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Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD)

Die Stadt Köln ist fast pleite: Nun will Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) mit einem Kahlschlag in mehreren Bereichen sparen. Abgeschafft werden soll auch das Referat für Lesben, Schwule und Transgender. Der Stadtrat, in dem SPD und Grüne eine knappe Mehrheit haben, muss den Plänen noch zustimmen.

Das Referat koordiniert in der Domstadt unter anderem die Homo-Politik und dient als Ansprechpartner für Homo-Gruppen. Außerdem soll es Öffentlichkeitsarbeit leisten und die internationale schwul-lesbische Zusammenarbeit verbessern. Es wurde erst 2010 ins Leben gerufen. Mit der Einsparung würde Köln 75.000 Euro pro Jahr einsparen.

Weiter bestehen bleibt dagegen die 2007 ins Leben gerufene Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender, die bei kommunalen Themen eine beratende Funktion hat. Auch hier können sich Vertreter von Homo-Gruppen einbringen.

Insgesamt Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro

Die Kölner Stadtkämmerin Gabriele Klug will auch in vielen weiteren Bereichen Einsparungen vornehmen: So will sie verbilligtes Mittagessen in Schulen einschränken (700.000 Euro), Gelder für Bürgerhäuser kürzen (1,1 Millionen Euro) oder bei der Seniorenarbeit sparen (490.000 Euro). Insgesamt sollen so 100 Millionen Euro weniger ausgegeben werden als bislang geplant. Einen ausgeglichenen Haushalt wird Köln aber auch nach den Kürzungen nicht präsentieren können: 2013 soll bei Ausgaben in Höhe von 3,8 Milliarden Euro immer noch ein Defizit von 300 Millionen Euro übrig bleiben. Erst 2020 will die Stadt keine neuen Schulden mehr aufnehmen.

Oberbürgermeister Jürgen Roters, einst gemeinsamer Kandidat von SPD und Grünen, gilt als homofreundlicher Politiker, der sich bereits vor seiner Wahl im Jahr 2009 unter anderem für das "Sommerblut"-Kulurfestival einsetzte. Seit 1995 ist der frühere Regierungspräsident Schirmherr für das schwul-lesbische Benefiz-Fußballturnier Come-Together-Cup. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.11.2012, 15:57h
  • Herr Roters, Sie werden mit der Abschaffung des Homoreferates in Köln kräftig auf die Nase fliegen! Der Stadtrat wird das mit seinem Votum eindeutig zu verhindern wissen!
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#2 erererEhemaliges Profil
  • 14.11.2012, 16:40h
  • Wie schade, dass Koln immer noch keinen offen schwulen Burgermeister hat! Nach Berlin und Hamburg ware es schon langsam Zeit auch fur die Domstadt, oder? (Ich glaube, sogar Herr Meissner ware damit heimlich einverstanden)
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#3 Thorsten1Profil
  • 14.11.2012, 17:06hBerlin
  • Wenn gespart werden muss und tatsächlich auch an allen Ecken und Kanten gespart wird, dann sollten sich Schwule und Lesben nicht verweigern. Im Jahr 2012 sollten sie so emanzipiert sein, dass sie nicht sofort wieder mit der Diskriminierungsnummer kommen.
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#4 EU LänderAnonym
  • 14.11.2012, 18:05h
  • Die Merkel Reg.und sie muss weg. Proteste in ganz Europa. Nur Einsparungen für Reiche schon
    mit Milliarden Euro pro Person. Cdu / csu Politik.
    Statt Toleranz, Wohlstand was gibt es. Sogar in z.B. großem Köln. Wohin geht dann EU und unbeliebte BRD? Seit vielen Jahren geht auch Szene pleite. Kulturleben von Deutschen, die doch auch schwul sind. Schlechte Finanzpolitik. Das schlimmte ist die Deutschen mit diesen komischen Einsparungen nicht protestieren. Für was wird gespart für 10 mega Luxus der Politiker und dicken Fischen mit 10 Luxus Kinder
    etwa Ursula. Für wen sind die Erfolge. Die machen Europa kaputt. Wollten sie Love Parade auch weg. Reiches Brd Land tut sich als arme Dame unfähig zum Regieren. Und die Kölner sollen Wut auslassen. Ostdeutsche soll nicht regieren. Sie spart für Monaco und die Schweiz. Und braves Europa und Köln lässt sich gefallen.
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#5 NeukölnerAnonym
#6 XX1XXAnonym
  • 14.11.2012, 20:07h
  • Antwort auf #3 von Thorsten1
  • Richtig,
    wenn dann auch an den Referaten für Frauen und Behinderte, Ausländer und Immigranten, etc. gespart wird, dann sollte auch die Community ihren Beitrag leisten. Wenn dem nicht so ist, dann sollten wir das schon als Diskriminierung auch benennen!
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#7 VerwalterAnonym
  • 14.11.2012, 20:46h
  • Die Abschaffung kann ich nachvollziehen. Immerhin ist ein solches Referat eine freiwillige Aufgabe und diese müssen in einer Haushaltsnotlage eben auf den Prüfstand.
    Zunächst muss die Stadt die Pflichtaufgaben erfüllen, dann erst können freiwillige Aufgaben finanziert werden, wenn die Finanzierung der Pflichtaufgaben gewährleistet wird.

    Das alles ist Haushaltsrecht und hat mit Diskriminierung nichts zu tun. Auch ein schwuler Oberbürgermeister würde nicht anders handeln.
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#8 alexander
  • 14.11.2012, 22:39h
  • also wenn man davon ausgeht, dass sich köln immer als SCHWULENMETROPLE präsentiert, ist das geradezu ein witz ?
    natürlich haben alle städte finanzprobleme, aber warum müssen die immer auf kosten der minderheiten, die gerade besondere hilfe und schutz benötigen gehen ? da ist köln keine ausnahme, es wird immer von unten nach oben gespart !!!
    der kölner klüngel ist berühmt für seine vetternwirtschaft, ich kann nicht glauben, dass sich der bürgermeister roters davon freimachen konnte !
    aber das scheint in dieser bunten republik zur gewohnheit zu werden : "wir würden ja gerne, aber wir haben keine mittel "???
    wo bleibt denn die wirtschaftskohle, es kann doch nicht angehen, dass eines der reichsten länder der welt, seit JAHRZEHNTEN kein geld für öffentliche bedürfnisse und kommunen hat ?
    irgendwo muss da ein fass ohne boden sein !
    hier werden doch die gelder nur noch verteilt, ob schwarz, rot, grün, gelb oder braun.
    und was diese politischen, völlig (zum wohle des volkes!) verarmten protagonisten angeht, neiden sie unseren SUPERABZOCKERN, den bossen, das geld !
    man muss nun wirklich weder links, noch kommunist sein, um die seit jahrzehnten betriebene umverteilung, des SOGENANNTEN VOLKSVERMÖGENS zu verurteilen !!!
    denn wer bezahlt die folgen ??? bestimmt die vermögenden, kriminellen abzocker ?????
    da halte ich es mit de oma -philisophie : "von seiner hände arbeit wird keiner reich !"
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#9 LucaAnonym
  • 14.11.2012, 23:07h
  • Wieder mal ein Beleg, dass die SPD vielleicht notwendiges Übel für Mehrheiten ist, aber dass sie nicht wirklich erste Wahl sind.

    Grüne und Linkspartei sind die deutlich besseren Alternativen.
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#10 felix-koelnAnonym
  • 15.11.2012, 09:16h
  • Antwort auf #3 von Thorsten1
  • Aus Berliner Sicht scheint das Sparargument leicht nachvollziehbar. Ihr habt gut reden, denn bei euch stellt sich die Situation für die Community (obwohl ihr ein hoch verschuldetes Bundesland seid) anders dar als in der früheren "Homo-Hochburg" Köln.

    Dem querren CSD- und Karnevalstouristen fällt natürlich nicht auf, dass Köln (hoch-)kulturell und subkulturell seit über 10 Jahren immer mehr nachlässt. Die Bedeutung einer gut ausgestatteten (Homo-) Koordinierungsstelle wird weder erkannt noch gewürdigt - als eine Bereicherung für eine offenen Stadt mit Lebensqualität. Der Standortvorteil wird einfach nicht verstanden (daür gibt es im Bereich Kultur zahlreiche weitere Beispiele).

    Die weitere Reduzierung der Unterstützung durch die Stadt Köln ist ein Trauerspiel. Ob diese Stadtregierung (und besonders die SPD, die diesen Kurs forciert) die Quittung dafür bekommt? Ich wage es zu bezweifeln. Vielmehr wandern die Engagierten ab - zum Beispiel nach Berlin.
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