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Xavier Naidoo als Juror bei "Voice of Germany" (Bild: ProSiebenSat.1)

Xavier Naidoo und Kool Savas bestreiten, dass ihr Song "Wo sind sie jetzt" homophob ist und zur Gewalt aufruft. Pro Sieben und Sat.1 halten derweil an Naidoo als "Voice of Germany"-Juror fest.

Die Linksjugend hatte Naidoo und Savas bei der Staatsanwaltschaft Mannheim angezeigt und ihnen den Aufruf zu Straftaten und zur Volksverhetzung vorgeworfen (queer.de berichtete). In der Kritik stand ein verstecktes Lied am Ende ihrer Nummer-eins-CD "Gespaltene Persönlichkeit", in dem es unter anderen heißt: "Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten. Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist?". Die Staatsanwaltschaften prüfen derzeit, ob die Textpassagen unter die Kunstfreiheit fallen oder gewaltverherrlichend oder volksverhetzend sind.

Via Facebook haben sich nun am Donnerstag die beiden Künstler erstmals zu den Vorwürfen geäußert. Sie beharren darauf, dass die Texte nicht als Aufruf gegen Homosexuelle verstanden werden sollen, sondern sich gegen Männer richten, die Kinder misshandelten: "Ich habe versucht, mich in das dort Gesehene und Gehörte hineinzuversetzen. Ich glaube nicht, dass diese Täter schwul oder pädophil sind", so Naidoo. "Ich habe, da ich selbst im Alter von acht Jahren in die Hände eines pädophilen Mannes geraten bin, in gewisser Hinsicht Verständnis für deren tragisches Schicksal, da sie Triebtäter sind. Und gegen ihren Trieb nichts ausrichten können". Den Text habe er geschrieben, nachdem ihn eine NDR-Dokumentation über Kindesmissbrauch aufgewühlt habe.

Keine Gleichsetzung von Homosexualität und Pädophilie beabsichtigt


Kool Savas: Textzeilen "falsch verstanden"

Naidoo wehrt sich auch gegen den Vorwurf von Linkspolitiker Frank Laubenburg, der ihm einen "Führerkomplex" vorgeworfen hatte. Grund für den Vorwurf war die Textzeile: "Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?". Das Wort "Führer" habe hier aber nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun: "Natürlich gilt der Ruf im Refrain unter anderem unseren aktuellen Führern, Politikern und Verantwortlichen in Medien, Polizei, Verfassungs- und sogar Staatsschutz".

Auch Kool Savas erklärte, die Texte richteten sich nicht gegen Schwule: "Ich möchte klar stellen, dass es nie die Absicht unseres Liedes war, Homosexualität und Pädophilie gleichzusetzen, oder zur Gewalt gegen Menschen aufzurufen. Ich hatte auch nie den Eindruck, dass die Textzeilen von Xavier falsch verstanden werden könnten".

Wer Schwule hasst, "hat Jesus nicht verstanden"

Naidoo sagte weiter, dass er sich entgegen den Vorwürfen für Homosexuelle einsetze und Diskriminierung falsch sei: "Ich stehe, seit ich denken kann, mit der katholischen Kirche auf Kriegsfuß, weil sie Schwule, Lesben und Transsexuelle nicht respektiert und akzeptiert." Diese Haltung sei "völlig inakzeptabel", sagte der 41-Jährige weiter. "Wer gegen diese Menschen Verachtung und Hass aufbringt, der hat Jesus nicht verstanden".

Pro Sieben und Sat.1 halten unterdessen an Naidoo als Juror ihrer Castingshow fest: "Natürlich bleibt er Coach bei 'The Voice of Germany'", erklärte Sendersprecher Christoph Körfer gegenüber der Onlineausgabe des "Kölner Stadtanzeigers". Die Linksjugend hatte eine Ablösung Naidoos gefordert. (dk)



#1 quotennutteAnonym
  • 15.11.2012, 12:35h
  • Wer Schwule hasst, "hat Jesus nicht verstanden"

    Xavier Jesus Naidoo:

    "Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten. "
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#2 TommAnonym
  • 15.11.2012, 12:38h
  • Der "klägliche" Versuch von Schadensbegrenzung ... :-((

    Ich frag mich halt, wieso muss ich den besagten Titel "wo sind" im Album am Schluss quasi "verstecken", wenns doch so "harmlos" und gar nicht so gemeint ist, wie es gesungen - pardon gerappt wird ... :-((
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#3 AntjeAnonym
  • 15.11.2012, 12:40h
  • Für mich ist die Textzeile sowas von eindeutig und ich dachte direkt an Männer, die sich, wie auch immer, an Kindern vergreifen. Alles andere macht doch gar keinen Sinn und ich verstehe nicht, wie man darauf kommt, dass sich diese Textzeile gegen Homosexuelle richtet.
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#4 Lich KingAnonym
  • 15.11.2012, 12:49h
  • Man muss natürlich bedenken das Naidoo als 8 Jähriger damals selbst von einem Pädo missbraucht wurde und daher natürlich einen anderen Bezug hat als wir die "normal", in sexueller Hinsicht, aufgewachsen sind. Er setzt sich für Kinderschutz ein und hat klar gemacht das nichts gegen Homosexuelle hat. Damit sollte das Thema nun für uns auch abgeschlossen sein
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#5 ZumutungAnonym
  • 15.11.2012, 12:52h
  • "Xavier Naidoo fühlt sich missverstanden"

    OMG hoffentlich schreibt er keinen song darüber
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#6 grungeAnonym
  • 15.11.2012, 12:53h
  • Der Text von Whipping wurde für eine an den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton gerichtete Petition genutzt, mit deren Hilfe man gegen die Ermordung von Frauenärzten, die Schwangerschaftsunterbrechungen durchführten, durch "Pro-Life"-Aktivisten protestieren wollte.

    "Pro-Life" ist natürlich genauso zynisch verlogen,
    wie die Umsatzschadensbegrenzung durch Herrn Xavier Kurt Naidoo.

    www.youtube.com/watch?v=CqY-RtD-4i0
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#7 LisbethSalanderAnonym
  • 15.11.2012, 12:58h
  • Naidoo kann gar nicht verstehen, wie man seinen Text denn irgendwie missverstehen könnte. Da empfehle ich ihm, mal die Posts der eigenen Fans unter seinem Statement zu lesen, z.B.:

    "warum regt sich die kirche eigentlich darüber auf die pfarren sind doch auch schwul und das schlimmste daran sie vergehen sich an unschuldigen kindern"
    "Seit fruchtbar und meret euch. Das geht nur in einer Heterosexuellen Verbindung."
    "der hat Jesus nicht verstanden" das glaub ich eher weniger xavier unsere Natur kennt keine schwulen und lesben ! akzeptieren ist eine andere geschichte!"
    "Man kann so viele Sympathien für Schwule haben wie man will aber das Himmelreich werden sie nicht sehen"
    "nix schwulen respekt erweisen! alle in einen sack und ab ins meer.. was wäre die welt wenns nur schwule und lesben geben würde"
    und so weiter...
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#8 rememberAnonym
#9 HafenrundfahrtAnonym
  • 15.11.2012, 13:27h
  • heh Xavier Naidoo und Kool Savas, lest auch die anderen Kommentare in diesem Forum, bevor ihr uns weismachen wollt, dass wir nur falsch verstanden haben.Oder sollen wir alles hier noch einmal wiederholen.

    Dieses ganze Album gehört geschreddert.Es enthält eine dreckige Fantasie die sich in denen befindet, die diesen Text erfunden haben.
    Die beiden anscheinend sauberen Herren mit weißer Weste gehören für Schäden verantwortlich gemacht.

    Die BRD hat ein Antidiskriminierungsgesetz.
    Herr Gesetzgeber, wann wirst du gegen Naidoo und Savas vorstellung sowie gegen die Förderer Pro Sieben und Sat.1???

    Die Anzeige durch die Linksjugend ist rechtens, damit die Staatsanwaltschaft aufmerksam wird!
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#10 DominiqueAnonym
  • 15.11.2012, 13:35h
  • Warum wurden die zwei nicht gefragt, was sie mit der Mösen-Passage meinten. Da geht es doch klar um Schwule, oder nicht?
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