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  • 27.11.2012           23      Teilen:   |

Eurobarometer

Deutsche haben Vorbehalte gegen schwulen Kanzler

Ob ein schwuler Kanzler ähnliche Liebeserklärungen in der deutschen Presse veröffentlichen könnte wie der Berliner Regierungschef?
Ob ein schwuler Kanzler ähnliche Liebeserklärungen in der deutschen Presse veröffentlichen könnte wie der Berliner Regierungschef?

Bei einer EU-weiten Umfrage zeigen sich die Deutschen skeptisch bei der theoretischen Frage nach einem schwulen, lesbischen oder bisexuellen Regierungschef.

Die Europäische Kommission hat ihre neueste "Eurobarometer"-Erhebung über die Diskriminierung in der EU veröffentlicht und darin die sexuelle Orientierung berücksichtigt. Die Meinungsforscher wollten von Bürgern der 27 Mitgliedsstaaten unter anderem wissen, ob sie sich mit einem homo- oder bisexuellen Politiker im höchsten politischen Amt des Landes "wohl fühlen" würden. In Deutschland behaupten dies nur 44 Prozent – und damit liegt die Bundesrepublik unter dem EU27-Schnitt von 50 Prozent. Immerhin stieg die Zahl der Befürworter hierzulande um drei Prozentpunkte seit der letzten Befragung im Jahr 2009. In Deutschland würden sich weitere 20 Prozent mit einem Homo-Regierungschef "ziemlich wohl" fühlen, 22 Prozent würden sich "unwohl" fühlen.

Am wenigsten Probleme mit Homo- oder Bisexuellen haben dieser Frage zufolge die Schweden (85 Prozent), die Dänen (84 Prozent) und die Niederländer (83 Prozent). Auch Großbritannien (70 Prozent) und Frankreich (64 Prozent) liegen noch weit vor Deutschland. Insgesamt schnitten nord- und westeuropäische Länder mit Abstand am besten ab.

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Slowakei ganz unten

Am wenigsten Unterstützung für einen LGB-Regierungschef kommt von den Slowaken. Von ihnen gaben 59 Prozent an, dass ihnen dieser Gedanke Unwohlsein bereite. Alarmierend: Diese Zahl ist in den letzten drei Jahren um 17 Prozentpunkte gestiegen. In sechs weiteren Ländern teilen mehr als die Hälfte der Bevölkerung dieses Gefühl: Zypern, Lettland, Griechenland, Litauen, Rumänien und Bulgarien.

Im Durchschnitt der 27 EU-Mitgliedsstaaten stagnieren die Zahlen seit der letzten Eurobarometer-Umfrage, allerdings gibt es innerhalb der Union Veränderungen: Neben der Slowakei gibt es mehr Vorurteile in Tschechien (plus zwölf Prozentpunkte) und Ungarn (plus acht Prozentpunkte). Auf der anderen Seite fühlt sich die Bevölkerung in 16 der 27 Mitgliedsstaaten wohler mit einem LGB-Regierungschef. Am meisten nahm die Toleranz in Luxemburg mit plus 28 Prozentpunkten zu, gefolgt von Slowenien und Österreich (plus neun Prozentpunkte). Die Alpenrepublik liegt damit nur noch knapp hinter Deutschland.

Laut "Eurobarometer" zeigen die Zahlen, dass insbesondere die Anzahl an schwulen, lesbischen oder bisexuellen Freunden oder Bekannten den Toleranzgrad eines Menschen gegenüber sexuellen Minderheiten bestimmt. Weitere Faktoren für eine positivere Einstellung sind der Besuch einer Hochschule und die politische Einordnung als links. Außerdem gehören besonders Frauen und unter 55-Jährige zu dieser Gruppe.

"Eurobarometer" werden seit 1973 zwei Mal pro Jahr veröffentlicht. Mit der repräsentative Umfrage beobachtet die EU-Kommission die Meinungsentwicklung in der europäischen Bevölkerung. (dk)

Links zum Thema:
» Detaillierte Auswertung der Umfrage "Discrimination in the EU in 2012"
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Tags: eurobarometer, europäische union
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Reaktionen zu "Deutsche haben Vorbehalte gegen schwulen Kanzler"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
27.11.2012
16:01:05


(-10, 28 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Wenn man bedenkt, dass noch vor wenigen Jahren in Baden-Württemberg der Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten, Oettinger, seine politische Gegnerin Anette Schawan wegkicken konnte, indem von seiner Partei das Gerücht gestreut wurde, diese sei eventuell lesbisch (obwohl überhaupt nichts darauf hindeutete), dann wundert es nicht, dass die Gesamtmeinung in Deutschland so bescheiden ist. Alle Dörfer und kleineren Städte südlich der Mainlinie muss man schwulenpolitisch kritisch sehen, da wird auch ein grünen MInisterpräident langfristig nichts dran ändern können.


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#2
27.11.2012
16:12:02


(-3, 11 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Witzfiguren von EU-Kommission sollten einmal eine Umfrage starten, wer denn 2014 zur nächsten Europawahl gehen wird! Das Ergebnis wäre für die nämlich eine schallende Ohrfeige für ihre dämliche Politik!


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#3
27.11.2012
16:19:32


(+1, 11 Votes)

Von Larissa


Klar, man ist Wowi- und Westerwelle-traumatisiert. Fragen Sie in 5 Jahren wieder.


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#4
27.11.2012
16:20:45


(+4, 8 Votes)

Von Wimmel


Man sollte meinen die Deutschen haben andere Probleme als sich um die sexuelle Orientierung ihres Kanzlers zu scheren. Ein Kanzler soll gute Politik machen und nicht verlogen sein, ob schwul oder hetero ist schnuppe.
Warten wir noch ein paar Jahre oder wenige Jaharzehnte ab bis unser Gesundheitssystem marode ist und die Wirtschaft schwächer, dann werden die Leute schon sehen wie unwichtig die Frage nach der sexuellen Orientierung ist.
Oder, im Worst Case, die Leute bleiben dumm und verlangen wenn es ihnen schlecht geht, wie es Naidoo singt nach "starken Führern" arisch und hetero


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#5
27.11.2012
16:26:25


(-14, 30 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


" dass insbesondere die Anzahl an schwulen, lesbischen oder bisexuellen Freunden oder Bekannten den Toleranzgrad eines Menschen gegenüber sexuellen Minderheiten bestimmt. "

Seit den Zeiten von Rosa von Praunheim gilt auch heute noch, dass das entscheidende Kriterium für die Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben deren -positive!- Visibilität ist.

Wenn man also Toleranz (bzw Akzeptanz) will, muss man sich fragen, was positiv bei der Mehrheit der Bevölkerung rüber kommt. Nackte Schwule auf dem CSD sind das sicher nicht....


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#6
27.11.2012
16:28:32


(-1, 9 Votes)

Von Hamster
Antwort zu Kommentar #4 von Wimmel


Allerdings war der "Führer" damals weder arisch noch hetero....


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#7
27.11.2012
16:28:50
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von Europa


Merkel, Stoiber, Seehofer und andere Komischen haben nicht solch ein Niveau wie Hollande, Obama, Cameron, Beatrix, Margrete oder Silvia. Die erste Gruppe ist primitiv die zweite ist von eleganter Weltklasse.


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#8
27.11.2012
16:39:38


(-13, 15 Votes)

Von Niko
Antwort zu Kommentar #7 von Europa


Merkel ist super, die anderen, die du aufzählst sind eitle Player.
Ich weiß, die sind verlockend..


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#9
27.11.2012
16:41:45


(+11, 13 Votes)

Von ehemaligem User ererer


41% der Litauer haetten nichts gegen einen offen schwulen Praesidenten? Ich weiss nicht, wie und nach welchen Kriterien (und warum) diese Umfrage gemacht wurde - aber wie passt das mit einer anderen Umfrage von Juni, dass nur 4% der litauischen Bevoelkerung die Homo-Partnerschaften befuerwortet? Welche Umfrage luegt?


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#10
27.11.2012
16:57:10


(+12, 24 Votes)

Von Blauäugig
Antwort zu Kommentar #5 von Thorsten1


@Thorsten

Bist du irgendwo in den vergangenen Jahrzehnten stecken geblieben, was deinen Informationsstand betrifft?

"(...) Wenn man also Toleranz (bzw Akzeptanz) will, muss man sich fragen, was positiv bei der Mehrheit der Bevölkerung rüber kommt ..."

Diese Behauptung von dir, wurde doch schon vor vielen Jahren (z.B. von der Rassismus- und Antisemitisforschung) widerlegt.

Irrationale Abneigungen (z.B. Antisemitismus oder Homophobie) werden nicht durch Fakten über die abgelehnte Gruppierung oder durch persönlichen Kontakt niedriger.

Da diese ablehnenden Haltungen irrationaler Natur sind (als ohne rationale Begründung erfolgen), sperren sich die Rassisten, Fremdenfeinde, Antisemiten und Homophoben wirksam gegen jeden persönlichen Kontakt mit Angehörigen der, ihnen Furcht oder Abscheu einflößenden, Ethnie, Religion oder sonstigen Minderheit. Und ganuso wenig sind diese Phobikern durch Fakten zu erreichen. Sie nehmen sie nicht zur Kenntnis bzw. bestreiten die Richtigkeit.

Und genau dieses (ablehnend-ängstlich-aggressive) Verhalten findet sich bei (Neo-) Nazis. Auch sie wittern überall Verschwörungen, böse Mächte und sehen sich selbst, als "unterdrückte Kämpfer für das eigene Volk". Mit denen zu diskutieren ist völlig sinnlos. Sie sind wie "Zombies", die sich durch jedes Verhalten und jedes Gegenargument nur noch mehr bestätigt fühlen.

Im Grunde sind diese Leute Fälle für eine Psychotherapie, dem sind allerdings Grenzen gesetzt, weil sie ständig neue Schwachköpfe rekrutieren und sich ausbreiten. Sie kommen mit ihren eingeimpften Vorurteilen über Juden, Schwule, Freimaurer, Linke usw. übrigens ganz prima zurecht, ohne auch nur jemals einen einzigen Juden, Schwulen etc. persönlich kennengelernt zu haben. So ist in manchen ostdeutschen Bundesländern, in denen nahezu keine Ausländer leben, der Hass gegen Ausländer am höchsten.


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