Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?1788

Rom Im Streit um die anti-homosexuellen Äußerungen des designierten EU-Innen- und Justizkommissars Rocco Buttiglione sorgt ein weiterer italienischer Politiker für Kritik. Der Minister für Italiener im Ausland, Mirko Tremaglia, kommentierte die Entscheidung eines EU-Ausschusses zur Ablehung Buttigliones mit dem Satz: "Armes Europa. Die Schwuchteln sind in der Mehrheit". Tremaglia verteidigte am Mittwoch die Verwendung des Begriffs: "Ich habe nur das Wort 'gay' ins Italienische übersetzt", so der 78-Jährige. "Heutzutage ist in den Zeitungen von der 'Gay-Lobby' die Rede. Ich habe die gleiche Formel benutzt, allerdings ins Italienische übersetzt." Der Zeitung "Corriere della Sera" sagte er: "Nun, ich bin eben vom Land, und dort sagt man 'Schwuchteln'." Er verteidige lediglich die katholischen Werte, die ihm die Eltern vermittelt hätten, sagte er weiter. "Schwul zu sein war in meiner Heimat absonderlich und nicht gut." Der italienische Außenminister Franco Frattini warf indessen EU-Parlamentariern vor, mit der Ablehnung der italienischen Regierung schaden zu wollen. (nb/pm)



Italienischer Ex-Minister: Schwulsein ist "falsch"

Der frühere italienische Europaminister Rocco Buttiglione rüstet wieder verbal gegen Schwule auf.
#1 LandeiAnonym
  • 13.10.2004, 16:28h
  • Wann genau wird die Regierung Berlusconi in die "Geschlossene" weggesperrt? DAS ist nicht die Stimme der restlichen italienischen Bevölkerung. Und SO Landeier haben nun wohl auch nichts in einer Regierung zu suchen - ist ja schon mehr als peinlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 skydiverProfil
  • 13.10.2004, 16:43hStuttgart
  • In einem Punkt gebe ich Mirko Tremaglia recht: "Die Schwuchteln sind in der Mehrheit!" und das ist auch gut so !!!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LandeiAnonym
  • 13.10.2004, 17:00h
  • :-)dazu passt dann noch das, was ich gerade in der "Zeit" las:

    Sünder

    Homosexualität in Brüssel

    Rocco Buttiglione berief sich auf Kant und sprach doch wie der Papst. Zwischen Recht und Moral gebe es einen Unterschied, dozierte der designierte EU-Kommissar für Justiz und Berater des Vatikans vor dem Europaparlament. Und darum sei er so frei, Homosexualität für eine Sünde zu halten und dennoch die europäische Grundrechte-Charta zu respektieren. Die weltliche Strafe folgte auf dem Fuße, die Abgeordneten vom Ausschuss für bürgerliche Freiheiten verweigerten dem Italiener die Approbation (ohne Folgen, denn nur der Kommissionschef kann ihm kündigen).

    Ein Nord-Süd-Konflikt, kamen die Gewissensfragen doch von einer holländischen Grünen und einem britischen Labour-Mann. Abgeblitzt, weil da linke Dunkelmänner die Strippen ziehen, schwört darum Buttigliones bisheriger Boss Silvio Berlusconi. Darf, wer wie Buttiglione denkt und redet, im ansonsten meinungsfreudigen Brüssel also nicht Kommissar werden? Er darf und soll sogar: Diese Union ist eine Gesellschaft der Toleranz und Differenz. Toleranz kann der katholisch konservative Kommissar bald beweisen. Denn in Brüssel sitzt ihm die personifizierte Sünde als geschätzter Kollege gegenüber: Der britische Kommissar Peter Mandelson macht nämlich aus seiner Homosexualität überhaupt kein Geheimnis.
    Joachim Fritz-Vannahme

    (c) DIE ZEIT 14.10.2004 Nr.4
  • Antworten » | Direktlink »
#4 TobiAnonym
  • 13.10.2004, 18:11h
  • Jeder, der sich so äußert, hat in verantwortungsvollen Positionen, wo er über andere Menschen zu entscheiden hat, NICHTS zu suchen.

    Die Italiener wollten ja immer schon eine Extrawurst in der EU. Wenn sie der Meinung sind, dass im "armen Europa die Schwuchteln in der Mehrheit sind", können sie doch aus der EU austreten. Niemand wird zum Bleiben gezwungen.

    Aber sie sollten eines bedenken: der EU geht es auch ohne Italien gut (vielleicht sogar besser), gilt das umgekehrt auch?! Wer die wirtschaftlichen Vorteile der EU genießen möchte, muss auch die Menschenrechte akzeptieren. Wer das aus persönlichen Gründen nicht kann, hat nichts in der Politik verloren!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 DanielAnonym
  • 13.10.2004, 20:32h
  • Also diese "Ausfälle" der italienischen Polit-Clowns lassen den Beitritt der Türkei als laizistischen Staates als Rettung der Tolleranz und des Nebenenanders von Religion und Staat erscheinen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 jensAnonym
#7 wolfAnonym
  • 14.10.2004, 07:48h
  • das mirko vom land kommt, von seinen eltern katholische werte übernommen hat und auch noch übersetzen kann, ist ja toll !
    das er aber in 78 jahren nichts begriffen hat, geschweige etwas dazugelernt, ist traurig.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 EuroMatAnonym
  • 14.10.2004, 12:31h
  • Wer möchte, kann - so wie ich - ein Protest-E-Mail an den italienischen Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi schicken, eine der wenigen Respektspersonen in der italienischen Spitzenpolitik:

    ------------------------------------------------------------------------------------------

    Betreff: Affermazioni omofobe del ministro Tremaglia
    An: presidenza.repubblica@quirinale.it

    Ort, 14 ottobre 2004

    Con la presente vorrei protestare - come cittadino europeo - contro le intollerabili affermazioni omofobe del ministro Mirko Tremaglia («Purtroppo Buttiglione ha perso. Povera Europa: i culattoni sono in maggioranza»). Oltre a offendere tutte le persone omosessuali esse daneggiano l'immagine dell'Italia all'estero. Perciò credo sia giusto chiedere non solo le scuse formali del ministro ma le sue dimissioni immediate.

    Cordiali saluti

    Name, Postanschrift

    -------------------------------------------------------------------------------------

    Übersetzung des Protest-E-Mails:

    Betreff: Homophobe Äußerungen des Ministers Tremaglia
    An: presidenza.repubblica@quirinale.it

    Ort, 14. Oktober 2004

    Hiermit möchte ich - als europäischer Bürger - gegen die unerträglichen homophoben Äußerungen des Ministers ["für die Italiener in der Welt", so der vollständige Amtstitel, Anm.] Mirko Tremaglia («Leider hat Buttiglione verloren. Armes Europa: Die Schwuchteln sind in der Mehrheit.») protestieren. Diese beleidigen nicht nur alle Homosexuellen, sondern schaden auch dem Ansehen Italiens im Ausland. Daher ist es meiner Meinung nach gerechtfertigt, nicht nur eine ausdrückliche Entschuldigung des Ministers, sondern seinen unverzüglichen Rücktritt zu verlangen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Name, Postanschrift
  • Antworten » | Direktlink »
#9 wolliAnonym
  • 19.10.2004, 15:18h
  • Hat schon recht mit den schwuchteln...
    denn die sind ja die unangenehmen, die schwuchteln halt, nichts gegen schwule, die stehen wenigstens dazu, aber schwuchteln sind die die sich nicht traauen, wobei es viel zu viel gibt.
    gruß

    w
  • Antworten » | Direktlink »