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  • 13. Oktober 2004, noch kein Kommentar

Vincey ist Single und auf der Suche. Er verwechselt ONS mit Liebe und erfährt dabei die Probleme innerhalb einer homosexuellen Clique.

Von Christian Scheuß

Wenn eine multikulturelle und -sexuelle Gruppe von Großstädtern in ihren Dreißigern auf der Suche nach dem ultimativen Glück ist, kann das zu einem Drama werden - oder es wird eine Komödie. P.J. Castellaneta hat sich mit seinem Film für eine Mixtur aus beidem entschieden, in dem messerscharfen Dialogen intensive Darstellerkunst mit Tiefgang gegenüber gestellt wird. Singles und Paare, Einsame und Verlassene, Betrüger und Betrogene, Zyniker, Romantiker und gläubige Christen, das sind die Attribute, die auf die Akteure zutreffen. Eine der Hauptpersonen ist der ansehnliche Autor Vincey (Mitchell Anderson). Während er auf der Suche nach dem Mann seines Lebens ist, erliegt er hin und wieder dem doch so menschlichen Trugschluss, dass guter Sex gleichbedeutend mit Liebe ist. Im Kreis seiner Freunde bespricht er zu Anfang des Filmes sodann auch die bedeutsame Frage: "Schlucken oder nicht?"

Es fängt ja auch ziemlich sexy mit einer schwulen Bettszene an. Schnell wird dem Zuschauer aber deutlich, dass diese Szene nicht der Befriedigung des Voyeurismus dient, sondern als feinsinniges filmisches Mittel verstanden werden will. Die Komplexität der einzelnen Figuren wird auch später immer wieder ziseliert gezeichnet. Ist Vincey in der ersten Hälfte des Films als Stimme aus dem Off aufdringlich omnipräsent, übernimmt seine Freundin Tara (Jennifer Tilly) später den bestimmenden Part auf der Leinwand. Ihre Marotten fügen ihrer Persönlichkeit nie Schaden zu. Sie ist der Nabel der Clique. Die Freunde treffen sich in einer Bar und bemühen sich, die Lebensweisen der jeweils anderen zu akzeptieren. Als Vincey und Javi sich bei einem Überfall auf der Straße wehren und letztlich einen ihrer Peiniger vergewaltigen, ist die Gruppe darüber geteilter Meinung. Tara bemüht sich darum, dass die Gruppe nicht auseinander bricht. Allerdings kann sie nicht verhindern, dass das lesbische Pärchen Megan und Sarina sich trennen, als herauskommt, dass eine von beiden Sex mit Jared hatte.
"Wirklich einer der besten und befriedigendsten Filme der letzten Dekade", so schreibt das Magazin Frontiers aus Los Angeles. Natürlich befriedigend, es geht ja schließlich um Sex…

Sprache: engl. OF mit deutschen UT
Extras: Picture Gallery, Trailer, Director's Bio
Bildformat: 16:9
Ton: Dolby Digital Stereo
Lauflänge: ca. 110 Min.


13. Oktober 2004