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  • 21.11.2012           41      Teilen:   |

Nacktsein verboten

San Francisco wird prüder

Diese Aktivisten haben im Oktober für ihren Kandidaten bei den Lokalwahlen geworben – natürlich im Adamskostüm
Diese Aktivisten haben im Oktober für ihren Kandidaten bei den Lokalwahlen geworben – natürlich im Adamskostüm

Der schwul-lesbische Castro District in San Francisco galt als Hochburg des freien Lebens, in dem man schon mal im Adamskostüm herumlaufen durfte – damit soll jetzt Schluss sein.

Der Stadtrat der Westküstenmetropole hat am Dienstag mit sechs gegen fünf Stimmen beschlossen, dass in der Öffentlichkeit Kleider angelegt werden müssen. Fortan soll jeder Person, die das fünfte Lebensjahr vollendet hat, laut Stadtverordnung die "Genitalien, den Damm und die Analregion" unter Klamotten verstecken.

Sollte der Stadtrat in einer zweiten Abstimmung bei seiner Entscheidung bleiben und der Bürgermeister dem Verbot wie erwartet zustimmen, tritt es am 1. Februar 2013 in Kraft. Ein erstmaliger Verstoß gegen das Gesetz soll dann 100 Dollar (knapp 80 Euro) kosten – Wiederholungstäter können mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Dollar und einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr belegt werden.

Nackte sind besonders im Hippie-Stadtteil Haight-Ashbury und im schwul-lesbischen Castro District anzutreffen. Für besondere Anlässe wie das Folsom-Fetischfest und den CSD soll es aber Ausnahmeregelungen geben, ebenso wie für Halloween.

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"Die Nackten sind überall"

Zwar äußern sich viele Anwohner empört über die Einschränkung der Freiheitsrechte, allerdings habe sich die Nacktheit in letzter Zeit zum Problem entwickelt, erklärte Andrea Aiello vom Stadtteilverband "Castro Community Benefit District": "Vor drei, vier Jahren, gab es hier ab und zu mal einen Nackten auf der Straße. Aber jetzt sind sie überall", so Aiello. Zudem gab es zunehmend Beschwerden über Nudisten, die einen Cockring tragen (queer.de berichtete).

Von einer veränderten Bevölkerungsstruktur im Castro berichtet der Sexshop-Mitarbeiter Philip Parr im Magazin "Business Insider": "Die Community hat sich verändert. Viele Leute haben jetzt Kinder, oft durch Adoptionen", so Parr. Unter diesen Eltern sei die Nacktheit zum Ärgernis geworden.

Ironischerweise wurde das Verbot von Ratsherr Scott Wiener vorgeschlagen, der auch den Castro District vertritt. "Wiener" ist auf Englisch einer der geläufigsten Spitznamen für Penis. Der Lokalpolitiker hatte bereits 2011 durchgesetzt, dass Nackte auf Parkbänken und Stühlen in öffentlichen Restaurants Handtücher legen müssen, wenn sie diese nutzen wollen. (dk)

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Tags: san francisco, nackt
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Reaktionen zu "San Francisco wird prüder"


 41 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
21.11.2012
19:03:56


(-4, 12 Votes)

Von Timm Johannes


Die Entscheidung begrüße ich sehr. Man muss nicht nackt durch die Strasse rennen, wenn Kinder gerade auf dem Weg zur Schule sind.

Im Übrigen als ich in San Francisco im Urlaub war und mit meinem Mann durch das Castro Viertel gewandert bin, da lief da KEIN einziger nackter Mensch herum und es war echt warm genug an jenen Tagen.

ALSO schon lange scheinen da überhaupt keine nackten Menschen mehr herumzulaufen ("das muss in den 1970er vielleicht der Fall gewesen sein, aber ist schon lange nicht mehr dort üblich").


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#2
21.11.2012
19:10:00


(-2, 10 Votes)

Von Leo G
Antwort zu Kommentar #1 von Timm Johannes


Ein Glück, schlaffe Schwänze sind abtörnend.


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#3
21.11.2012
19:10:22
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von doppelmoral


Tja während von den fast nackten Femen so viele Homos begeistert waren, begrüßen viele jetzt die Prüderie die in San Francisco vor allem die schwulen Männer betreffen wird.


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#4
21.11.2012
19:23:46


(-4, 14 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Das hat nichts mit Prüderie zu tun. Es gibt Spielregeln in unserer Gesellschaft, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben und auch sehr sinnvoll sind. Ich möchte morgens, wenn ich meine Brötchen hole, auch nicht von einer nackten Bäckersfrau bedient werden!
Wenn eine Stadt in diesem Punkt zu liberal ist, zieht sie sexuell gestörte Leute beiderlei Geschlechts an ("Zeigefreudige") an. Es wäre sinnvoll, wenn auch die CSD-Organisatoren in Berlin eine diesbezüglich strengere Haltung annehmen würden.


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#5
21.11.2012
19:26:44
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von globetrotter
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Was ist noch mal genau der Grund, warum Kinder keine Nacktheit sehen sollten? Versteh ich nicht. Meine Eltern liefen bei mir auch frueher nackt durch die Wohnung und ich denke nicht, dass es mir geschadet hat.


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#6
21.11.2012
19:46:42


(+7, 9 Votes)

Von Mirco


Man mag zum Nudismus stehen, wie man will, aber das zeigt wieder mal, dass selbst in San Francisco der konservative Rollback in vollem Gange ist.


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#7
21.11.2012
19:54:04


(+7, 9 Votes)

Von 69er Fan


Warum sind es bei den Schwulen immer nur die Alten die auf Fotos in den Zeitungen freizügig gezeigt werden?
Wo sind die knackigen jungen Männer aus San F. hin, alle unter der Burka?
Die männliche Jugend wird immer prüder!
Die Alten sind cooler und lockerer drauf, ich bin in der falschen Zeit geboren


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#8
21.11.2012
19:56:29


(-3, 11 Votes)

Von Oberprulla
Antwort zu Kommentar #5 von globetrotter


Mit prüde oder nicht prüde hat das alles überhaupt nichts zu tun. Von mir aus können die Menschen nackt baden oder nackt am Strand liegen. Tue ich selber auch ganz gerne.

Warum man aber nun auf Teufel komm raus nackt durch die Innenstadt spazieren muss, erschließt sich mir nicht. Oder warum man nackt mit dem Linienbus fahren muss oder sich nackt in ein Straßencafé setzt. Ich finde das eklig, vor allem unter hygienischen Gesichtspunkten. Wollt Ihr irgendwo sitzen, wo eben gerade ein schmieriger Fettklops, der sich nicht richtig den Hintern abgewischt hat, seine Bakterien verbreitet hat?

Und was soll das, sich beim Nacktlaufen auch noch Cockringe um die ohnehin meist winzigen Puller zu schnüren? Um andere geil zu machen - oder zu provozieren? Dann können sich die Nackten ja auch demnächst große Analstöpsel hinten reinschieben, bevor sie zum Brötchenholen gehen.

Jede Gesellschaft hat ihre kulturellen Regeln - und die westliche setzt uns schon nur noch wenige Grenzen. Wir brauchen keine Burkas oder Tschador anzuziehen, wir können uns kleiden, wie wir möchten. Warum muss man mit dem nackt Herumlaufen diese Grenzen bis in ihre Extreme ausreizen?

Toleranz ist keine Einbahnstraße. Und beim Nacktsein in der Öffentlichkeit hört es für mich auf.

PS: Diejenigen, die nackt herumstolzieren, sind in erster Linie Angehörige der 60-Plus-Generation mit Biertitten und Hängearsch. Knackige Kerle halten sich meist bedeckt. Ein weiterer Grund, die Entscheidung in San Francisco zu unterstützen.


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#9
21.11.2012
20:21:49


(+6, 8 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


[Viele Leute haben jetzt Kinder oft durch Adoptionen", so Parr. Unter diesen Eltern sei die Nacktheit zum Ärgernis geworden.]
woran erinnert mich das noch ???????????


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#10
21.11.2012
20:37:18


(-3, 13 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #4 von Thorsten1


@Thorsten1
"Das hat nichts mit Prüderie zu tun. Es gibt Spielregeln in unserer Gesellschaft, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben und auch sehr sinnvoll sind. Ich möchte morgens, wenn ich meine Brötchen hole, auch nicht von einer nackten Bäckersfrau bedient werden!"

In diesem Punkt hast du zu 100 Prozent diesmal recht, auch wenn ich dir sonst nicht immer zustimme.

Ich sehe es genauso, weder beim Bäcker noch in der Strassenbahn will ich nackte Menschen sehen.

Vor allem aber bin ich strikt dagegen, dass Erwachsene von morgens 7 Uhr bis abends 20 Uhr auf der Strasse rumrennen, wenn Schulkinder und Kindergartenkinder unterwegs sind. Abends um 22 Uhr liesse ich noch mit mir verhandeln, ob das erlaubt wäre, aber es geht überhaupt nicht, dass Erwachsene nackt durch die Gegend laufen, wenn Kinder auf den Strassen unterwegs sind.


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