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  • 02.12.2012           35      Teilen:   |

Hetzportal kreuz.net ist vom Netz

Seit Sonntag herrscht Sendepause bei kreuz.net – für immer?
Seit Sonntag herrscht Sendepause bei kreuz.net – für immer?

Die homophobe Internetseite kreuz.net ist seit Sonntagmorgen offline. Der LSVD vermutet die Katholische Kirche hinter dem Verschwinden des Portals.

Von Carsten Weidemann

Im Netz wird bereits das Ende eines Hass-Portals gefeiert: Seit Sonntagmorgen ist die Internetseite kreuz.net kontinuierlich offline – so lange wie nie zuvor. Die Katholische Nachrichten-Agentur meldete bereits das Aus für die homophobe Seite.

Eine offizielle Stellungnahme der kreuz.net-Macher gibt es nicht zur Abschaltung des Portals. "Nicht zu früh jubeln!", warnte deshalb David Berger, Koordinator der Kampagne "Stoppt kreuz.net", in einer ersten Reaktion. Möglicherweise handele es sich um "einen von vielen Serverumzügen bzw. enen Umzug der Redaktionszuständigkeiten, den ich schon seit Tagen befürchte – nachdem die Medien schneller waren als die Justiz". Eine andere Möglichkeit sei, so Berger, "dass man sich für drei bis vier Wochen zurückzieht, bis der derzeitige Sturm und damit das Interesse verschwunden sind, um dann wie gehabt weiter zu machen".

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Seit acht Jahren Online-Hass von Extrem-Katholiken

Ein kreuz.net-Artikel über Dirk Bach ("Jetzt brennt er in der ewigen Homo-Hölle") brachte das Fass zum Überlaufen
Ein kreuz.net-Artikel über Dirk Bach ("Jetzt brennt er in der ewigen Homo-Hölle") brachte das Fass zum Überlaufen

Die Staatsanwaltschaften in Berlin und Wien ermitteln derzeit gegen die anonymen Betreiber der Website, die bereits seit Jahren Stimmung gegen Homosexuelle und Juden macht. Anlass waren herabwürdigende Artikel über den verstorbenen Komiker Dirk Bach. Weil die Seite über Server im Ausland betrieben wird, ist eine strafrechtliche Verfolgung jedoch schwierig. Der Berliner Bruno Gmünder Verlag hat deshalb die Kampagne "Stoppt kreuz.net" ins Leben gerufen und ein Kopfgeld in Höhe von 15.000 Euro für Informationen über die deutschen Hintermänner ausgeschrieben.

Das Portal ist bereits seit 2004 aktiv. Im Impressum bezeichnet sich die Redaktion als "Initiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind". Die katholische Kirche hat sich offiziell von der Seite distanziert. Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. hat jedoch die katholischen Bischöfe kritisiert, die zum Thema hauptsächlich geschwiegen hätten.

Bereits im Oktober war kreuz.net nach einer Denial-of-Service-Attacke (DDoS) teilweise offline. Zu dem Angriff hatten sich damals Hacker aus dem Umfeld von "Anonymous" bekannt (queer.de berichtete).

Steckt die Katholische Kirche hinter dem Verschwinden des Portals?

Eines der Hauptthemen von kreuz.net war die Hetze gegen schwule Männer
Eines der Hauptthemen von kreuz.net war die Hetze gegen schwule Männer

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hatte die Katholische Bischofskonferenz erst kürzlich aufgefordert, dass sie allen katholischen Pfarrern, Ordensangehörigen und Beschäftigten in katholischen Einrichtungen ausdrücklich verbietet, bei dem "Hassportal" mitzuarbeiten oder dort Beiträge zu veröffentlichen und dass sie für den Fall der Zuwiderhandlung Disziplinarmaßnahmen androhen soll.

LSVD-Sprecher Manfred Bruns vermutet deshalb, dass die Katholische Kirche die Macher von kreuz.net aufgefordert habe, die Seite vom Netz zu nehmen. "Das ist einerseits erfreulich, bestätigt aber andererseits unsere Vermutung, dass die Katholische Kirche tatsächlich Einfluss auf die Macher von kreuz.net hat und dass sie das Hassportal jahrelang (wohlwollend?) geduldet hat", erklärte Bruns in einer Pressemitteilung. "Wir werden sehr aufmerksam beobachten, ob dies nur ein taktischer Schachzug des Hetzportals ist, und es an anderer Stelle – möglicherweise im neuen Gewand – wieder auftaucht."

Auf eine solche Möglichkeit verweisen auch angebliche Insider: "Die Macher der Webseite kreuz.net löschen alle IP-Adressen und Namen der Verfasser aus den Beiträgen, um Rückschlüsse auf Personen unmöglich zu machen", heißt es im Netzwerk "Usenet". Laut eines früheren Mitarbeiters soll kreuz.net zu einem späteren Zeitpunkt wieder online gehen – jedoch unter einem anderen Domainnamen. (cw)

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Tags: kreuz.net, david berger
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Reaktionen zu "Hetzportal kreuz.net ist vom Netz"


 35 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
02.12.2012
14:05:36


(+5, 5 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Tatsächlich sollte man nicht zu früh jubeln, denn zeitweise abgeschaltet waren die ja schon öfter.
Aus diesem Grunde kann man das jetzt nur erst einmal zur Kenntnis nehmen. Man muss abwarten.


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#2
02.12.2012
14:28:22


(+3, 5 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


nur VORÜBERGEHEND abgeschaltet:

Link zu www.kathnews.de


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#3
02.12.2012
14:32:31


(+11, 11 Votes)

Von Heidie


Nachdem kreuz.net abgeschaltet ist, sollte man sich jetzt der Hetzseite www.kreuzgang.org zuwenden:

Link zu www.kreuzgang.org


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#4
02.12.2012
14:44:59


(+9, 9 Votes)

Von Sebi


Und wieso haben die das nicht eher gemacht?

Wird jetzt der PR-Schaden langsam zu groß oder ist man den wahren Hintermännern zu dicht auf den Fersen?

Jetzt müssen alle Hintermänner und alle Autoren ausfindig gemacht und strafrechtlich verfolgt werden.


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#5
02.12.2012
15:07:48


(-6, 14 Votes)

Von ehemaligem User Darkpaw


Ach Scheisse, ich hoffe die kommen wieder. Ich hab immer so schön über die Art und Weise wie sie sich ausdrückten lachen können. Las sich immer wie eine Satire Seite. x3


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#6
02.12.2012
15:24:54


(+7, 7 Votes)

Von Joonas


Bravo!

Ein erster Sieg für uns!

Jetzt müssen alle (und zwar wirklich ALLE) Beteiligten, Verantwortlichen und Hintermänner ausfindig gemacht und zur Verantwortung gezogen werden!


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#7
02.12.2012
15:28:40


(+7, 7 Votes)

Von Julian AC
Antwort zu Kommentar #6 von Joonas


Volle Zustimmung!

Diese fanatischen Fundamentalisten müssen endlich gestoppt werden! Für immer!

Keine Toleranz für Hetzer und Faschisten!


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#8
02.12.2012
15:32:51


(+7, 7 Votes)

Von sanscapote
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Die wahren Drahtzieher befinden sich ausserhalb des Netz. Sie sind - weiss/vermutet doch jeder hier? - in den hoechsten Catho-Kreisen und zwar in Rom zu finden!

Nicht Nachlassen mit der Suche nach den Hintermaennern!!!!!!

Es ist eine Sache der Justiz so lange zu suchen, bis die Verantwortlichen gefunden und dingfest gemacht sind!!!


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#9
02.12.2012
15:43:40


(+7, 7 Votes)

Von Peer
Antwort zu Kommentar #8 von sanscapote


Und wenn die Justiz da wieder mal schläft (wie seit Jahren) müssen wir das eben wieder in die Hand nehmen!

Wir haben die erste Schlacht gewonnen und wir werden auch den Krieg, den die angezettelt haben, gewinnen!

Wir dürfen jetzt nur nicht nachlassen...

Wir müssen weitermachen, bis auch der letzte Verantwortliche gefunden ist und zur Rechenschaft gezogen wurde!!!


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#10
02.12.2012
15:45:57


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User Darkpaw


Nach Ihnen werden neue kommen. ;)


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