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  • 26.11.2012           7      Teilen:   |

Neue Schätzung: Rund 78.000 HIV-Positive in Deutschland

Kondome schützen vor HIV und anderen STD - Quelle: Tomizak / flickr / cc by-nd 2.0
Kondome schützen vor HIV und anderen STD (Bild: Tomizak / flickr / cc by-nd 2.0)

In Deutschland leben derzeit 78.000 Menschen mit HIV. Das gab das Robert-Koch-Institut am Montag anlässlich des bevorstehenden Welt-Aids-Tages bekannt.

Das vermeintliche "Rekordhoch", das viele Medien aufgrund entsprechender Agenturberichte vermeldeten, ist freilich kein Ausdruck einer gescheiterten Prävention: Die Anzahl der HIV-Positiven nimmt zu, da weniger Personen sterben als sich neu infizieren. Das war in den Anfangsjahren der Krankheit noch anders.

Von den rund 78.000 Menschen mit HIV sind rund 63.000 Männer, 51.000 davon haben sich bei einem ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem Mann infiziert (soweit geschätzte Mittelwerte). Zwischen 26.000 und 28.000 Menschen sind an HIV verstorben, derzeit sterben rund 550 HIV-Infizierte pro Jahr.

Für das Jahr 2012 wird die Zahl der HIV-Neuinfektion in Deutschland auf knapp 3.400 geschätzt, das wären etwa 100 mehr als im Jahr 2011 und ca. 250 mehr als im Jahr 2010. Rund 2.050 Neuinfektionen werden durch ungeschützten Sex unter Männern zustande gekommen sein, ein leichter Anstieg.

Rund 820 Erstdiagnosen erfolgten erst nach einem fortgeschrittenen Immundefekt. Das rki schätzt, dass derzeit 14.000 Personen nichts von ihrer Infektion wissen und weitere 14.000 Personen derzeit nicht in antiretroviraler Behandlung sind.

In der Statistik fanden die Forscher bei jungen Schwulen eine Verbindung zwischen dem Anstieg von HIV- und dem von Syphilis-Infektionen. Sie fordern, mehr Möglichkeiten auf Untersuchungen aus sexuelle Krankheiten zu bieten und bei der Werbung für den Nutzen von Kondomen auch auf den Schutz vor STD hinzuweisen. (pm/nb)

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Tags: hiv, robert-koch-institut, syphilis, welt-aids-tag
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Reaktionen zu "Neue Schätzung: Rund 78.000 HIV-Positive in Deutschland"


 7 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
26.11.2012
21:03:31


(-4, 8 Votes)

Von GAYMEANSLIFE


Der stärkste Anstieg wird erst noch kommen . Spätestens dann , wenn klar ist wieviele (angebliche)Heterosexuelle AO-Sex machen und was sich da schon für eine Community geblidet hat . In Forums tauschen sich tausende von Männer darüber aus , wo und mit welcher Prostituierten man Sex ohne Gummi haben kann und stellen die Bilder des ungeschützten Sex online in das Forum.

Während Homosexuelle ehrlich mit Barebacksex umgehen und dafür oft auch negativ im Rampenlicht stehen , tun es einige Heterosexuelle unter dem Begriff AO-Sex ungeschützt und heimlich.

Viele leugnen HIV , also von denen braucht man keinen HIV-Test zu erwarten. Auch ist zu erwarten , dass einige Heterosexuelle bei der Infektionsangabe Homosexuellensex als Ansteckungsweg angeben , um nicht selbst in schlechten Ruf zu fallen. Das kann man ja den Homosexuellen unterschieben , denn von denen erwartet man ja Promiskulität. Als Hetersexueller will man sich ja keinen schlechten Ruf einfangen und schlecht da stehen. Es gibt keine Wahrheitspflicht auf die Angaben zum Infektionsweg und auf mündliche Aussagen ist kein Verlass!


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#2
26.11.2012
21:34:07


(+6, 8 Votes)

Von puck
Antwort zu Kommentar #1 von GAYMEANSLIFE


"Auch ist zu erwarten , dass einige Heterosexuelle bei der Infektionsangabe Homosexuellensex als Ansteckungsweg angeben , um nicht selbst in schlechten Ruf zu fallen."

Was für ein Quatsch...


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#3
26.11.2012
21:50:00


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Jede HIV-Neuinfektion ist eine zuviel!


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#4
27.11.2012
18:30:48


(+4, 6 Votes)

Von Erster Dezember


Weitere Fakten zu HIV und AIDS, anlässlich des bevorstehenden Welt-AIDS Tages 1. Dezember 2012

HIV und AIDS Ein Update

Weltweit tragen am 1. Dezember Aktivisten
ihren Kampf gegen AIDS an die Öffentlichkeit. Sie kämpfen für Menschenrechte: das Recht
auf Aufklärung und Information, das Recht auf medizinische Behandlung nach den modernen Standards, gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Armut!

Mitten im Leben: Menschen mit HIV und AIDS
Große Fortschritte der medizinischen Therapie haben den Verlauf der HIV-Infektion nachhaltig verändert: inzwischen existieren Medikamente, die den Ausbruch von AIDS viele Jahre herauszögern und den Verlauf der Erkrankung erheblich bremsen können.

Besonders wenn die medizinische Therapie früh einsetzt und gut anschlägt, können sehr viele Betroffene ein fast gesundes Leben führen. Die Lebenserwartung ist fast so hoch wie die der nicht von HIV Betroffenen. Die sexuelle Infektiosität von HIV-Infizierten kann durch eine intensive und engmaschig kontrollierte medizinische Therapie zeitweilig unterdrückt werden.

Allerdings gibt es eine zunehmende Gruppe
von HIV-Infizierten, die nach dem fünfzigsten
Lebensjahr nach mehreren Jahren medizinischer Therapie unter den teilweise sehr beeinträchtigenden Nebenwirkungen der Medikamente und ersten Begleiterkrankungen leidet und eine umfassende Betreuung benötigt. Für Patienten mit resistenten Virenstämmen oder für jene, die ihre Medikamentenkombinationen mehrfach gewechselt haben, gibt es schließlich keine Behandlungsmöglichkeiten mehr.

Die HIV-Infektion ist also zu einer schweren
chronischen, behandelbaren Erkrankung geworden. Heilbar ist AIDS nicht, nach wie vor gibt es schwere und tödliche Verläufe. Auf breiter Ebene stehen diese effektiven Behandlungsmöglichkeiten nur in den reichen Industrieländern mit hoch entwickelten Gesundheits- und Sozialsystemen zur Verfügung. Deshalb gelten diese Aussagen zum Leben mit HIV und AIDS nur für Länder, in denen HIV-Infizierte ähnlich wie in Deutschland Zugang zu den aktuellen medizinischtherapeutischen Möglichkeiten haben.

Einen wesentlichen Unterschied zu Nichtinfizierten macht das Wissen um die Möglichkeit schwer zu erkranken aus. Es ist für viele Betroffene ein immer wieder zu führender Kampf, sich nicht von Angst und Ungewissheit domi- nieren zu lassen, besonders, wenn die Verantwortung und Sorge für eigene Kinder hinzukommt. Sehr belastend für viele Menschen mit HIV ist auch das Wissen um die Möglichkeit, besonders durch sexuelle Kontakte den HI-Virus weiterzugeben.

Das erschwert Partnerschaften und führt in vie-len Fällen dazu, dass Beziehungen zerbrechen oder aus der Angst heraus, sich oder den anderen zu gefährden, gar nicht erst eingegangen werden. Daher kann es für Betroffene eine große Entlastung sein, wenn es durch eine erfolgreiche medizinische Therapie gelingt, die Wahrscheinlichkeit der Weitergabe des Virus auch bei sexuellen Kontakten drastisch zu verringern. Es kann viele Jahre dauern bis eine symptomlose, also nicht spürbare HIV-Infektion in die Phase der Erkrankung tritt. Auch deshalb wollen sich viele HIV-Infizierte nicht über den HI-Virus definieren (lassen), sondern wollen leben und wahrgenommen werden wie alle anderen gesunden Menschen.

Allerdings leiden die Menschen, bei denen die Erkrankung AIDS ausgebrochen ist, oft unter sehr unangenehmen Begleiterkrankungen, die körperlich und seelisch belastend oder sogar zerstörerisch wirken. Neben das Aussehen stark verändernden Fettumverteilungsstörungen sind dann Krebserkrankungen und neurologische Veränderungen häufige Bestandteile der AIDS-Erkrankung.

AIDS und Armut
Durch die Infektion in jungen Jahren und frühe Erkrankung ergibt sich die besondere Problema-tik, dass die soziale Sicherung der Betroffenen etwa durch Rentenansprüche oder Ersparnisse, nicht gewährleistet ist. Dies führt dazu, dass viele HIV-infizierte und aidskranke Menschen, die nicht mehr arbeiten können, auf Sozialhilfe angewiesen und daher akut von Armut bedroht sind.

Die seit 2006 eingeführten Zuzahlungen im Gesundheitswesen, die Verteuerung von Lebensmitteln und anderen wichtigen Dingen des täglichen Gebrauchs führen zur Überforderung gerade von Menschen, die als chronisch und schwer Erkrankte von Grundsicherung oder Arbeitslosengeld (ALG) II leben müssen.

Das beste Mittel gegen AIDS: Aufklärung
Ein sehr wichtiger Grund für die im internationalen Vergleich niedrigen und seit einigen Jahren sinkenden Neuinfektionszahlen und die geringer gewordene Ausgrenzung der Betroffenen ist die in Deutschland seit vielen Jahren konsequent durchgehaltene Linie, AIDS-Aufklärung möglichst umfassend und auf die Bedürfnisse der Zielgruppen zugeschnitten anzubieten und gleichzeitig gegen die Diskriminierung der von HIV und AIDS Betroffenen anzugehen.

HIV und AIDS weltweit
AIDS ist die Pandemie Nummer Eins: im Jahr
2011 lebten weltweit etwa 34 (2001 = 29) Mil- lionen Menschen mit HIV, 2,5 (3,3) Millionen
Menschen haben sich neu mit HIV infiziert,
über 1,7 (1,9) Millionen Menschen sind weltweit an AIDS verstorben.

HIV und AIDS in Deutschland
Nach Schätzungen des Robert Koch-Institutes lebten Ende des Jahres 2011 in Deutschland 73.000 Menschen mit HIV und AIDS, 500 Aidskranke verstarben im letzten Jahr, 2.700 Menschen infizierten sich 2011 neu. 2.300 der Neuinfektionen betrafen Männer, die Sex mit Männern haben, 550 heterosexuelle Männer und Frauen und 150 HIV-Infektionen intravenös spritzende Drogengebraucher ...

(UNAIDS Report on the Global AIDS Epidemic, 2011, www.unaids.org/en/; www.rki.de, www.aidshilfe.de, eigene Statistik und Schätzungen)

Quelle: Text Peter von der Forst (Geschäftsführer AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.)

Link zu www.duesseldorf.aidshilfe.de (PDF)


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#5
28.11.2012
08:25:51


(+1, 1 Vote)

Von SchwTA


Es ist immer wieder spannend, wie viele Leute sich heutzutage in Deutschland immer noch mit HIV anstecken - egal ob Hete oder schwul. Den Nadel-zu-Nadel-Übertragungsweg schließe ich hier 'mal aus, denn Drogensucht dürfte die Leute auch zu ganz Anderem verleiten. Ich frage mich immer wieder, wie dumm man sein kann, trotz jahrzehntelanger Aufklärungskampagnen, sich kein Kondom über den Dödel zu ziehen, wenn's zur Sache geht - ist das die Fraktion, die auf dem zweiten Bildungsweg atmen lernt und sich sonst von Casting- und Reality-Shows ernährt? Offensichtlich brauchen wir wieder die Plakate mit den ausgemergelten Patienten im Endstadium mitsamt Hautausschlägen, vielleicht hilft das.


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#6
30.11.2012
13:28:45


(+1, 1 Vote)

Von GAYMEANSLIFE
Antwort zu Kommentar #2 von puck


Das ist kein Quatsch. Schon mal überlegt wie das in Ländern geht in denen Prostitution illeagl ist? In vielen Ländern Europa ist Prostitution stigmatisiert und illegal. Auch in Schweden , den USA usw. dort werden Prostituierte verfolgt und zu 25 Jahren Haft verurteilt. Und da gibt's Du als Freier zu , dass Du ungeschützten Sex mit Prostituierten hattest , nicht nur einmal sondern immer! ? In Schweden ist Homosexualität kein Tabu; ABER Prostitution ist strafbar . Wer kann seinen wahren HIV-Ansteckungsweg also nicht sagen? Richtig. Der Freier oder die Prostituierte. Man kann nicht einfach sagen man habe ein ONS gehabt .


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#7
30.11.2012
13:50:36


(+1, 1 Vote)

Von puck
Antwort zu Kommentar #6 von GAYMEANSLIFE


"dort werden Prostituierte verfolgt und zu 25 Jahren Haft verurteilt. Und da gibt's Du als Freier zu , dass Du ungeschützten Sex mit Prostituierten hattest , nicht nur einmal sondern immer! ?"

Erstens: Die Zahlen beziehen sich auf Deutschland.

Zweitens: Ein heterosexueller Freier würde, wenn er den wahren Ansteckungsweg über die Prostitution nicht nennen will, trotzdem heterosexuellen Verkehr angeben und die Story mit der Hure einfach weglassen.

Drittens: Deinem Satz das einige Heterosexuelle angeblich aus Angst vor schlechtem Ruf Homosexuellensex als Ansteckungsweg angeben, stehen mutmaßlich mindestens genauso viele ungeoutete Bisexuelle gegenüber, die aus Angst vor schlechtem Ruf Heterosexuellensex als Ansteckungsweg angeben.


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