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"In diesem Jahr wird der Frankfurter Weihnachtsmarkt nicht nur etwas größer, sondern auch etwas bunter und schriller", schreiben die Veranstalter des Weihnachtsmarktes

Ein Kommentar eines Mitglieds der Freien Wähler zum ersten schwulen Weihnachtsmarkt in Frankfurt hat es zu einer regen Verbreitung in "christlichen" Medien gebracht. Am Montag startet in Frankfurt die "Rosa Weihnacht", wie die "Regenbogenarea" am Friedrich-Stoltze-Platz nach einem Namensstreit von "Pink Christmas" umbenannt wurde.

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Römer, Wolfgang Hübner, hat dafür kein Verständnis und schrieb bereits in der letzten Woche auf der Parteihomepage: In "der bundesweiten 'Vielfalt'-Modellstadt Frankfurt am Main soll ab kommenden Montag der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte und beliebte alljährliche Weihnachtsmarkt um eine Novität bereichert werden, die eine Erinnerung daran ratsam macht, was Weihnachten ist und wem wir es zu verdanken haben: Der Frankfurter Weihnachtsmarkt wird mit einer 'Pink Christmas' titulierten Sonderzone für Schwule und Lesben vergrößert."

Hübner kritisiert, dass es dagegen keinen Protest "der staatsfrommen, auch den absurdesten Zuckungen des Zeitgeistes scheunentoroffenen Amtskirchen" geben wird. Aber auch Heiden könnten nicht verstehen, warum "Homosexuelle ausgerechnet auf dem Weihnachtsmarkt in besonderer, räumlich sogar abgesonderter Weise präsent sein sollen".

Homophobe Zerrbilder

Hübner nutzt die "Rosa Weihnacht", um letztendlich den Kommerz der Weihnachtsmärkte zu kritisieren – als wäre das eine völlig neue Entwicklung. Er nutzt dazu auch Zerrbilder: Schwule und Lesben seien "besonders konsumpotent bekannt und umworben", eine "kaufkräftige Bevölkerungsgruppe, die zudem nicht mit ärgerlich sperrigen Kinderwägen die Besucherflut um die Stände stört".

Das "christliche Medienmagazin 'pro'", das gerade auch Front gegen die ZDF-Serie "Götter wie wir" macht (queer.de berichtete), griff die Kritik auf, ebenso wie kreuz.net. Das katholische Hassportal warnte zugleich, Hübner könne sich nun auf einen "Homo-Kotsturm gefasst machen".

In diesen Tagen öffen schwul-lesbische Weihnachtsmärkte in Hamburg, Köln, München und Frankfurt ihre Pforten (queer.de berichtete). Am Morgen fragte diese Redaktion noch ohne Kenntnis der homophoben Gegenreaktion in der Umfrage der Woche, was die Leser von schwulen und lesbischen Weihnachtsmärkten halten. Bis zum Online-Stellen dieser Nachricht fand über die Hälfte von rund 100 Lesern, man brauche "nicht in jedem Bereich etwas eigenes". (nb)

Wöchentliche Umfrage

» In mehreren Städten gibt es schwul-lesbische Weihnachtsmärkte. Sinnvoll?
    Ergebnis der Umfrage vom 26.11.2012 bis 03.12.2012


#1 Thorsten1Profil
  • 26.11.2012, 17:21hBerlin
  • Schwule "Weihnachtsmärkte", auf denen ein Stand, der Dildos anbietet, der größte Stand überhaupt ist, hat nichts mehr mit Weihnachten zu tun. Das ist unterste Niveau, eine Zerstörung der Weihnachtskultur und trägt zur weiteren Verplebsung der Gesellschaft bei.
    Schwule, die noch nicht komplett amerikanisiert sind und sich noch einen Rest von europäischer Kultur bewahrt haben, sollten so etwas meiden.
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#2 David77Anonym
  • 26.11.2012, 17:34h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • "Schwule "Weihnachtsmärkte", auf denen ein Stand, der Dildos anbietet, der größte Stand überhaupt ist, hat nichts mehr mit Weihnachten zu tun. "

    Haben die anderen Stände und der ganze Kommerz an sich überhaupt noch etwas mit Weihnachten zu tun?!?!?
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#3 LMAOAnonym
  • 26.11.2012, 17:38h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • "Zerstörung der Weihnachtskultur"

    Mir kommen die Tränen.

    ob man das nun gut oder schlecht, notwendig oder unnötig findet - niemand wird ausgesperrt, niemand muss hin. Niemandem wird etwas aufgezwungen, jeder kann sich dem entziehen.

    Ich verstehe die Aufregung nicht.

    Davon abgesehen hat Weihnachten auch ohne Dildostand nichts mehr mit Weihnachten zu tun, das ist einfach nur ein Konsumevent. Wenn man dann einträchtig die Gans verspeist, mögen ja weihnachtliche Gefühle aufkommen, aber alles was davor ist, das ist auch ohne Dildos wenig weihnachtlich.
    Wieso hat Mediamarkt, Glühwein und Pommes mehr mit Weihnachten zu tun als Dildos?

    Vielleicht wünscht sich ja auch jemand einen zu Weihnachten.
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#4 David77Anonym
#5 TheDadProfil
  • 26.11.2012, 18:29hHannover
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • Deine "hochgelobte" Weihnachtskultur wurde von den angeprangerten Amerikanern erst so richtig in Schwung gebracht nachdem sie den Weihnachtsmann erfunden haben nää..

    Schöne Grüße von Coca-Cola..
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#6 ChristianAnonym
#7 alexander
  • 26.11.2012, 19:03h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • [Der heutige Ausdruck Plebs hat pejorativen Charakter für viel Volk, ungebildetes, einfaches Volk, und plebejisch bedeutet ungebildet, ungehobelt, pöbelhaft. Plebs [fem. - die Plebs] leitet sich vom altlateinischen plere ab, was füllen bedeutet. Das deutsche Wort Pöbel hat nichts mit den Plebejern zu tun, sondern stammt aus dem altfranzösischen poble Dienerschaft; gemeine Leute (dieses wiederum aus lat. populus Volk).]
    deine wortschöpfung : VERPLEBSUNG ??????
    ist der HIT !!!!!!
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#8 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 26.11.2012, 19:06h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • Ich bin auch sehr dafür, dass man sich wieder auf den Ursprung des Weihnachtsfestes zurück besinnt, bereinigt von jeglicher Umdeutung und Vereinnahmung.
    Also, Weihnachten ist das Fest der Wintersonnenwende und drückt die Sehnsucht der Menschen nach Licht und Wärme während der kalten dunklen Jahreszeit aus. Deshalb feiern wir am 25. Dezember den Geburtstag des Sonnengottes mit einem Lichterfest. Das Datum gilt nur für die Bewohner der Nordhalbkugel.
    Die Bewohner der Südhalbkugel müssten folglicherweise am 25. Juni Weihnachten feiern.
    Ich persönlich feiere solche heidnischen Feste prinzipiell nicht.
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#9 alexander
  • 26.11.2012, 19:21h
  • es ist zum brüllen komisch, auf der einen seite werfen uns diese CHRISTENMENSCHEN einen zum kommerz verkommenen weihnachtsrummel vor (o'gottl,o'gottl, wo soll das noch hinführen ???)
    mein GOTT ! haben die ein pech !
    wer hat es denn geschafft, dass diese weihnachtsmärkte zu besseren "strassenfesten", mit viel zu teuren artikeln, getränken und speisen, verkommen sind, das einzig kostenlose, dass unsägliche weihnachtsgedudel, wo LAST CHRISTMAS VON WHAM, schon zur "deutschen weihnachtstradition" gehört ?
    die sollten sich mal besser um die unsäglich hohen standmieten, aller märkte kümmern, die es ausstellern mit netten kleinigkeiten unmöglich macht, noch teilzunehmen !!!

    will sagen, die schwulen weihnachtsmärkte haben damit überhaupt nicts zu tun, die gibt es noch nicht lange genug !!!!

    p.s. : welche familie mit kindern kann sich noch einen besuch erlauben ? hier wären die ach so guten HEILSBRINGER GEFRAGT ?
    oder haben nur HEIDEN weihnachtsbuden ????
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#10 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 26.11.2012, 19:24h
  • Antwort auf #6 von Christian
  • Es kann nicht sein, dass die einen gottlos sind und gleichzeitig die anderen nicht. Entweder die Götter existieren, dann sind diese Wesen alles und jeden durchdringend. Folglich kann kein Mensch gottlos sein. Wir haben sie alle unter anderem in unseren Ärschen stecken.
    Oder die Götter existieren nicht, dann sind alle Menschen gottlos.
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