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Padua Homosexualität wird bei Männern möglicherweise sowohl durch genetische Faktoren als auch durch das Aufwachsen mit älteren Brüdern begünstigt, ergab eine Studie aus (ausgerechnet) Italien nach der Befragung von rund 200 Männern. Schuld sei das Gen Xq28.

Wissenschafter der Università degli Studi di Padova haben eine Erklärung dafür gefunden, wie Gene, die mit männlicher Homosexualität zusammenhängen, fortbestehen, obwohl diese Männer selten Kinder haben. Ihre Erkenntnisse unterstützen zusätzlich die Theorie vom Vorhandensein eines einzelnen Homosexualitätsgens. Das Team entdeckte, dass Frauen dazu tendieren, mehr Kinder zu haben, wenn sie die gleichen bis jetzt nicht identifizierten genetischen Faktoren erben, die bei Männern mit Homosexualität in Verbindung gebracht werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in den "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht.

Diese Forschungsergebnisse liefern laut NewScientist die beste Erklärung für das darwinistische Paradox der Homosexualität. Der Wissenschafter Andrea Camperio-Ciani erklärte, dass man dieses Rätsel jetzt endlich gelöst habe. "Die gleichen Faktoren, die die sexuelle Orientierung bei Männern beeinflussen, fördern eine größere Fruchtbarkeit bei Frauen." Das Team befragte 98 homosexuelle und 100 heterosexuelle Männer zu ihren nächsten Verwandten. Insgesamt waren 4.600 Personen beteiligt. Es zeigte sich, dass die weiblichen Verwandten der homosexuellen Männer durchschnittlich mehr Kinder hatten. Dieser Effekt konnte jedoch nur auf der mütterlichen Seite der Familie nachgewiesen werden.

Mütter von homosexuellen Männern hatten durchschnittlich 2,7 Kinder, Mütter von heterosexuellen 2,3. Die Tanten mütterlicherseits von homosexuellen Männern hatten zwei Kinder, jene von heterosexuellen 1,5. Camperio-Ciani betont, dass welche genetischen Faktoren auch immer verantwortlich seien, es kein einzelnes Gen gäbe, das den beobachteten Effekt verursache. Die Tendenz zur Weitergabe über die mütterliche Linie bestätigt die Annahmen früherer Forschungen, dass sich einige der involvierten Faktoren auf dem männlichen X-Chromosom befinden, dem einzigen Geschlechtschromosom, das von Frauen weitergegeben wird.

Von den 98 Homosexuellen hatten 22 männliche Verwandte mütterlicherseits, die ebenfalls schwul waren, und zwölf männliche Verwandte väterlicherseits, für die dies galt. Bei den Heterosexuellen gab es mütterlicherseits keinen einzigen schwulen männlichen Verwandten, väterlicherseits waren es immerhin acht. Das Psychologenteam um Francesca Corna wies darauf hin, dass seine Erkenntnisse nicht als genereller Schlüssel zum Verständnis der Homosexualität bei Männern dienen kann. Weibliche Homosexualität wurde nicht untersucht.

Die genetischen Faktoren und das Vorhandensein älterer Brüder können nach Cornas Einschätzung jedoch nur etwa 21 Prozent der Fälle von Homosexualität erklären. Na, da wissen wir ja mehr. (nb/pte/pm)



#1 r2d2Anonym
  • 16.10.2004, 00:35h
  • mein gott,

    es ist doch schon bekannt , dass der mensch nicht sexuell determiniert ist, sonder bisexuell zur Welt kommt!
    ich glaube dass viele schwule eine Rechtfertigung für ichre sexualität in der gen frage suchen, doch ist das wirklich eine befriedigende rechtfertigung? Homosexualität als erberkrankung als macke im genetischen code. kinsey hat doch schon bewiesen , dass es weder eine 100% hetero- noch eine 100% homosexualität des menschen gibt, sondern der mensch grundsätlzlich für beide geschlechter empfinbar ist, was allerdings durch erziehung und demostikation der menschlichen natur durch bürgerliche kultur geraubt wird!
    lasst uns doch ficken und lieben wenn wir wollen! wir haben keine rechenschaft und kein endgültiges zeugnis abzulegen
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#2 AxelAnonym
  • 16.10.2004, 21:12h
  • also aber der Bericht sagt doch immer noch nicht eindeutig warum die Natur, sprich die Evolution, das Homosexuelle nicht schon längst ausgemerzt hat - trät sie doch nicht den geringsten Nutzen davon.
    Hier würde meine ganz persönliche These kommen:
    Also die Natur denkt sich:
    "Gut, die Homos sind zwar nicht zum Kinderkriegen und auch nicht unbedingt zum Kämpfen gemacht, aber alles in allem sind es doch viele Schöngeisterund Künstler. Ich lass sie überleben, und sie sollen die Welt ein wenig bunter, schöner und liebenswerter machen."

    Wie gesagt, also mein Bericht entbehrt jeglicher akademischer Basis.
    Ein Hoch auf Xq28 - "unser" Gen
    :-)
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#3 SvenAnonym
  • 17.10.2004, 11:07h
  • Wenn ich das so richtig verstanden habe, dann hängt die Wahrscheinlichkeit von Homosexualität mit der Fruchtbarkeit der Mütter in unmittelbaren Zusammenhang. Und das ziemlich genau zu der Differenz zu der Fruchtbarkeit der anderen Müttern.

    D.h. also: Wir sind der Bonus in der Evolution! DAS sind doch mal gute Neuigkeiten... ;-))
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#4 aveAnonym
  • 11.11.2004, 12:16h
  • leute,
    was hier gezeigt wurde, ist gerade KEIN
    hinweis auf ein einzelnes gen, und herr
    camperio sagt das auch selbst dezidiert in
    diversen statements!! ganz im gegenteil,
    betont er, dass seine studie ein hinweis auf
    die komplizierte genetische und
    soziokulturelle interaktionen ist; und
    schlussendlich kann er eh wieder nur 20
    prozent "erklären"...
    camperio hat eine BEFRAGUNG
    durchgeführt (keine gen-sequenzierung), bei
    der rauskam, dass in familien mit schwulen
    söhnen tendenziell mehr kinder zur welt
    kommen. dann hat er ein bisschen
    mathematik betrieben und sein ergebnis als
    lösung für das darwinistische paradox
    präsentiert, das mit der frage ringt, wieso
    homosexualität noch nicht ausgestorben
    ist... seine antwort: weil eine genetische
    anlage (wo/wie/was die sein soll, weiß er
    NICHT!), die bei männern zu homosexualität
    führt, bei frauen mehr fruchtbarkeit (oder
    größeren sextrieb? oder was sonst
    eigentlich?) bewirkt....
    es ist eine IDEE, mit der er spielt, eine
    HYPOTHESE! in wirklichkeit hat seine studie
    ganz genau GAR NICHTS bewiesen!

    interessant ist nebenbei bemerkt auch die
    fixierung der wissenschaft auf das
    X-chromosom und männer. dass sie damit
    weibliche homosexualität nicht mal
    ansatzweise erklären können, scheint
    irgendwie niemanden zu stören..........
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#5 TimoAnonym
  • 15.12.2004, 05:41h
  • Ich finds schon irgendwie komisch das sowohl Homos als auch Heteros verzweifelt versuchen irgendein Gen zu finden...nur um nicht darüber nachdenken zu müssen das ihr Gehirn ne Entscheidung gefällt hat(und diese eventuell mit etwas "Pech" auch noch später ändern kann), die sie nicht beeinflussen können. Da wird dann lieber irgendeinem ominösen popeligen Gen die Schuld zugeschoben...und da kann man sich dann schön drauf berufen(Die Homos sagen "wir hatten nie die Wahl"(stimmt sogar...irgendwie)...und die Heteros atmen auf weil sie ja auf der "sicheren" Seite sind).
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#6 denylicousAnonym
  • 19.03.2005, 20:34h
  • Es ist doch ganz gleich, warum und wieso wir schwul sind wir sollten uns dafuer nicht rechtfertigen muessen, muss das ein Hetero tun?
    Wir leben im 21. Jahundert da sollte jeder leben koennen wie er will!
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