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Xavier Naidoo fragt in seinem Song: "Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist?" (Bild: ProSiebenSat.1)

Xavier Naidoo ist nach Ansicht der Linkspartei ein "christlich-homophober Gewaltverherrlicher mit Führerkomplex" – deshalb haben Linkspolitiker den Soulsänger und seinen Kollegen Kool Savas angezeigt. Der Vorwurf: Volksverhetzung und Aufstachelung zur Gewalt.

Die Strafanzeige wurde von der Jugendorganisation Solid und der Landesarbeitsgemeinschaft queer.NRW der Linken gestellt. Dabei wird die CD "Gespaltene Persönlichkeit" von Naidoo und Savas kritisiert, die bereits im September erschienen ist (queer.de berichtete). Darin reimen die Künstler in einem Zusatztitel am Ende des Albums bluttrünstig: "Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten. Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist? Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?"

"Dieser Song transportiert Menschenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung und Homophobie", kritisierte Josi Michalke, Bundessprecherin der Linksjugend. "Hier werden auf haarsträubende Art und Weise satanistische Rituale mit Kindesmissbrauch mit Pädophilie mit Homosexualität gleichgesetzt. Das ist eine Frechheit". Naidoo inszeniere sich als "Kämpfer für das Gute mit Heiligenschein", stachele in Wirklichkeit aber mit seiner "verqueren Weltsicht" zu Gewalt und Selbstjustiz an.

Pro Sieben und Sat.1 sollen Zusammenarbeit beenden

Frank Laubenburg, Landessprecher der LAG queer.NRW der Linkspartei, forderte die Verantwortlichen der Castingshow "The Voice of Germany" auf, die Zusammenarbeit mit Xavier Naidoo zu beenden: "Es geht nicht an, dass Sat.1 und Pro Sieben einem christlich-homophoben Gewaltverherrlicher mit Führerkomplex Raum in ihren Sendungen geben", so Laubenburg. Der 41-jährige Soulsänger ist in der Show ein Jurymitglied unter anderem neben Nena und Rea Garvey.

Musikrezensent Harald Peters hatte den kritisierten Titel in der Tageszeitung "Die Welt" süffisant mit den Worten zusammengefasst: "Schwule Kapitalisten entwickeln unter dem Eindruck der Macht eine unbändige Lust, Kinder abzuschlachten, und schließen sich zu diesem Zweck zu Geheimgesellschaften zusammen". (dk)



#1 Thorsten1Profil
  • 13.11.2012, 13:21hBerlin
  • "Naidoos Liedtexte befassen sich unter anderem mit bekennendem Christentum und der Apokalypse, mit Nächstenliebe und der Bekämpfung von Fremdenhass."

    wikipedia

    Vielleicht sollte der Beitrag in wikipedia einmal aktualisiert werden....
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#2 Holger2Anonym
#3 KMBonnProfil
  • 13.11.2012, 13:31hBonn
  • Find ich ok. Diese nervige Pfälzer Bibeltrulla mit seinem Betroffenheitsgesülze geht mir sowas von auf den Geist mit seinem christlichen Betschwesterngeseiher... uäääääh.
    Wenn ich im Auto unterwegs bin und im Radio ertönt irgendwas von ihm, dann danke ich meinem Autohersteller, daß im Lenkrad bereits die Senderwahl einen schnellen Wechsel erlaubt.
    Gibt es eigentlich einen automatischen Xavier-Naidoo-Filter fürs Radio? :-)
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#4 HeinieAnonym
  • 13.11.2012, 13:34h
  • Entweder ein abgestürzter, kaputter Typ, wahrscheinlich aber ein hochintelligenter, der genau weiss, wie man in die Schlagzeilen kommt. Bushido hat es vorgemacht. So steigert er den Umsatz seiner Musik und kommt in die Talkshows. Nach dieser Aktion ist er ein reicher Mann und kann sich wie Bushido eine Luxusvilla im Grunewald leisten. Dieser Typ wird der "linken Jugend" noch dankbar sein!
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#5 ReinerAnonym
  • 13.11.2012, 13:46h
  • Er soll The Voice verlassen? Wer kümmert sich dann weiter um die schwulen Kandidaten?
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#6 PfälzerAnonym
#7 EmanonAnonym
  • 13.11.2012, 13:55h
  • Solange Savas so etwas ohne den Anspruch der Ernsthaftigkeit reimte, fand ich es witzig. Jetzt aber Pathos reinzustecken, den überhöht scharfen Modus mit der ernst gemeinten Causa begründen, ist Käse und Dummheit. Allerdings beobachte ich Savas seit 1997 und es verwundert mich nicht. Er ist witzig, gerissen, schlagfertig, aber gesellschaftlich, politisch und historisch ungebildet. Er sieht es schlicht nicht.

    Dass das Thema bei Xavier so angeschnitten wird, liegt wahrscheinlich daran, dass er erstens hardcore katholisch ist und dass er selbst als Kind missbraucht wurde. Persönlich ist das also zu verstehen - zu rechtfertigen allerdings nicht.

    Schade, dass sich beide Künstler ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nur in einem sehr eigenartigen Weg bewusst sind.

    Ich denke aber nicht, dass der richtige Weg die Offensive ist, da sie sonst noch mehr in die Defensive gedrängt werden.

    Ich würde gern mal ein Statement von beiden hören.
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#8 knatzgilProfil
  • 13.11.2012, 14:00hettelbruck
  • Ja ,ja auch mit Pissoirniveau lässt sich viel Geld verdienen.Konnte diese Predigerheulsuse sowieso noch nie Hören.Anzeige klar angebracht
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#9 MuslimunAnonym
  • 13.11.2012, 14:05h
  • Dieser Song-Text ist wirklich ekalhaft. Ob der Text jetzt wirklich Homosexualität mit Phädophilie und Satanismus gleichsetzt, darüber kann man sich streiten.
    Aber trotz allem find ich die Anzeige gut. Gibt mir persönlich wieder Bestärkung, dass ich in der richtigen Partei bin.
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#10 FDP4EverAnonym