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Telmo Pires, ein europäischer Pendler, den Fado immer im Gepäck. (Bild: Traumton)

Den Sänger mit Weltschmerz in der Stimme zog es zurück in die Heimat des Fado. Sein in Portugal produziertes Album zeigt: Er ist angekommen.

Von Carsten Weidemann

Als im April 1974 die Armee in Portugal putschte und die autoritäre Diktatur zu Fall brachte, war Telmo Pires gerade einmal zwei Jahre alt. Die "Nelkenrevolution", die die Demokratie brachte, war eine unruhige Zeit. Seine Eltern zog es weg aus ihrer Heimat, ihre Hoffnungen auf ein gutes und friedliches Leben lagen in Deutschland. Mit ihrem Sohn Telmo brachten sie ein späteres künstlerisches Talent nach NRW, das musikalisch eng mit seinem Geburtsort verbunden blieb. Als Teenager wurden ihm zwei Dinge klar: Er will auf die Bühne und singen, und er steht auf Männer. Die Gesangs- und Schauspielausbildung folgte, mit den Musikern Michael Ickler und Bruno Radner fand er im Ruhrgebiet zwei Förderer aus der Community, die ihm zu ersten Auftritten und einem Programm mit deutschen wie französischen Chansons verhalfen.

Das war vor fast zwanzig Jahren. In den vergangenen zehn Jahren hat er in Berlin gelebt, aber auch in Paris und Lissabon. Ein europäischer Pendler, der den Fado stets im Gepäck mit sich führt, eine außerhalb Portugals selten zu hörende Musikrichtung. Lieder über die Liebe und das Glück und die Verzweiflung, die sie mit sich bringt. Oft gesungen von Frauen, nur selten von Männern. Aber immer mit schmachtender Stimme und voller Inbrunst. Ein Gefühlsverstärker für romantisch veranlagte Menschen, egal, ob sie sich gerade frisch getrennt oder frisch verliebt haben. Telmos moderne Interpretation der portugiesischen Volksmusik ließ keinen kalt. Gitte Haenning urteilte: "Weltklasse". Und Berlins Regierender Klaus Wowereit war nicht nur begeistert: "Er verzaubert".

Der europäische Pendler kehrt zu seinem musikalischen Geburtsort zurück


Wer so leidenschaftlich singt, der kann eigentlich nur romantisch veranlagt sein (Bild: Traumton)

Mit "Fado Promessa" (Fado Versprechen) setzte Telmo Piro seinen Entschluss um, seine musikalische Arbeit in Lissabon fortzusetzen und in seine Heimat und in die Geburtsstadt des Fado zurückzukehren. Es war offenbar die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt. Obwohl er noch nie in Portugal gearbeitet hatte, gelang es ihm auf Anhieb, zahlreiche Kontakte zu knüpfen. Einer sollte einige Monate später der Produzent seines neuen Albums werden: Davide Zaccaria, einer der renommiertesten Musikern des Landes.

Im Herbst 2011 begannen die Aufnahmen zu "Fado Promessa" Zehn Songs hat Telmo Pires für sein portugiesisches Debut ausgewählt. Neu arrangierte, klassische Fados, zum größten Teil mit eigenen Texten, wie "Bem acompanhado / Fado Magala", "Se esta alma tivesse voz / Fado primavera" klingen völlig neu. "Meu amor", "Morena" und "Reis e rainhas" zeigen seine Songwriter-Qualitäten . Die Musik zu "Estranho lugar" und "Sonho meu" stammen aus der Feder des Produzenten Zaccaria. Nur bei zwei Songs hat Pires weder am Text noch an der Musik mitgewirkt: "A voz que tenho", ein "fado tradicional", bekannt als "Fado Esmeraldinha" und "Verdes são os campos", ein Gedicht des Nationaldichters Luis de Camões aus dem 16. Jahrhundert, vertont vom berühmtesten portugiesischen Singer/Songwriter José Afonso. Das Album schliesst mit "Os navios", einer Bearbeitung des Titels "Tango to Evora" der Kanadierin Loreena McKennitt. Sie gestattete ihm die Veröffentlichung seiner Version auf "Fado Promessa".

Im Juli gaben Telmo Pires und seine portugiesische Band das Premierenkonzert im Theater seiner Heimatstadt Bragança. Sie wurden dort mit Jubel und standing ovations von der Bühne verabschiedet. Es fühlte sich an, als sei er angekommen.

Konzerttermine

Telmo Pires bleibt seinen deutschen Fans treu. 2011 gibt es noch zwei Termine: 24.11., Braunschweig, Schlosskonzert, 02.12.Dresden, Staatsschauspiel.
Galerie:
Telmo Pires
9 Bilder


#1 Leo GAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 FranziskaTVAnonym
  • 19.11.2012, 19:12h
  • Attraktive schwule Männer dürfen sich nicht so sehr stylen, das macht sie klebrig. Es muss viel mehr nach "aus Versehen" aussehen. Überlasst das Auftackeln den unerträglichen Metros.
  • Antworten » | Direktlink »