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Die Webseite der Lukas-Schule

Die evangelische Lukas-Schule in München hat zugegeben, dass Homosexuelle im Unterricht als "missverständlich" dargestellt wurden – personelle Konsequenzen will die Landeskirche aber nicht ziehen.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte Ende Oktober berichtet, in der Schule werde gelehrt, dass Schwulen und Lesben der Teufel droht (queer.de berichtete). Daraufhin hat die Landeskirche Ermittlungen angekündigt und 900 Eltern angeschrieben und um weitere Informationen gebeten. Am Donnerstag stellte Oberkirchenrat Detlev Bierbaum die Ergebnisse vor. In dem Bericht heißt es, dass "missverständliche Äußerungen gemacht worden [sind] zum Bereich der Homosexualität". Allerdings habe es sich dabei um "Einzelfälle" gehandelt. In der Schule herrsche "kein Klima der Angst". Insgesamt hätten als Reaktion auf die Debatte nur zwei Elternpaare ihre Kinder abgemeldet.

Kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte der Vorsitzende der Schule noch gemutmaßt, dass die Vorwürfe der "Fantasie einer wütenden Mutter" entspringen würden. Nun gibt die Landeskirche zu, dass die Schule in Teilen ein fundamentalistisches Weltbild verbreitet habe. "Was für mich in der Tat schwierig ist, dass hier eine Bibel verteilt worden ist von John McArthur mit einem kreationistischen Hintergrund", erklärte Oberkirchenrat Bierbaum. MacArthur ist in den USA ein gern gesehener Talkshowgast, der unter anderem auf CNN erklärt, dass Schwule und Lesben "die Familie vernichten" würden.

Keine Konsequenzen für homophobe Lehrer

Wegen der Vorfälle gibt es keinerlei personelle Konsequenzen. Die Lehrer, die Stimmung gegen Homosexuelle und Lehrinhalte wie die Evolutionstheorie gemacht hätten, seien in "Einzelgesprächen" darauf hingewiesen worden, dass sie sich an den Lehrplan halten müssten.

Auch Schulleiter Jörg Birnbacher bleibt im Amt. Der frühere Vorsitzende des "Forums Geistige Wende" hat immer wieder homofeindliche Texte veröffentlicht. So warf er "radikalen Homo-Aktivisten" 2006 anlässlich des Besuchs des damaligen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski ein "pöbelhaftes Verhalten" vor, "das den guten Ruf unseres Landes schädigt". Er forderte die Behörden indirekt auf, die schwulen und lesbischen Aktivisten mundtot zu machen, weil sie "für ihre absurden politischen Forderungen keine vernünftigen Argumente vorbringen" könnten. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Timm JohannesAnonym
  • 16.11.2012, 13:45h
  • Die Lehrer, die Stimmung gegen Homosexuelle und Lehrinhalte wie die Evolutionstheorie gemacht hätten, seien in "Einzelgesprächen" darauf hingewiesen worden, dass sie sich an den Lehrplan halten müssten.

    --> Einzelgespräche mit diesen Lehrern, die teilweise verbeamtet sein dürften, sind zu wenig.

    Da müssen ganz klar schärfere disziplinarrechtliche Mittel kommen.

    --> Vor allem geht es in landeskirchlichen Institutionen auf gar keinen Fall, das Bibeln verwendet werden, die von Freikirchen in den USA verbreitet werden. In den Lehrplänen ist genau festgehalten, welche Bibeln hier in Deutschland im Religionsunterricht verwendet werden.
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#2 Kurt NaidooAnonym
#3 goddamn liberalAnonym
  • 16.11.2012, 15:53h
  • Antwort auf #1 von Timm Johannes
  • Siehst Du:

    Es ist genauso, wie ich sagte.

    Warum sollte man es sich mit der finanzkräftigen, rechtslastigen und massiv homophoben 'Evangelischen Allianz' verderben, die hinter der Lukasschule steckt?

    Wegen ein paar Schwuchteln?

    Da wird nüchtern kalkuliert und gegen uns entschieden.

    Merke: Die EKD ist keineswegs liberal, wie Du hier gerne behauptest. Außer man versteht unter Liberalität die Toleranz gegenüber der frömmelnden Intoleranz.
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#4 RalfAnonym
  • 16.11.2012, 16:04h
  • Das kommt halt dabei raus, wenn der Staat die schulische Bildung von Kindern Organisationen überlässt, die hasserfüllte Aussagen obskurer altorientalischer Romanschreiber über die Menschenwürde stellen. Das Problem sind ja nicht die paar Hanseln in München, das Problem ist eine Rechtsordnung, die solchen Typen freie Bahn gewährt, um die Gehirne und Seelen von Kindern zu vergiften. Das Gleiche gilt für den Bericht aus Österreich über diese Hasspredigerin aus Mekka.
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#5 schulausflugAnonym
#6 MarekAnonym
  • 16.11.2012, 16:39h
  • Also das ist ja wohl ein Skandal:
    die geben offen zu, dass bei ihnen an der Schule (!) gehetzt wird und schon Kinder und Jugendliche mit Menschenhass infiltriert werden.

    Aber sie ziehen keine Konsequenzen und heißen das sogar noch gut.

    Da müssen jetzt endlich Politik und Justiz aktiv werden.

    Dies ist auch der beste Beleg, warum man (im Gegensatz zur Meinung von Union und FDP) eben doch Anti-Diskriminierungs-Gesetze braucht! Die auch Religion nicht ausschließen!
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#7 goddamn liberalAnonym
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.11.2012, 17:40h
  • Lächerlich und eine krasse Fehlentscheidung! Von mir hätten die homophoben Lehrer die fristlose Kündigung erhalten!
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#9 goddamn liberalAnonym
#10 RoggeAnonym
  • 16.11.2012, 19:40h
  • Antwort auf #1 von Timm Johannes
  • Ich finde es extrem Intolerant, wie negativ die Beiträge von Dir, Timm Johannes, grundsätzlich von anderen usern beurteilt werden, und das völlig unabhängig von dem was Du schreibst.

    Toleranz, so zeigt es sich wieder einmal auch auf queer.de, scheint nach Definition einiger gutmenschelnder Meinungsfaschisten hier auf queer.de, nur für sich selbst und ihresgleichen zu gelten, aber nicht für andere, die z.B. politisch liberaler und konservativer Denken.

    Wenn hier schon die Toleranz nicht funktioniert, wie soll man von der heterosex. Mehrheitsgesellschaft Respekt für unsere Liebe erwarten können.

    Dabei kann Toleranz nur die Vorstufe zum Respekt sein. Bleibt es bei dieser Vorstufe ist es nur noch eine Beleidigung und Demütigung auf Dauer gesehen.
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