Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?17838

Parlamentspräsidentin Rebecca Kadaga

Uganda will trotz des internationalen Drucks noch in diesem Jahr seine Gesetze gegen Homosexuelle verschärfen, weil das Volk eine härtere Gangart fordere. Das erklärte Parlamentspräsidentin Rebecca Kadaga gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Das Gesetz werde in den nächsten zwei Wochen ins Parlament eingebracht und noch in diesem Jahr verabschiedet werden, so Kadaga. Es war erstmals 2009 vom Abgeordneten David Bahati ins Parlament eingebracht worden, damals war noch die Todesstrafe für "schwere Fälle" von Homosexualität vorgesehen (queer.de berichtete). Nach einem internationalen Aufschrei ist diese Bestrafung inzwischen wieder aus dem Entwurf entfernt worden.

Der Gesetzestext sieht aber viele Verschärfungen vor: So soll "Werbung" für Homosexualität mit fünf Jahren bestraft werden. Auch dürften Wohnungen und Häuser nicht mehr an Schwule und Lesben vermietet werden. Bereits jetzt droht der Staat aktiven Schwulen und Lesben mit lebenslangen Haftstrafen.

Christliche Aktivisten fordern Verschärfung

Parlamentspräsidentin Kadaga erklärte, sie habe christlichen Aktivisten versprochen, schärfer gegen Homosexuelle vorzugehen. In der Hauptstadt Kampala hatten sich Evangelikale am Freitag zu einer Protestaktion getroffen und die Parlamentspräsidentin aufgefordert, den Gesetzentwurf endlich zu verabschieden. Sie bezeichneten Homosexualität als "gefährliche Bedrohung" für das Land und forderten als "Weihnachtsgeschenk" ein schärferes Verbot. Kadaga habe ihnen daraufhin versprochen, noch in diesem Jahr zu handeln.

Der ostafrikanische Binnenstaat gilt als einer der homofeindlichsten Länder der Welt. Da die Regierung wegen der instabilen Wirtschaftslage an Zustimmung verloren hat, will sie offenbar mit der homofeindlichen Haltung ihre Wahlchancen im nächsten Jahr erhöhen. In der Vergangenheit haben westliche Ländern allerdings damit gedroht, bei einer verschärften Homo-Verfolgung die Entwicklungshilfe zu kappen. Uganda hat daraufhin den Geberländern – insbesondere der früheren Kolonialmacht Großbritannien – vorgeworfen, weiter Kolonialpolitik zu betreiben (queer.de berichtete). (dk)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 12.11.2012, 17:39h
  • Nicht vergessen:

    "Rund 85 % der Gesamtbevölkerung Ugandas sind Christen" (wiki)

    PS Wenn die Tante den wirklich Kolonialismus beenden will, dann muss es wie 1789 heißen: Runter mit der Perücke! Weg mit der klerikalen Finsternis!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 RobinAnonym
  • 12.11.2012, 17:49h
  • Tja, dann muss man wohl die Entwicklungshilfe streichen. Ich will nicht, dass Geld (auch aus Steuern von uns Schwulen) gezahlt wird, um Schwule anderswo auf der Welt zu verfolgen, zu inhaftieren, zu foltern und zu töten.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SchavanAnonym
#4 sanscapote
  • 12.11.2012, 18:48h
  • Aufenthaltsverbot fuer R.A.K. in der gesamten EU!!!

    Streichung saemtlicher Zahlungen an Uganda.

    Aufnahme homosexueller Fluechtlinge aus Uganda in der EU!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Timm JohannesAnonym
  • 12.11.2012, 18:54h
  • Also da fast alle afrikanischen Staaten Entwicklungshilfe aus Europa/Nordamerika erhalten, sollte hier der Geldhahn für Länder wie Uganda dann zugedreht werden.

    Da die Entwicklungshilfegelder sowieso nicht unerschöpflich zur Verfügung stehen, sollten sie umgeleitet werden, in Länder die homofreundliche Gesetze haben, beispielsweise nach Südafrika, Madagaskar, Ecuador, Peru, Guatemala, El Salvador, usw.

    Warum sollen Entwicklungshilfegelder aus Europa an zutiefst homophobe Regierungen in Uganda oder Zimbabwe verteilt werden ???
  • Antworten » | Direktlink »
#6 julian21
  • 12.11.2012, 19:22h
  • Antwort auf #5 von Timm Johannes
  • "Warum sollen Entwicklungshilfegel der aus Europa an zutiefst homophobe Regierungen in Uganda oder Zimbabwe verteilt werden ???"

    Immer dieses Geschrei nach voller Streichung der Entwicklungsgelder...

    "[...] cuts in aid would penalise the poorest, most vulnerable people. Many are dependent on aid for basic needs like food, clean water, health care and education.

    Instead of cutting aid, Britain and other donor countries should divert their aid money from human rights abusing governments and redirect it to grassroots, community-based humanitarian projects that respect human rights and do not discriminate in their service provision."

    www.divamag.co.uk/category/comment/peter-tatchell-says-don't
    -cut-aid-over-human-rights-abuses.aspx


    Kurz: Anders verteilen (z.B. an LGBTI-Gruppen), statt komplett zu streichen. Können wir uns darauf einigen?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 HonestAbeProfil
  • 12.11.2012, 20:43hBonn
  • Einfach fürchterlich!

    Aber hey, Evangelikale hin oder her, die größten Religionsgruppen in dem Land sind nach Wikipedia immer noch:
    Römisch-Katholisch: 42 %
    Anglikanisch: 36 %

    Wie wäre es wenn die Führer dieser Kirchen, allen voran der verdammte Papst sich mal dazu äußern würden?

    Was folgen muss: Sofortiges Eingreifen der UN, ausfliegen aller Homosexuellen Bürger Ugandas in zivilisierte Länder und sofortige Anerkennung derer als Kriegsflüchtlinge, denn nichts anderes als ein Krieg ist es, der gegen Homosexuelle in Uganda geführt wird.

    Wird das passieren? Nein!

    Warum wird eigentlich nicht das Offensichtliche gesehen? Hier passiert exakt das Gleiche wie im Holocaust!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 smallAnonym
  • 12.11.2012, 20:45h
  • Was denn nun....
    Mit diesen Locken in der Tradition der Britten auftreten, dann bitte auch pro Homo!!!

    Oder nackend mit wippenden Titten die Stammestradition.....

    Dieses aus Afrika ist einfach total daneben.... *kotz*
  • Antworten » | Direktlink »