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Hepatitis B-Impfung noch nicht erhalten? Dann schnell einen Termin machen

Es gibt für fast alles eine App? Stimmt, sogar für Menschen mit HIV/Aids. Die kleinen Software-Helfer für Ernährung, Bewegung und medizinische Infos.

Von Christian Scheuß

Die Suche nach speziellen Angeboten für HIV-Positive im iTunes-Shop von Apple und dem Marktplatz "Google Play" für Android bringt zunächst einmal die ernüchternde Erkenntnis: Es gibt nicht sehr viel zu entdecken und fast nichts Deutschsprachiges. Die Software, die derzeit angeboten wird, stammt aus den USA. Bis die ersten Apps erscheinen, die speziell auf die Situation für HIV+ im deutschsprachigen Raum zugeschnitten sind, wird wohl noch eine Weile vergehen. So lange können wir uns aber ruhig beim bisherigen Angebot umsehen. Die gute Nachricht: Die folgenden Apps sind alle kostenlos. Die Links zu den vorgestellten Tools sind am Ende des Textes zu finden.
Impfkalender: Eine der wenigen Apps in deutscher Version. Mit dem Impfkalender hat man all seine Vorsorgemaßnahmen im Griff, die das eigene Immunsystem vor weiteren Attacken schützen sollen. Grippeimpfung bereits bekommen? Wie lang liegt die letzte Impfung gegen Hepatitis A und B zurück? Der Kalender kennt die geltenden Impfrichtlinien und erinnert an den nächsten fälligen Arztbesuch.
HIV and Your Heart: Die Software mit dem lyrischen Namen ist ein Mix aus Ratgeber, Gesundheitscoach und Motivationstrainer. Man könne zwar inzwischen mit einer normalen Lebensspanne rechnen, heißt es in der Beschreibung des Tools, doch "besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Durch das Aneignen gesunden Verhaltens können diese Risiken gesenkt und die Lebensqualität gesteigert werden." 90 Minuten Videomaterial steht per Stream zur Verfügung. In den Clips gibt es unter anderem Tipps zu Sport und Ernährung. Außerdem kann man seine persönlichen Gesundheitswerte und Zielvorgaben eintragen. Wie lange habe ich bereits nicht mehr geraucht, wie viele Minuten habe ich mich bereits sportlich betätigt? Wie entwickeln sich meine Immunstatuswerte? Per angekoppelter Community kann man sich mit anderen Nutzers des Tools austauschen, auf dem iPhone gibt sich die Software diskret. Das Herz-Logo könnte auch zu einer Datingplattform passen. Wer Aspekte seines Leben gern per Tabelle und Diagramm im Griff hält und außerdem die Disziplin aufbringt, stets Buch zu führen, der liegt hier richtig.

Medizinisches Wissen über HIV / Aids in einer großen Bibliothek


Alles im grünen Bereich mit den Werten? Die App zeigt es schonungslos

HIV iChart: Was für Wechselwirkungen habe ich eigentlich zu erwarten, wenn ich neben der Kombitherapie noch andere Substanzen und Pillen einnehme? Eigentlich ist ja der Hausarzt derjenige, der einem all diese Fragen beantworten sollte. Dennoch ist es sinnvoll, eine Infoquelle zu haben, die einem diese Zusammenhänge näher bringt. Die aus England stammende App macht dies sehr simpel und anschaulich. Man wählt die Wirkstoffe der Medikamente, die man derzeit einnimmt und sucht dann weitere aus. Atazanavir und Aspirin? Die Ampel zeigt grünes Licht. Mit Alkohol oder Kalzium? Kein Problem. Die Ampel zeigt orange: Mögliche Wechselwirkungen. Zeigt die Auswahl rot, wird dringend abgeraten von einer gleichzeitigen Einnahme. Nachteil: Wer nun wissen möchte, welche Wechselwirkungen zu erwarten sind und wie schwerwiegend die sein können, der muss doch ins Web und sich bei der dazugehörigen Site schlau machen.
TalkPositive: Der Neuzugang im iTunes-Store hat ein einziges, aber dafür wichtiges Anliegen: Den Verlauf der Erkrankung dauerhaft und strukturiert im Auge zu behalten. TalkPositiv ist so eine Art tägliche Sprechstunde mit sich selbst. Wie beim Arztbesuch will auch die App wissen, wie es einem geht, welche Veränderungen bei Körperdaten und Wohlbefinden auftreten, ob irgendwelche Beschwerden oder Symptome auftreten oder neue Labortest-Ergebnisse einzutragen sind. Neben der Verwaltung der Art und Frequenz der Einnahme von Medikamenten erinnert ein kleiner Terminkalender an den nächsten Check beim Doc. Welche der Felder man regelmäßig mit Infos füttern will, bleibt einem selbst überlassen. Im Laufe der Zeit entsteht eine kleine persönliche Patientenakte, die auch für Diagnosen und Kontrollen des Arztes herangezogen werden kann. Was fehlt: Ein Passwort zum Schutz der sensiblen Daten.
AIDSinfo HIV/AIDS Glossary: Das von der "National Library ofMedicine" herausgegebene Kompendium erklärt in leichtverständlichen Worten und zweisprachig (Englisch und Spanisch) 850 der wichtigsten Fachbegriffe zu HIV/Aids. Geeignet ist das Tool hierzulande für alle, die sich intensiver in das Thema einarbeiten möchten und dazu auf englischsprachige Quellen zugreifen wollen. Medizinstudenten oder Mitarbeiter bei Beratungseinrichtungen können hier schnell mal einen Begriff nachschlagen.
CCO HIV inPractice: Das ist etwas für Experten, die bereits eine Menge über HIV/Aids wissen und noch tiefer einsteigen wollen. Ein Experten-Team sammelt aus verschiedenen Quellen amerikanischer Forschungseinrichtungen, Gesundheitsbehörden, Pharmakonzernen und Fachzeitschriftenverlagen wichtige Themen und bereitet sie auf. Neue klinische Studien und Forschungsergebnisse oder Diskussionen über Behandlungseinrichtungen werden hier zusammengefasst. Gute Englisch-Kenntnisse sind Voraussetzung.

Disclaimer

Dieser Artikel wurde inhaltlich frei von einem queer.de-Autoren verfasst. Der Themenkanal "Gesundheit HIV+" wird durch Unterstützung von "GILEAD Sciences GmbH" ermöglicht.


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FOX-NewsAnonym
  • 03.12.2012, 17:40h
  • Wozu benötigt man so eine APP? Damit Google und Apple weiß, dass der Besitzer HIV+ und Werbung auf ihn zuschneiden kann? Schwachsinniger Mist muss nicht noch extra beworben werden ...
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