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Tyler D. soll schuld sein am Tod seiner Ehefrau

Der charismatische Anführer einer evangelikalen Sekten-WG aus den USA, der sich als geheilten Homosexuellen bezeichnet, soll den Mord an seiner Frau in Auftrag gegeben haben.

In dem bizarren Fall ermitteln die Behörden in Kansas City im US-Bundesstaat Missouri gegen der 26-jährigen Tyler D., der mit seiner Frau und mehreren meist männlichen Sektenmitgliedern in einem Haus zusammengelebt hatte. Die Frau war am 30. Oktober tot mit einer Tüte über ihrem Kopf in ihrem Wagen aufgefunden worden. Zunächst gingen die Ermittler von einem Selbstmord aus, da neben der Leiche ein Abschiedsbrief auftauchte. Wenige Tage später gab jedoch ein 23-jähriger Mitbewohner die Tat zu. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass Tyler D. den Mord in Auftrag gegeben habe.

D. habe nach Ansicht der Ermittler Angst gehabt, dass seine Frau die Sekte verlässt oder ihrem Therapeuten über das bizarre Innenleben berichtet. Dieses schloss den Ermittlungen zufolge auch Sex der männlichen Sektenmitglieder und seiner Gattin als Teil einer "religiösen Erfahrung" ein, berichtet der "Kansas City Star". Auch von sexuellen Übergriffen auf die Ehefrau war die Rede. Sie soll dabei mit verschreibungspflichtigen Medikamenten eines anderen Sektenmitglieds betäubt worden sein.

"Geheilter Homosexueller"

Der Sektenführer habe sich trotzdem als geheilten Homosexuellen angesehen. Nach Aussagen von Freunden hatte D. geglaubt, er könne mit Religion sämtliche Probleme lösen, auch seine sexuellen Gefühle für Männer. "Er hat dagegen gekämpft und gewonnen", sagte ein Glaubensbruder aus.

Die Sekte hatte D. als "Gebetsgruppe" bereits während seines Studiums an einer Universität in Georgetown (Texas) gegründet und dabei mehrere Mitglieder geworben. Sie wurde Teil der 1.000 Mitarbeiter starken Missionseinrichtung "International House of Prayer" (IHOP), die derzeit jedoch eine enge Zusammenarbeit abstreitet. Nach Ansicht der Homo-Gruppe "Truth Wins Out" gehörte D. jedoch zu einem der aufkommenden charismatischen Stars des IHOP. So wurde er bis Anfang November auf der IHOP-Website als "Bereichskoordinator" aufgeführt.

Psychologenverbände warnen davor, die "Heilung" von Homosexuellen zu propagieren. Eine Therapie zur Veränderung der sexuellen Orientierung sei nicht erfolgreich und führe zu erheblichen psychologischen Problemen. Viele evangelikale Christen in den USA unterstützen jedoch die "Konversionstherapie". Wegen den Gefahren hat Kalifornien als erster US-Bundesstaat vor knapp zwei Monaten die "Homo-Heilung" für Jugendliche verboten (queer.de berichtete). (dk)



#1 Das passtAnonym
  • 23.11.2012, 16:34h
  • Das sollte eigentlich jeden überzeugen, dass der einzige "Erfolg" einer solchen "Therapie" darin bestehen kann, dafür zu sorgen, dass der Betroffene so viele andere schwerwiegendere psychische Probleme hat, dass ihm die Gelegenheit fehlt, sich ausgiebig in seinem Leid über seine Homosexualität zu suhlen - und er sich deshalb für geheilt hält...

    Eine Therapie gegen religiösen Wahn wäre das Einzige, das tatsächlich was bringen könnte.
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#2 NessiAnonym
#3 HinnerkAnonym
  • 23.11.2012, 17:30h
  • Da sieht man wieder mal, welche tragischen Folgen solche angeblichen Heilungs-Therapien haben...

    Vor solcher Gehirnwäsche kann man gar nicht oft genug warnen!
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#4 guckst duAnonym
  • 23.11.2012, 19:04h
  • Antwort auf #2 von Nessi
  • Es geht um die Doppelmoral.

    Eine Anwätlin die Homosexualität als die Sünde schlecht hin bezeichnet wird mit Kinderpornographie erwischt.
    Was ist das wirkliche Verbrechen, Homosexualität oder Missbrauch von Kindern?

    Ein Ex Gay der Homosexualität als die Sünde schlecht hin bezechnet wird der Anstiftung zum Mord bezichtigt.
    Was ist das wirkliche Verbrechen, Homosexualität oder Mord?
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.11.2012, 19:41h
  • Homosexualität ist keine Krankheit und damit ist sie auch nicht heilbar! Einige dieser Knallchargen, die in solchen Sekten organisiert sind, werden es aber nie kapieren!

    Der Typ gehört für immer in den Knast!
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#6 MichalAnonym
  • 24.11.2012, 02:21h
  • das charismatisch bezieht sich auf die religion..nicht auf die person...nur nebenbei bemerkt
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#7 Simon HAnonym
  • 24.11.2012, 09:27h
  • Diese Gehirnwäsche-Therapien sollten verboten sein. Man sieht ja, was dabei rauskommt.
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#8 FinnAnonym
  • 25.11.2012, 09:07h
  • Dass bisher nur Kalifornien diese "Therapien" verboten hat (und auch nur für Jugendliche) ist ein Skandal.

    Diese Gehirnwäsche gehört für jeden verboten - überall...

    Aber auch hier in Deutschland treten ja Union und FDP für die staatliche Förderung von Vereinen ein, die sowas propagieren...
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