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  • 11.11.2012           165      Teilen:   |

Vatikan: Ehe-Öffnung führt zu Polygamie

Homophobe Diktatur mitten in Europa: Vatikan - Quelle: Wiki Commons / Michael Wilson / CC-BY-2.0
Homophobe Diktatur mitten in Europa: Vatikan (Bild: Wiki Commons / Michael Wilson / CC-BY-2.0)

Die Katholische Kirche hat in ihren offiziellen Medien erneut gegen gleichgeschlechtliche Ehen gewettert. Man halte an der katholischen Lehre fest, auch wenn "politisch korrekte Ideologien in jede Kultur der Welt Einzug halten", heißt es auf der Titelseite der Vatikan-Zeitung "L'Osservatore Romano".

Mit dem Leitartikel regiert der Heilige Stuhl offensichtlich auf mehrere LGBT-freundliche Entscheidungen der letzten Tage: Nach Volksabstimmungen in den USA öffneten nicht nur drei US-Bundesstaaten die Ehe für Lesben und Schwule (queer.de berichtete), auch die französische Regierung legte einen entsprechenden Gesetzentwurf vor (queer.de berichtete). Zudem erklärte das spanische Verfassungsgericht die bereits 2005 in dem tiefkatholischen Land erfolgte Ehe-Öffnung für rechtens (queer.de berichtete).

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Vatikan-Sprecher: Kinder brauchen Vater und Mutter

Parallel zum Artikel in "L'Osservatore Romano" verurteilte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi die Gleichstellung von Schwulen und Lesben. Kinder sollten sagen können, dass sie eine Mutter und einen Vater haben, sagte er in einem Interview mit dem Haussender "Radio Vaticana": "Wenn nicht, warum wird dann nicht auch Polygamie erwogen und auch Polyandrie, natürlich um niemanden zu diskriminieren."

Mit Polyandrie (Vielmännerei) wird eine Form der Polygamie bezeichnet, bei der eine Frau mit mehr als einem Ehemann verheiratet ist.

Kritik von Volker Beck

In einer Reaktion auf die Verlautbarungen warf der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck der Katholischen Kirche vor, sie wolle Glaubensfreiheit und Menschenrechte nicht als Fundament pluralistischer Gesellschaften akzeptieren: "Nicht die katholische Sexuallehre, sondern die Menschenrechtsverträge, einschließlich des Diskriminierungsverbotes, sind die Grundlage der Gesetzgebung im säkularen Staat", heißt es in einer Presseerklärung des schwulen Politikers vom Sonntag.

"Zur Glaubensfreiheit gehört eben auch die negative Glaubensfreiheit für Nicht- und Andersgläubige, nicht nach den Vorstellungen der römisch-katholischen Lehre leben zu dürfen", so Beck. Wenn Rom, dies nicht akzeptiere, sei dies ein "schlimmer Rückfall in voraufklärerische Lehren". (cw)

Links zum Thema:
» Meldung auf der Homepage von Radio Vaticana
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Tags: vatikan, katholische kirche, l'osservatore romano, radio vaticana, federico lombardi
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Reaktionen zu "Vatikan: Ehe-Öffnung führt zu Polygamie"


 165 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
11.11.2012
15:11:12
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Piotr


Solange Polygamie nicht nur einem bestimmten Geschlecht oder sexueller Orientierung vorenthalten bleibt, ist da nichts gegen einzuwenden.

Eine Gruppe Schwuler, eine Gruppe Lesben, oder verschiedene Konstellationen Bisexueller...warum nicht.

Für mich wäre das nichts, ich habe einen festen Freund, aber jeder soll so leben wie er will.


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#2
11.11.2012
15:44:38


(+11, 11 Votes)

Von rhock
Aus Gründau (Hessen)
Mitglied seit 16.08.2010


Vielleicht ist es diese Polyandrie (Vielmännerei) was diese Kirchenmänner nach den Kindesmißbräuchen der vergangenen Jahren jetzt hinter ihren dicken Wänden treiben.
Angriff ist die beste Verteidigung.


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#3
11.11.2012
15:47:15


(+5, 5 Votes)

Von Homoehe


Das ist doch Zivilehe. Wer Hetero ist, kann doch kirchliche Ehe haben. Außerdem heiraten können alle bis 120 Jahre alt. Die haben dann keine Kinder, zumindest nicht eigene. Von der kath.Kirche auch CDU/CSU ist die Diskriminierung agressiv sowie ironisch und verachtende Haltung ist schlecht. Deswegen nur die Richtung Homoehe. Die Fantasien von Diskriminierungen sind idiotisch und idiotisch genug. Wenn wir als Leute nicht kämpfen, wird die k.K. versklaven und fragen, ob es richtig oder falsch juckt. Welche Ehe eingegangen wird die Heteroehe oder die Homoehe als Ehe ist jedem klar und nach eigenem Wollen.


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#4
11.11.2012
15:51:36


(-19, 21 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #1 von Piotr


"Solange Polygamie nicht nur einem bestimmten Geschlecht oder sexueller Orientierung vorenthalten bleibt, ist da nichts gegen einzuwenden."

--> Wer das machen will, kann das gern machen (Moslems, Mormonen). Das Verhalten ist sicherlich nicht strafbar.

ABER staatlicherseits wird die Polygamie hier in Deutschland und im christlich geprägten Europa NIE anerkannt werden, da bin ich als schwuler Protestant strikt dagegen.

Immer noch und auch in Zukunft wird die lebenslange Zweierbeziehung zweier Erwachsener (egal welche sexuelle Orientierung), die im Leben füreinander einsteht, im Mittelpunkt unserer Gesellschaft sein und das ist gut so. Und auch nur die Monogamie verdient es, staatlicherseits gefördert zu werden.

Da bin ich auch ganz zuversichtlich, jetzt wo selbst die GRÜNEN wieder protestantischer und religiöser werden. CDU/CSU werden dies gottseidank auch nicht mitmachen und auch nicht die SPD.

---
Was den Vatikan angeht, der sollte endlich begreifen, dass die staatliche Förderung der Monogamie in den Reihen der homosexuellen Mneschen ihren Anliegen entgegenkommt und nicht schadet. Die Landeskirchen der EKD oder auch eine ganze Reihe anderer protstantischer, altkatholischer und anglikanischer Kirchenleitungen haben dies begriffen und umgesetzt.

---> Fazit: Der Vatikan muss endlich die Monogamie bei homosexuellen Menschen befüworten.
Ansonsten wer Polygamie will, sollte nach Saudi-Arabien auswandern und dort dann zwanzig Frauen ehelichen und sie verhüllen.


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#5
11.11.2012
16:10:06


(+9, 9 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Herr Papst, was ist Polygamie?

Papst: Gehe in ein Kloster. Dann lernst du sie kennen.


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#6
11.11.2012
16:22:18


(+3, 5 Votes)

Von VolumePro
Aus Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.06.2008


Der politische Arm des Vatikans in Deutschland, sprich CDU/CSU, sollte langsam mal begreifen, dass eine endgültige Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben dem Staat nützt.
Denn wo zwei Erwachsene im Alter füreinader einstehenen, muss der Staat (vertreten durch die Pflegekasse) keine Leistungen erbringen.


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#7
11.11.2012
16:38:10


(-17, 19 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #6 von VolumePro


@VolumePro
Zwar ist nur noch die CSU der politische Arm des Vatikans, da die CDU doch immer mehr protestantisch/evangelisch geprägt ist, aber ansonsten hast du Recht.

-------------

Die CDU hat dies auch mittlerweile begriffen, aber sie glaubt, es reicht aus, wenn ein Lebenspartnerschaftsinstitut errichtet wird, das zwar alle Pflichten enthält (Pflege im Alter, Partnerschaftseinkommen für die Kosten eine Pflegeheimes, Anrechnung bei HARTZIV, usw.), aber die CDU meint, dass homosexuelle Paare nicht deswegen einkommenssteuerlich gefördert werden bräuchten.

Selbst bei den Linken/SPD gibt es diese ungerechten Überlegungen in anderer Form, indem generell eine Individualbesteuerung im Einkommenssteuerrecht eingeführt werden soll. Das bedeutet dann, dass Ehepaare alle Pflichten im Sozialrecht (Anrechung des Partnerschaftseinkommen bei HartzIV, Pflege, usw.) haben, aber einkommenssteuerlich nicht gefördert werden.

Ich bin der Meinung jedes monogame (!) Paar (egal welche sexuelle Orientierung), das im Leben füreinander einsteht und im Sozialrecht füreinander mit dem gemeinsamen Vermögen einsteht, gehört auch einkommenssteuerlich im Unterschied zum Singlehaushalt gefördert.

Und wer Polygamie staatlich anerkennen möchte, der soll nach Saudi-Arabien auswandern. Hier im christlich geprägten Europa wird das NIE kommen und das ist gut so ("das werden CDU/CSU, Grüne, SPD und auch die FDP nie mitmachen").


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#8
11.11.2012
16:50:50


(+8, 8 Votes)

Von die EU


Es geht um hohe Toleranz. Solange es Homoehe nicht gibt, ist nach wie vor eine Art der Diskriminierung, Verachtung oder Abneigung. Wer hätte gewusst, dass Frankreich so einen Wunderpolitiker Hollande bekommt. Durch Homoehe Gesetze kann man nur profitieren. Sonst ständig am Rande der Gesellschaft sind immer Verspotten und zweite Klasse der Menschen als Faktoren der Mentalität, die von k.K. bevorzugt wird. Wer nicht weiss, ist die k.K. generell gegen sogar Sex nur für Kindermachen. Mit dieser Meinung kann auch Oralsex von der Behauptung abgeschafft werden. Wollen wir doch kein Russland. Putin und seine Verbote an Menschen wie Sklaven und Diktatur. Die Leute dort, wo keine Toleranz sei, sind eiskalt. Auch Angela leider. Trotz der Partnerschaftsgesetze erlauben sich manche diese Lebensform zu
ignorieren. Also nur Homoehe Gesetze geben Chance auf sehr hohe Toleranz auch im Gesetz.


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#9
11.11.2012
16:55:44


(+16, 18 Votes)

Von ehemaligem User SuperMario
Antwort zu Kommentar #4 von Timm Johannes


Wenn etwas es verdient, staatlicherseits nicht gefördert zu werden, dann sind es deine Lieblingssekten.


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#10
11.11.2012
16:56:59


(+11, 15 Votes)

Von Gustav Adolf
Antwort zu Kommentar #4 von Timm Johannes


"Immer noch und auch in Zukunft wird die lebenslange Zweierbeziehung zweier Erwachsener (egal welche sexuelle Orientierung), die im Leben füreinander einsteht, im Mittelpunkt unserer Gesellschaft sein und das ist gut so. Und auch nur die Monogamie verdient es, staatlicherseits gefördert zu werden.

Da bin ich auch ganz zuversichtlich, jetzt wo selbst die GRÜNEN wieder protestantischer und religiöser werden."

Es war ein langer Weg. Nun ziehen wir gemeinsam an den Sturmgeschützen Gottes!

Youtube-Video:


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