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  • 18.11.2012           42      Teilen:   |

Reykjaviks Bürgermeister: Homophobe sind "Arschlöcher"

Ein Bürgermeister im Fummel: Jón Gnarr beim Gay Pride Reykjavik 2011
Ein Bürgermeister im Fummel: Jón Gnarr beim Gay Pride Reykjavik 2011

Mit deutlichen Worten hat Jón Gnarr, Bürgermeister der isländischen Hauptstadt Reykjavik, auf die Massenproteste gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in Frankreich reagiert: "Homophobie ist keine Phobie. Sie haben keine Angst. Sie sind nur ein Haufen Arschlöcher", postete der 45-jährige Politiker in der Nacht zum Sonntag auf seiner Facebook-Page – zusammen mit einem Link zu einem BBC-Bericht über die Proteste.

Jón Gnarr, ein ehemaliger Komiker, Schauspieler, Schriftsteller und Bassist der Punkrockband Nefrennsli (Rinnende Nasen), ist erst seit zwei Jahren Oberbürgermeister von Reykjavik. Bei der Kommunalwahl am 27. Mai 2010 erzielte seine Spaßliste "Beste Partei" mit 34,7 Prozent überraschend die meisten Stimmen und ging eine Koalition mit den Sozialdemokraten ein, die nur auf dem dritten Platz landeten. Premierministerin Jóhanna Sigurdardóttir bezeichnete das Ergebnis damals als "Schock".

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Ein Eisbär für den Zoo von Reykjavik

Jón Gnarr als Pussy-Riot-Mitglied beim CSD im August 2012
Jón Gnarr als Pussy-Riot-Mitglied beim CSD im August 2012

Die "Beste Partei" war als Reaktion auf die isländische Finanzkrise entstanden und wollte die Parteienlandschaft umkrempeln. Auf der Spaß- und Protestliste kandidierten Musiker, Schauspieler, Comic-Zeichner, Künstler, Szenegrößen und Intellektuelle. Zum Wahlprogramm gehörten folgende Punkte: 1. Offene statt heimliche Korruption. 2. Kostenlose Handtücher für alle Schwimmbäder. 3. Ein Eisbär für Reykjavíks Zoo. Nach ihrem Einzug in das Berliner Abgeordnetenhaus nahmen die hiesigen Piraten Kontakte zur "Besten Partei" auf.

Doch nicht alles ist für Jón Gnarr nur Spaß: Der selbst heterosexuelle Oberbürgermeister setzt sich seit langem aktiv für LGBT-Rechte ein. Zum CSD in Reykjavik erscheint er traditionell im Fummel. In diesem Jahr nahm der "Gayor" nicht nur mit Kleid, sondern auch mit Sturmhaube am Pride-Marsch teil, um seine Solidarität mit der regierungskritischen russischen Punkband Pussy Riot auszudrücken (queer.de berichtete).

Youtube | Inspired by Iceland über Jón Gnarr

Tolerantes Island

Island gilt als ausgesprochen tolerantes Land. Die Ehe ist seit 2010 für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet (queer.de berichtete). Die sozialdemokratische Premierministerin Jóhanna Sigurdardóttir ist die einzige offen lesbische Regierungschefin der Welt (queer.de berichtete). (cw)

  Event-Tipp
Rainbow Reykjavik heißt das junge Gay-Event, das sich sowohl an Isländer als auch an Gäste aus Europa und den USA richtet.

Das Programm vom 31. Januar. bis 3. Februar 2013 ist ein ungewöhnlicher Mix aus Natur, Kultur, Party, Politik und kulinarischen Erlebnissen. So geht es gleich nach Ankunft auf dem Flughafen Keflavik zur Blauen Lagune – ein geothermal beheiztes Freibad mit naturblauem Wasser. Auf dem Programm stehen außerdem ein Besuch des einzigen Phallus-Museums der Welt, an den Abenden Konzerte und Partys. Kurztrips führen darüber hinaus zu Gletschern und Geysiren.

Für "Rainbow Reykjavik" bietet Icelandair Online-Reisepakete ab 870 Euro an. Die Pakete beinhalten Hin- und Rückflug ab Frankfurt oder München, drei Übernachtungen in gehobenen Hotels, tägliche Mahlzeiten sowie alle Transfers, Ausflüge und Eintrittsgelder. Individuelle Verlängerungen sind möglich.
Links zum Thema:
» Facebook-Seite von Jón Gnarr
Wochen-Umfrage: Wie lässt sich die "Angststörung" Homophobie am besten behandeln? (Ergebnis)

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Tags: jón gnarr, reykjavik, homophobie, arschlöcher
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Reaktionen zu "Reykjaviks Bürgermeister: Homophobe sind "Arschlöcher""


 42 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
18.11.2012
15:42:39


(-9, 13 Votes)

Von echnaton


immerhin der beweis des es auch heterosexuelle drag queens gibt und transvestismus nichts mit der sexuellen orieniterung zu tun haben muss.

aber traurig das es einen ganzen artikel wert sein muss wenn sich ein bürgermeister einer relativ unbeudeutenden stadt in frauenklamotten gegen homophobie stellt. gibt es sonst so wenige die sich, egal wie angezogen, dagegen stellen?
wichtiger wäre ein statement mitteleuropäischer und südeuropäischer politiker, denn die nordeuropäer sind schon immer ein gutes stück weiter und schneller gewesen.


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#2
18.11.2012
15:54:34


(+7, 9 Votes)

Von sanscapote
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Youtube-Video:


= hirnloses Scandieren wie vor 2000 Jahren.
Auch Mitlaeufer von Stimmungsmachern aufgewiegelt.


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#3
18.11.2012
16:03:31


(+9, 11 Votes)

Von fachärztlich


Wir befinden uns im Jahre 2012. In ganz Europa erleiden viel zu große Banken viel zu große Verluste und werden vom Staat auf Kosten des Steuerzahlers vor sich selbst gerettet. In ganz Europa zwingen die Finanzmärkte diese nun finanziell angeschlagenen Staaten dazu, Ausgaben zu kürzen, ihr Tafelsilber zu verscherbeln und die letzten Reste des Sozialstaats abzuschleifen. In ganz Europa? Nein! Der kleine Inselstaat Island hört nicht auf, dem Wahnsinn Widerstand zu leisten und reagiert auf die Finanzkrise mit exakt der entgegengesetzten Medizin wie der Rest Europas. Und Island hat damit sogar Erfolg.

Link zu www.spiegelfechter.com

"Wir haben uns nicht genug umgeschaut, was es an anderen sozialökonomischen Modellen in der Welt gibt", klagt er dann; in Skandinavien etwa seien alle Bürger krankenversichert und die Armutsquote liege bei "einem Bruchteil" der amerikanischen: "Ich finde, man sollte sich das ansehen", wird Sanders nicht müde zu sagen.

Link zu www.spiegel.de

At a speech on Election Night, she credited the strong progressive voices in Washington for helping to usher through a gay marriage referendum in the state.

If you think that the Democratic Party politicians did this for you, let me tell you it was us that won this! The fight for LGBT rights has just begun, we still need to fight poverty, homelessness and workplace discrimination.

Link zu www.huffingtonpost.com


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#4
18.11.2012
16:48:21


(+4, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


"Homophobie ist keine Phobie. Sie haben keine Angst. Sie sind nur ein Haufen Arschlöcher", postete der 45-jährige Politiker (Jon Gnarr)

Da gebe ich ihm Recht! Mit seiner Aussage hat er's auf den Punkt gebracht!


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#5
18.11.2012
17:18:25


(+2, 4 Votes)

Von Carmen


Das Zitat ist ursprünglich von Morgan Freeman.

Link zu www.facebook.com


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#6
18.11.2012
17:20:52


(-10, 12 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Das Leben ist mehr als Spaß und Fun!
Von einem solchen Spaß-"Bürgermeister" möchte ich -als offen schwuler Mann- nicht vertreten werden.


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#7
18.11.2012
17:32:06


(-6, 8 Votes)

Von Friedhelm


Nie einen zittern gesehen vor Homophobie? Wie weltfremd sind die denn? Solche Sprüche sind natürlich irreführend und dürften nicht von Bürgermeistern oder renommierten Schauspielern kommen, auch wenn sie damit helfen wollen.
Es ist eine der größten Phobien. Sonst würden manche Länder nicht mit dem Tod bestrafen.


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#8
18.11.2012
17:56:38


(+5, 5 Votes)

Von jenau
Antwort zu Kommentar #3 von fachärztlich


Na also, es geht anscheinend doch noch qualitativ. Ab und zu.

Sonst sind es zunehmend Boulevardgeschichten die man zu lesen kriegt. Das man sich fragt warum sich sogar der Spiegel so extrem auf zwei Themen, zum einen auf Empörungsstories wie Mord, Tratsch und Boulevard und zum zweiten auf den konservatien Teil der USA einschießt?

Man meint wirklich manchmal die deutschen Medien wollen ablenken und mit Coverstories über amerikanische Skandale, gewürzt mit Sex und Politik, zeigen wer die biederen, und wie weit hingegen doch die Mitteleuropäer sind.
( Nur komisch das, wäre es ein Skandal über z.b. einen schwulen Petraeus, er nie so penetrant in die deutschen Medien wandern würde.
Es bleibt dabei, Hauptstory, große Schlagzeilen und Pseudotoleranzgelaber geht nur, wenn ein Skandal heterosexell und das Machtgefälle männlich oben- weiblich unten ist. So kann man nämlich weiter über Alphamännchen diskutieren und diese mit biologsich fragwürdigen, hetronormen "Fakten" untermauern...Vielfalt also nur okay, so lange es sich in begrenztem, überschaubaren Ramen handelt...na toller, mitteleuropäischer Fortschritt)

Wie war das nochmal, man soll sich nicht an schlechteren orientieren, sondern an besseren ( z:B. Skandinavien)!


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#9
18.11.2012
19:02:07
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von daVinci6667
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Antwort zu Kommentar #6 von Thorsten1


Ich schon! Einen besseren Bürgermeister kann man sich doch kaum vorstellen!

Homophobe sind Arschlöcher! Da sind wir doch hoffentlich alle einer Meinung.

Und das mit der Spasspartei ist bitterer ernst! Nimmst du denn noch irgendeine der etablierten und korrupten Parteien ernst? Ist die SPD heute noch sozial? Keine Spur! Die FDP schaut nur für ihre immer kleiner werdende Klientel, die Grünen wollen immer mehr in die Mitte (von was bitteschön) und beiden Linken verstecken sich immer noch alte Stalinisten) Die CDU ist "christlich" geblieben und ALLE umjubeln auf ihr Geheiss frenetisch die homophobe Schrankschwester Benedicta im Bundestag!

Die etablierten Parteien sind alle längst nichts anderes als Sklaven eines wildgewordenen und vollkommen aus dem Ruder gelaufenen globalen Finanzsystems geworden und das überall auf der Welt! Sie unterscheiden sich vielleicht noch ein wenig in der Prioritätensetzung.

Die Gründung einer solchen "Spaß"-Partei und vor allem eine breite Diskussion über die erwähnten Tatsachen in den Massenmedien kann ein erster Schritt sein zu neuen Lösungen die hoffentlich irgendwann zu einer friedlichen demokratischen Revolution führen!

Die Menschheit und unser kurz vor der Zerstörung noch dahinsiechender Planet hätten das eigentlich bitter nötig!

Bin ich hier etwa der einzige der so denkt?


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#10
18.11.2012
19:13:59


(+7, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Friedhelm


Zittern vor Angst ?
Nein..
Zittern vor Geilheit wenn Mann ihnen an den Puller packt dann schon eher-lol-

Ernsthaft..
Grundsätzlich ist die Einschätzung, egal von wem sie nun letztendlich stammt, exakt richtig..

Es ist keine Phobie im klassischem Sinne..

Ekel..dümmliches Geschwätz..dummdreistes wiederholen von Vorurteilen...damit einhergehendes offenbaren von Unwissen..

All das begegnet einem wenn Mann es mit homo-"phoben" Menschen zu tun hat, und je größer die Gruppe ist, denen mann begegnet, etwa in Fußballstadien oder in Strassenbahnen auf dem Weg dorthin, desto grüßer das Unwissen und am lautesten die Parolen der Vorurteile..

Wenn das eine Phobie sein soll, dann ist es eine Phobie vor dem Lernen..

Denn sie könnten es besser Wissen wenn sie sich nicht so wahnsinnig vehement weigern würden etwas zu lernen..


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