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  • 14. Oktober 2004, noch kein Kommentar

Tausende Schwule kennen die drei Swing-Urgesteine aus der Tanzschule. Paul Kuhn, Hugo Strasser und Max Greger kommen mit der SWR-Big-Band auf Tour.

Von Jan Gebauer

Zusammen sind sie bereits 236 Jahre alt: Seit Sommer 2000 touren die Swing-Legenden Max Greger (78), Paul Kuhn (76) und Hugo Strasser (82) mit der SWR Big Band durch Deutschland und faszinieren dabei auch das schwule Publikum. In Tanzschulen kennt man die Melodien und unzähligen Platten der altgedienten Musiker in- und auswendig, bilden sie doch die Grundlage für Programme und zahllose Übungsstunden. Dabei ist es seit langem kein Geheimnis mehr, dass Schwule in Tanzschulen und im Profi-Tanzsport keine Minderheit darstellen, sondern in der Überzahl sind.

Für die am 28. Oktober in Düsseldorf startende Tournee der drei Musiker wird es natürlich auch neue Elemente in der Show geben. Am 01.März 2004 wäre der unvergessene Swing-Bandleader Glenn Miller ("Moonlight Serenade") 100 Jahre alt geworden. Sein weltberühmter Sound nimmt im neuen Programm der Swing-Legenden einen gebührenden Platz ein. Unter dem Motto " A Tribute To Glenn Miller " präsentieren Max Greger und die SWR-Big Band in originalgetreuer Interpretation die berühmtesten Titel dieser Musik-Legende. Hugo Strasser wird mit samtweichem Ton und bestechender Technik Kompositionen seines Vorbildes Benny "The King of Swing" Goodman ("Moon Glow") darbieten. Paul Kuhn swingt als Pianist und Sänger in bewährter Weise im Verbund mit den Musikern der SWR-Big-Band. Eine weitere musikalische Farbe haben die Special Guests, The Zick Sisters, im Gepäck. Mit Evergreens aus dem Repertoire der berühmten Andrew Sisters ("Bei mir bist du schön") heizen sie dem Publikum ein.

Die Swing-Musik hatte ihren Höhepunkt zwischen 1935 und 1946. Pop-Draufgänger Robbie Williams löste 2001 ein wahres Swing-Revival aus, als er mit dem Album "Swing When You're Winning" einen absoluten Bestseller landete. Paul Kuhn sah das im Interview mit Radio-Moderatorin Katja Preißner vom Saarländischen Rundfunk etwas anders: "Das hat schon vorher angefangen. Robbie Williams hat nur das Sahnehäubchen draufgesetzt." Max Greger ergänzt: "Es gab vor Jahren schon den Brian Setzer in Amerika, der hat das richtig angeheizt mit seiner Big-Band. Er hat alles am Tom-Tom gespielt, wie Gene Krupa. So ging das los. Die Leute sind wieder ausgegangen und haben sich entsprechend angezogen. Swing ist wieder in!"

13. Oktober 2004