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  • 13. Oktober 2004, noch kein Kommentar

Patrick wird von Aktivisten entführt. Im Zuge ihrer Revolution kämpfen sie gegen die heterosexuelle Monogamie. Dies bekommt auch ihr Opfer zu spüren...

Von Dirk Jung

Patrick, der attraktive Sohn eines reichen Bankiers, wird entführt - nicht von irgendwem, sondern von einer Gruppe Terroristen-Anfänger unter Führung von Gudrun.

Da "Terroristen-Anfänger" als Eigenbezeichnung etwas unglücklich gewählt wäre, nennen sich die Herren und die Dame treffender "Aktivisten". Das ändert allerdings nichts an den chaotischen und slapstick-reichen Szenen in ihrem revolutionären Vorhaben.

Für Gudrun, ihr Vorbild ist Gudrun Ensslin, verhält sich heterosexuelle Monogamie als bürgerliche Konstruktion störend gegenüber der wahren Revolution. So zwingt sie, die männlichen Aktivisten miteinander zu schlafen, um ihren Status als echte Revoluzzer zu beweisen. Clyde, einer der "Aktivisten, soll Patrick fesseln - er macht ein paar Knoten zu viel, fesselt sich gleich mit und wird mit dem Entführungsopfer in den Kofferraum gesperrt. Clyde freundet sich ohne Wissen des Rests der Gruppe mit Patrick an und will nach der Entführung mit ihm fliehen. Was die Gruppe auch nicht weiß: Patrick wurde als Schwuler von seinem Vater verstoßen und enterbt -als Opfer einer Geiselnahme hat er damit nur einen recht überschaubaren Wert.

"Der Umstand, dass Gudrun ständig (Wilhelm) Reich und (Herbert) Marcuse zitiert, ist kein Zufall: Die RAF und andere revolutionäre Bewegungen der 1970er Jahre glaubten an die revolutionären sexuellen Visionen dieser post-freudianischen Denker und kämpften gegen sexuelle Unterdrückung und die Einschränkung durch die vorgegebene Geschlechtsidentität", so Regisseur Bruce LaBruce über seinen Film. Diese Gedanken, so der unabhängige Filmemacher weiter, müssen notwendigerweise mit sexuell expliziten Bildern verbunden werden.

Sprachen/Untertitel: engl. / dtsch., engl., span., port.
Extras: Theatrical Trailer, Audio Kommentare von Bruce LaBruce und Jürgen Brüning
Laufzeit: 92 Minuten


13. Oktober 2004