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Rick Warren ist einer der einflussreichsten Pfarrer der USA: Als Chef einer "Megachurch" in Kalifornien predigt der evangelikale Missionar jedes Wochenende vor über 20.000 Kirchenmitgliedern. Vor vier Jahren sprach er bei der Amtseinführung Barack Obamas das Gebet für den neuen Präsidenten (queer.de berichtete). Das enttäuschte damals schwule und lesbische Aktivisten, weil Warren Homosexuelle zwar offiziell "liebt", aber nur, solange sie keinen Sex haben.

Auf CNN konnte er nun im Interview mit Piers Morgan seine Weltsicht erklären. Der Moderator fragte darin, ob es für Warren einen Unterschied macht, ob jemand schwul geboren wird oder nicht. In der Antwort stellte der 58-Jährige – wie gewohnt – alberne Vergleiche an:

Es würde mir nichts ausmachen, wenn ein "schwules Gen" gefunden wird. Ich sage mal, was ich über das Leben weiß: Es gibt viele natürliche Gefühle in meinem Leben, aber das heißt nicht, dass man danach handeln muss. Manchmal werde ich sauer und würde am liebsten einem Typen eins auf die Nase geben. Diesem Gefühl muss ich nicht nachgeben. Manchmal finde ich Frauen attraktiv, die nicht meine Ehefrau sind. Ich gebe diesen Gefühlen nicht nach. Nur weil ich etwas fühle, heißt das nicht, dass es richtig ist. Es gibt Dinge in der Natur, die nicht gut sind für mich. Arsen ist schlecht.

Dass ein Akt der Gewalt ("eins auf die Nase geben") das gleiche sein soll wie einvernehmliche Liebe, passt zur sonstigen Argumentation Warrens – er hat in der Vergangenheit bereits die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht mit Sex mit Kindern verglichen.

Auch in anderen Bereichen vertritt Warren Positionen, die ihn hierzulande wegen Volksverhetzung vors Gericht führen könnten: So beschuldigt er etwa Frauen, die legal abtreiben lassen, einen "neuen Holocaust" zu verursachen. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FelixAnonym
  • 29.11.2012, 13:36h
  • Wieso soll einvernehmlicher Sex zwischen zwei Erwachsenen, die sich lieben, Körperverletzung sein?!

    Und im Gegensatz zu Arsen tötet schwuler Sex nicht...
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#2 finkAnonym
  • 29.11.2012, 13:40h
  • ein auftritt rick warrens im jahr 2005:

    "what is the vision of the next 25 years?
    i'll tell you what it is: it is the global expansion of the kingdom of god. it is the total mobilization of this church. and the third part is the dreamm of a radical devotion of every believer."

    und wer sind wohl seine vorbilder für diese totale mobilisation und diese radikale ergebenheit? ihr kommt nicht drauf: hitler (obwohl der ja doch irgendwie böse war, das bemerkt sogar warren), lenin und mao.

    glaubt ihr nicht? ich würde es auch lieber nicht glauben.

    www.youtube.com/watch?v=GRctKSeyQ-s

    und zur homo-ehe:

    "For 5,000 years, EVERY culture and EVERY religion -- not just Christianity -- has defined marriage as a contract between men and women."

    entweder hat er einfach null ahnung von geschichte, oder er lügt bewusst.

    "This [gay marriage] is not a political issue, it is a moral issue that God has spoken clearly about."

    hier stört mich nicht mal so sehr seine ablehnung der homo-ehe, sondern die behauptung, es könne überhaupt sozialpolitische fragen geben, die NICHT politischen prozessen unterlägen, sondern an der einseitigen auslegung eines jahrhundertealten religösen textes zu orientieren seien. politik darf niemals wieder dem ideologischen wahn irgendwelcher menschen unterliegen, die sich einbilden, "gottes stimme" zu kennen.

    warren entlarvt sich hier als jemand, der den grundgedanken der demokratie negiert.

    dass ein mann mit einem solchen politikverständnis die amtseinführung obamas mitgestalten durfte, hat bei mir damals alle alarmglocken zum klingeln gebracht.
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#4 Fiete_Jansen
  • 29.11.2012, 13:51h
  • Man sollte seine Hebamme anzeigen. Oder wer war es, der diesen Hassprediger wohl kurz nach der Geburt auf den Kopf fallen ließ?

    Es bleibt dabei ... Evangelikale sind eine Gefahr! Aber es gibt gute Neuigkeiten! Religion ist heilbar!
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#5 daVinci6667
  • 29.11.2012, 13:53h

  • Schon wieder so ein Religiot!

    Obwohl, ehrlich gesagt stimmt das auch ein bisschen, aber andersrum.

    Für mich wäre Sex mit ner Frau nämlich tatsächlich auch Körperverletzung....
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#6 BjörnarAnonym
  • 29.11.2012, 14:16h

  • Pastor Rick Warren ist doch dieses Arschloch, das sich gegen Ugandas Kill-The-Gays-Bill auszusprechen geweigert hatte, weil er sich nicht in die Politik anderer Länder einmischen wollte. Er hat auch Homosexualität mit Inzest und Pädophilie gleichgesetzt - der Klassiker schlechthin unter Evangelikalen.
    Leider hat sich Piers Morgan im Interview auf die Frage "angeboren oder erwählt" konzentriert, statt Warren seinen dusseligen Vergleich mit Körperverletzung und Ehebruch um die Ohren zu hauen. Denn die Frage nach einer etwaig genetischen Grundlage der Homosexualität ist irrelevant - Bürgerrechte werden doch nicht aufgrund der Mißbilligung von "Entscheidungen" aberkannt. Ganz im Gegenteil, manche dieser Entscheidungen sind durch die Verfassung geschützt, Religion zum Beispiel. Leider hat es Morgan verpaßt auf den eigentlichen Fehler in Warrens Argumentation hinzuweisen, nämlich daß Homosexualität, im Gegensatz zu Ehebruch und Körperverletzung, niemandem schadet. Und selbst Ehebrechern und Gewalttätern werden die Bürgerrechte nicht aberkannt.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 knatzgilProfil
  • 29.11.2012, 17:02hettelbruck
  • Dumme S..
    Entschuldigung aber das musste raus
    Ansonsten wie immer Bigott und heuchlerisch
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#9 erererEhemaliges Profil
  • 29.11.2012, 17:18h
  • Und in welcher Sendung von CNN war dieses Interview zu sehen? Von der Anschrift habe ich zuerst das noch nicht erfahren, deshalb nur schnell geraten: wahrscheinlich bei 'Pierce Morgan'. Und so ist es! Herr Morgan, ein konservativer Journalist aus England, hat grosse Lust mit den amerikanischen Konservativen zu sprechen - indem er sie zum Thema Homosexualitaet angeblich nur konfrontiert, im Prinzip aber als perfekte Sprachroehre dient. Anfang dieses Jahres war bei ihm der Katholik (wie auch Morgan) und der Praesidentenkandidat Rick Santorum in jeder zweiten Sendung zu sehen bzw. zu hoeren. Jetzt sind die Wahlen vorbei, man muss also nach neuen Leuten suchen, um alte Gewohnheiten vorzusetzen. Warum also nicht Rick Warren - von ihm und in seiner Kirche in Suedkalifornien war doch die erste Debatte 2008 zwischen Obama und McCain veranstaltet, er hat auch zum Referendum ueber die Homo-Ehe aktiv beigetragen. 'Gute' Wahl in der Tat, Herr Morgan.
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#10 seb1983