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Mette-Marit Tjessem Høiby kümmert sich um die Kinder eines befreundeten schwulen Paares (Bild: Det Kongelige Hoff)

Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit ist Ende Oktober für ein befreundetes schwules Paar nach Indien geflogen, um sich um deren Babys zu kümmern.

Wie der norwegische Palast bestätigte, hatte die 39-Jährige auf eigene Kosten eine Geburtsklinik in Neu Delhi besucht, um die von einer indischen Leihmutter ausgetragenen Zwillinge des verheirateten Paares abzuholen. Einer der beiden Männer arbeitet für einen humanitären Fonds des Kronprinzenpaares. Er konnte aber ebenso wie sein Partner wegen Visumsproblemen nicht nach Indien reisen.

Berichten zufolge soll die Ehefrau von Kronprinz Haakon sich drei Tage lang im Krankenhaus um die Kinder gekümmert haben. Die Krankenschwestern hielten die blonde Frau zunächst für ein Kindermädchen.

In einer offiziellen Erklärung des Palastes begründete Mette-Marit ihren Einsatz mit ihrer Kinderliebe: Als dreifache Mutter habe sie den Gedanken nicht ertragen können, dass die Babys alleine in der Klinik ausharren müssten. Sie verpasste wegen dieser Reise das traditionelle Festbankett für die norwegischen Parlamentarier. Damals wurde ihre Abwesenheit vom Palast nicht kommentiert.

Kein Beitrag zur Debatte um Leihmutterschaft

Auf ihrer Facebook-Seite erklärte Mette-Marit, dass sie sich mit ihrer Reise nicht für oder gegen die Leihmutterschaft ausgesprochen habe, die in Norwegen, wie auch in Deutschland, nicht erlaubt ist. Sie wollte "keinen Beitrag zur Debatte" leisten, so Mette-Marit: "Für mich ging es nur darum, dass ich zwei neugeborenen Kindern helfen konnte, die ganz alleine auf der Welt waren."

Leihmutterschaften – auch gegen Bezahlung – sind in Indien legal, ebenso wie in Russland und Teilen der Vereinigten Staaten. In mehreren EU-Staaten, etwa in den Niederlanden, sind "altruistische" Leihmutterschaften ohne finanzielle Kompensation erlaubt.

Norwegen hatte 2008 die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Homo-Paare haben seither im Land die gleichen Rechte und Pflichten wie Hetero-Paare. (dk)



#1 JoonasAnonym
#2 Timm JohannesAnonym
  • 04.12.2012, 20:37h
  • Ohhh sehr sehr zu loben...

    Von Mette-Marit kann unsere Kanzlerin Merkel mit Ihrer Blockadehaltung noch viel, viel lernen.

    Schweden, Norwegen, Dänemark und Island: diese Staaten haben alle schon die Ehe geöffnet.

    Das hätte hier auch längst passieren können, wenn es nicht diese Merkel geben würde.

    Ohne die Merkel wäre der Kanzlerinnenwahlverein ohne Programm doch schon längst wieder in der Opposition.

    Gut das es das BVerfG gibt undKarlsruhe wird 2013 zuschlagen, da bin ich mir sicher.
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#3 StephenAnonym
  • 04.12.2012, 20:40h
  • Antwort auf #1 von Joonas
  • Tja, da kann ich Dir nur zustimmen. Das konnte ich, bei meinem diesjährigen Schweden Urlaub, wieder mal neidvoll feststellen. Und was die dort alles für Kinder tun, erstaunlich, und hier wundert man sich warum die Geburtenraten zurückgehen und macht die Gleichstellung zu einer Gefahr derselben. Würde sich D mal von den skandinavischen Ländern in punkto Familienpolitik mal ne scheibe abschneiden, würde es hier sicherlich mehr Kinder geben. Wäre ich nicht so verdammt heimatverbunden, wäre das das erste Land in das ich ziehen würde. Aber noch ist hier ja nicht aller Tage abend und ich will einfach die Hoffnung noch nicht aufgeben....ich naiver armer Thor :-/ ........ Wenn nun jede Ungleichheit jedes Jahr vor dem Gericht erstritten werden muss (Wieviele waren es nach dem Vorschlag der Justitzministerin? Über 100? Also, bei den Mühlen der Justiz über 100 Jahre?!?, "Ironie" ) dann wäre ich 137 Jahre alt.....vielleicht muss ich ja, wenn ich irgendwann das Rentenalter überhaupt erreiche, doch resigniert meine Sachen packen und D enttäuscht den Rücken kehren. Ich hoffe, ich brauche es nicht....
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.12.2012, 22:20h
  • Die Frau ist klasse! Einem deutschen Politiker wär das im Traum nicht eingefallen!
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