst im krankenhaus nachgewiesen, die täter haben wohl von sich aus nichts gesagt. dafür reichte der mut dann nicht.
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#8 Aus BayernAnonym
  • 09.11.2012, 17:46h
  • Das schlechteste was im Leben passieren kann, ist - keinen Sex zu haben und nicht interessant zu sein.
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#9 reiserobbyEhemaliges Profil
#10 Aus BayernAnonym
  • 09.11.2012, 19:15h
  • Antwort auf #9 von reiserobby
  • Ich behaupte nicht, dass so ein Missbrauch 'gut' ist, das ist es bestimmt nicht. Aber wenn ich persoenlich waehlen muss - das oder ganz kein Sex - dann bestimmt besser zumindest in dieser Weise von einem Mann sexuell begehrt und interessant zu sein, ficken und gefickt sein - egal, ob das ein Politiker, Priester, Polizist, Lehrer oder noch irgendwer ist, als ueberhaupt das ganze Leben im nicht gewollten Zoelibat zu verbringen. Die katholischen Priester bekommen dafuer zumindest grosses Geld und sicheren Job.
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