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  • 19.11.2012           101      Teilen:   |

Streit um Homo-Ehe in der Union

Erika Steinbach: Gleichbehandlung nicht "im Interesse des Staates"

Erika Steinbach ist seit 2005 menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion und seit 1998 Chefin des Bundes der Vertriebenen - Quelle: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde
Erika Steinbach ist seit 2005 menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion und seit 1998 Chefin des Bundes der Vertriebenen (Bild: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde)

Erika Steinbach, die menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, hat in einem Interview erklärt, dass der Staat kein Interesse daran habe, Homo-Paare im Eherecht gleich zu behandeln.

Die 69-Jährige sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", dass der Staat zwar die Verpflichtung habe, "den Menschen so zu respektieren, wie er geschaffen wurde", und ihn vor Diskriminierung zu schützen, schränkte aber ein: "Trotzdem muss man offensiv sagen dürfen: Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes, weil nur die Familie die Gesellschaft stabilisiert und das Überleben des Volkes sichert. Die Rechtsformen liegen immer im Interesse des Staates und seiner kulturellen Tradition". Außerdem hätten Homosexuelle die gleichen Rechte ohnehin abgelehnt: "Nur ein kleiner Teil, nämlich ein Prozent aller Homosexuellen, lebt in einer eingetragenen Partnerschaft. Das heißt: 99 Prozent wollen das offenkundig nicht".

Schwule und Lesben hätten kein Recht auf Eheschließung, auch wenn sie Verantwortung füreinander übernehmen. Denn sonst müssten auch andere Beziehungen als Ehe anerkannt werden: "Es gibt ja auch erwachsene Töchter, die mit ihrer Mutter zusammenleben. Auch dort sorgt man füreinander", erklärte die Frankfurter Bundestagsabgeordnete.

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Gegen "sexuellen Exhibitionismus"

Steinbach hat außerdem kein Verständnis für den Vorschlag des baden-württembergischen CDU-Vorsitzenden Thomas Strobl, der seine Parteifreunde aufgefordert hatte, bei CSDs Gesicht zu zeigen. Sie erkennt bei den Demonstrationen, an denen auch regelmäßig die Lesben und Schwulen in der Union teilnehmen, offenbar keinerlei politischen Hintergrund an: "Ich finde sexuellen Exhibitionismus abstoßend. Das gilt für Homo- wie für Heterosexuelle."

Als 13 Bundestagsabgeordnete im August die Gleichstellung von Homo-Paaren im Steuerrecht forderten, erklärte Steinbach bereits, dass es sich hierbei um "keine Menschenrechtsfrage" handele und sie deshalb keinen Handlungsbedarf sehe. Sie steht damit im Widerspruch zu ihrem Frankfurter Fraktionskollegen Matthias Zimmer, der die Forderung nach Gleichbehandlung im queer.de-Interview als "konservatives Anliegen" bezeichnete.

Im FAS-Interview attackierte Steinbach auch Ole von Beust, den früheren Ersten Bürgermeister Hamburgs, der sich für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben ausspricht: "Ole von Beust hat sich bei der Koalition mit Schill etwas getraut", so Steinbach. "Keinen Mut erfordert es – zu meinem Erstaunen nicht einmal mehr innerhalb der CDU -, zum Beispiel den Begriff der Ehe auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften auszuweiten." (dk)

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Tags: erika steinbach, cdu, homo-ehe
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Reaktionen zu "Erika Steinbach: Gleichbehandlung nicht "im Interesse des Staates""


 101 User-Kommentare
« zurück  12345...1011  vor »

Die ersten:   
#1
19.11.2012
11:36:11


(+20, 20 Votes)

Von toppsel


Die menschenrechtspolitische Sprecherin hält Gleichbehandlung für nicht im Interesse des Staates. Ist das Satire? Und ist die Dame sich der Ironie bewusst, die aus ihrem Amt und ihren Aussagen entsteht?


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#2
19.11.2012
11:44:24


(+13, 15 Votes)

Von vingtans
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.....und als genugtuung hat ihr schwuler stylist ihr ein eher unfesches kostümchen angedreht.

politisch ernstzunehmen war die "über die grenze mit polen muss neu verhandelt werden"-tante doch noch nie.


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#3
19.11.2012
11:54:29


(+14, 16 Votes)

Von Athlone
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Steht denn das D in CDU für dumm oder doch eher für dämlich?

Junge Junge... immer wieder mit dem Argument kommen das man dann auch andere Beziehungen anerkennen müsste - ein Wunder das die Tante nicht gleich Tier/Mensch und Kind/Erwachsener als Beispiele genannt hat.


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#4
19.11.2012
11:55:57


(+17, 17 Votes)

Von ehemaligem User Hannibal


Und sowas darf sich "Menschenrechtler(in?) nennen? Unglaublich, was in diesem Land vorgeht!
So eine Person gehört wegen Verbreitung von faschistoidem Gedankengut eingesperrt. Diese "Dame" schreibt sicher auch auf +net freundliche Beiträge.


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#5
19.11.2012
11:57:00


(+16, 16 Votes)

Von Fiete_Jansen
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Muss sich diese Frau, die zwischen rechtsradikalen, rechtspopulistischen und neofaschistischen Parolen hin und her argumentiert bei allem zu Wort melden?


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#6
19.11.2012
11:57:59


(+12, 14 Votes)

Von Kalk-frei


Jetzt aber husch husch nach Hause und die Entkalkungstabletten eingenommen... und die Finger vom Johnny Walker lassen!!!


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#7
19.11.2012
12:00:15


(+10, 12 Votes)

Von ehemaligem User Hannibal


Hier könnt Ihr ihr die Meinung sagen:

Link zu www.facebook.com

Link zu www.erika-steinbach.de


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#8
19.11.2012
12:02:00


(-3, 13 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


"Nur ein kleiner Teil, nämlich ein Prozent aller Homosexuellen, lebt in einer eingetragenen Partnerschaft. Das heißt: 99 Prozent wollen das offenkundig nicht".

Stimmen diese Zahlen?


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#9
19.11.2012
12:05:46


(+19, 19 Votes)

Von ehemaligem User Hannibal
Antwort zu Kommentar #8 von Thorsten1


Völlig egal ob das stimmt! Es geht darum, es zu DÜRFEN!


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#10
19.11.2012
12:06:51


(+16, 18 Votes)

Von Dumme Kuh


Jetzt fängt die Trulla auch wieder mit dem blöden Käse an. Den Quatsch hat die Kuh schon hundertmal von sich gegeben. Die ist so frustriert, daß es kracht. Leider hat es zur Karriere als Musikerin nicht gereicht, dann heirate sie einen unbedeutenden Musikus, und jetzt haben wir das Monster als Ärgernis in der Politik.


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