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Vizeregierungschef Eamon Gilmore will einen raschen Volksentscheid

Der stellvertretende irische Premierminister Eamon Gilmore setzt sich für einen Volksentscheid zur Ehe-Öffnung ein – das Referendum solle "so schnell wie möglich" durchgeführt werden.

Am Montag erklärte Gilmore im Radiosender RTÉ, dass es an der Zeit sei, Homosexuellen im Land endlich die gleichen Rechte zu geben: "Ich denke, man kann Menschenrechte nicht vertagen", sagte der 57-Jährige. Die Ehe-Öffnung sei eines der wichtigsten Themen, die in einem Anfang Dezember beginnenden Konvent über die Reform der Verfassung behandelt werden müsse.

Gilmore ist Parteivorsitzender der sozialdemokratischen Labour Party. Die Partei regiert derzeit in einer Koalition mit der konservativen Fine Gael, die der Ehe-Öffnung distanzierter gegenübersteht. Allerdings setzt sich die Jugendorganisation der Konservativen für die Gleichstellung ein. Neben Labour befürworten auch die rechtsliberale Fianna Fáil, die Grünen sowie die linksgerichtete Sinn Féin die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben.

Aktivisten: Irland soll Europa bei Homo-Rechten führen

Homo-Gruppen haben den Vorstoß des Vize-Regierungschefs begrüßt: "Es ist Zeit für die Ehe-Gleichstellung. Wir wollen, dass Irland diese Bewegung anführt mit Ländern wie Spanien und Portugal und nicht hinterherzuckelt", erklärte Moninne Griffith von der Gruppe "Marriage Equality".

Mehreren Umfragen zufolge würden derzeit 70 Prozent der Iren die Ehe-Öffnung befürworten. Dabei galt das ehemalige Agrarland als sehr konservativ und legalisierte gleichgeschlechtlichen Sex erst 1993. Im Jahr 2010 führte das Land eingetragene Lebenspartnerschaften ein, die alle Rechte mit Ausnahme des Adoptionsrechts enthalten (queer.de berichtete). Insbesondere die einst mächtige katholische Kirche hat gegen die Gleichstellung gekämpft. Sie hat aber in den letzten Jahren nach Missbrauchsskandalen und darauf folgenden Vertuschungsversuchen an Autorität eingebüßt. (dk)



#1 erererEhemaliges Profil
  • 14.11.2012, 17:22h
  • Das wird also das erste Referendum ueber die Homo-Ehe in Europa sein. Riskant... Irland ist nach wie vor sehr katholisch gepraegt, und das ist nie zu ignorieren. Die neuesten Ereignisse bzw. Diskussionen im 'liberalen' Frankreich zeigen uns wieder einmal, dass sogar 200 Jahre von Institution der Zivilehe und 100 Jahre von Staat-Kirche Trennung nicht imstande sind, die katholischen 'ressentiments' zumindest zu verstecken, wenn nicht voellig abzuschaffen. (Oder ist die Idee eines 'saekularen Staates' eigentlich nur eine Illusion, indem die Kirche 200 Jahre nach Franzoesischer Revolution letzlich gelernt hat, nach den Regeln einer pluralistischen Demokratie zu spielen - und zu gewinnen, wieder? Damit bekommen das aufkommende Abstimmen im Pariser Parlament sowie Referendum in Irland noch mehr historische bzw. soziologische Bedeutung.)
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.11.2012, 19:28h
  • Wenn schon in den US-Bundesstaaten Washington, Maryland und Maine die Homoehe per Referendum eingeführt wurde, dann steht dem in Irland nichts mehr im Wege. Die Bevölkerung würde mit großer Mehrheit für die Homoehe stimmen (wie im Text steht, befürworten 70 % der Iren die Homoehe)! Das Wichtigste ist aber, daß die Katholische Kirche durch die vielen Mißbrauchsfälle erst einmal (und hoffentlich für sehr lange) kaltgestellt ist und das irische Volk mit ihren hetzerischen Veitstänzen keiner Gehirnwäsche unterziehen kann!
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#3 finkAnonym
  • 14.11.2012, 22:28h
  • "Ich denke, man kann Menschenrechte nicht vertagen"

    aber man kann die frage zur abstimmung freigeben, ob sie wirklich für alle gelten sollen oder doch nicht?
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#4 LucaAnonym
  • 14.11.2012, 23:05h
  • Wollen wir hoffen, dass die deutlichen Umfrageergebnisse am Ende wirklich zustande kommen. Das wäre dann natürlich super für Irland und ganz Europa.
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