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  • 05.12.2012           36      Teilen:   |

Wenn alle homosexuell wären…



So langsam müssen wir wohl doch einen eigenen Themenkanal hier auf queer.de einrichten für die vielen unsäglichen Zitate, mit denen sich Politiker der Union über Lesben und Schwule äußern…

Denn nun hat Steffen Flath schon wieder zugeschlagen, Jahrgang 1957, CDU-Fraktionschef im sächsischen Landtag und Mitglied des konservativen Berliner Kreises. Der Deutschlandfunk befragte den verheirateten Familienvater vor dem Bundesparteitag, warum er eine Gleichstellung eingetragener Lebenspartner im Steuerrecht ablehnt, und er antwortete mit seinem offensichtlich größten Alptraum:

"Nur man stelle sich vor, es würden alle in unserer Gesellschaft in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, dann wäre es um die Zukunft wahrscheinlich schlecht bestellt, und deshalb halte ich es für gerechtfertigt, die Ehe zu privilegieren."



So ein Mist, jetzt ist es raus! Ausgerechnet dieser Sachsen-Flath hat im Deutschlandfunk die geheime Agenda von Volker Beck und dem LSVD enthüllt: Bislang sind Menschen nur deshalb mit dem anderen Geschlecht verheiratet, weil es Steuervorteile bringt. Ganz klar: Gibt's die künftig auch für Eingetragene Partnerschaften, wechseln sofort alle Männer und Frauen ans andere Ufer!

Doch wovor hat Steffen Flath so große Angst? Vor der neuen schwul-lesbischen Republik bräuchte sich der sächsische CDU-Fraktionschef eigentlich keine Sorgen zu machen. Die heterosexuelle Minderheit wird nämlich selbstverständlich vor Diskriminierung geschützt! Und selbst wenn sich Flaths Frau von ihm scheiden lässt, um sich mit der besten Freundin zu verpartnern, wüssten wir da einen sympathischen Single und Parteifreund im Bundeskabinett, der gerne und gut kocht… (mize)

P.S.. Hier noch zwei weitere Zitate von Steffen Flath: "Eine steuerliche Gleichstellung von homosexuellen Gemeinschaften mit der Ehe von Mann und Frau kann nicht unser Ziel sein. Schon die Debatte wäre für die CDU eigentlich absurd" und "Gott hat uns geschaffen als Frau und Mann und ich glaube, dass er sich dabei etwas gedacht hat".

Foto oben: CDU Sachsen

Links zum Thema:
» Das komplette Interview im Deutschlandfunk
Mehr zum Thema:
» CDU-Fraktionschef von Sachsen: Homo-Ehe "nicht nachhaltig" (03.11.2012)
Galerie
So rechtfertigen 20 Unionspolitiker die Diskriminierung von Schwulen und Lesben (6.8.-3.9.2012)

20 Bilder
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Tags: steffen flath, cdu, homo-ehe
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Reaktionen zu "Wenn alle homosexuell wären…"


 36 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
05.12.2012
15:07:28


(+9, 9 Votes)

Von Bruno Gmünder


Schlage queer.de vor einen Preis für die beste Variation des Themas auszuloben.
CDU: "Nur man stelle sich vor, es würden alle in unserer Gesellschaft in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, dann wäre es um die Zukunft wahrscheinlich schlecht bestellt, und deshalb halte ich es für gerechtfertigt, die Ehe zu privilegieren."

Bruno Gmünder: "Nur man stelle sich vor, es würden alle in unserer Gesellschaft Eis am Stil lieben, dann wäre es um die Zukunft wahrscheinlich schlecht bestellt, und deshalb halte ich es für gerechtfertigt, die Ehe zu privilegieren."


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#2
05.12.2012
15:24:08
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von verliebt unglücklich


Schön wäre es!

Schade das Kinder nicht vom Klapperstorch gebracht werden.
Wenn Kinder nicht durch Sex entstehen würden, wäre die Evolution nicht in diesem Maße auf Hetetosex angewiesen und die Natur hätte es bestimmt so eingerichtet das Homosex und Homosexuelle genauso häufig wären wie Heteros.
Es gäbe weniger Diskriminierung und für alle genug Auswahl!
Man müsste nicht mehr davon ausgehen das der hübsche neue Nachbar sehr wahrscheinlich heteto ist und eh kein Interesse hat.
:-(


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#3
05.12.2012
15:54:26


(+6, 6 Votes)

Von maaartin


wenn alle menschen in deutschland cdu fraktionschef in sachsen wären, dann müßte man mit einem schlag sämtliche dinge des täglichen lebens importieren, es gäb keinen strom und und und... mit einem wort - der absolute stillstand. umgehend.

man sollte sächsische cdu fraktionschefs deswegen steuerlich benachteiligen, denn ansonsten sehe ich echt schwarz für die zukunft dieses landes... wo kämen wir denn hin, wenn das jeder so macht?!?!?


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#4
05.12.2012
16:08:51


(+1, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Steffen Flath ist die personifizierte Blödheit und selbst die Homogurke wäre für den viel zu schade!


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#5
05.12.2012
16:22:23


(+5, 5 Votes)

Von Oh je


Wenn wir gleichgestellt werden, dann überlegt er sich selbst das auch noch einmal. Da gibt es auf dem einen wie auf dem anderen Ufer Splitting!

Der ist völlig hirnlos und grenzenlos dumm!


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#6
05.12.2012
16:30:40


(+9, 9 Votes)

Von Idiot
Antwort zu Kommentar #3 von maaartin


Der arme Mann ist schon furchtbar benachteiligt. Er hat eine Homophobie, ist Katholiban, ist CDU-ler, Dummhopf, Hinterwäldler und krank und blöd im Kopf. Man könnte Mitleid mit ihm haben. Im alltäglichen Leben werden Idioten weggesperrt, Regierende dürfen leider frei rumlaufen.


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#7
05.12.2012
18:10:37


(+7, 7 Votes)

Von MeineFresse


Nun stellt euch mal vor, alle Menschen wären Ärzte.
Niemand würde mehr irgendwas produzieren, die Agrarwirtschaft würde brachliegen, es gäbe keine Verkäufer, Rechtsanwälte, Bauarbeiter, Müllmänner, Lehrer usw. mehr.
Deshalb müssen die Ärzte weg. Bevor ein Hype entsteht und alle Menschen auf der Welt Ärzte sind.

Mich erstaunt immer wieder, wie wenig vertrauen solche Hardliner in die heterosexuelle Anziehungskraft haben, wenn sie meinen, man könne sie nur durch Zwang oder gutes Zureden (finanzielle Vorteile) dazu drängen, eine solche Beziehung einzugehen.
Anscheinend denken die insgeheim "Wahre Liebe gibt es nur unter Männern" und deshalb darf man Männern diese Möglichkeit nicht oder nur sehr erschwert geben. Oder wie seht ihr das?


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#8
05.12.2012
18:34:03


(+4, 6 Votes)

Von So ein Armer
Antwort zu Kommentar #7 von MeineFresse


Natürlich fühlt der sich eher zu Männern hingezogen. Aber keiner wollte ihn. Und jetzt rächt er sich. Alle Männer, die so massiv gegen Schwulsein sind, haben doch etwas zu verbergen.


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#9
05.12.2012
19:51:25


(+3, 3 Votes)

Von Tim Scholz
Antwort zu Kommentar #3 von maaartin


Der ist gut!
Leider werden wir wohl nie erfahren was er dazu gesagt hätte.


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#10
05.12.2012
20:04:53


(+5, 5 Votes)

Von chybrain
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 22.11.2012
Antwort zu Kommentar #7 von MeineFresse


Vermutlich sind die meisten Menschen in unterschiedlichem Ausmaß bisexuell und haben dadurch die Möglichkeit, sich durch den normativen Druck der Gesellschaft um die Bewusstwerdung ihrer schwulen oder lesbischen Anteile zu drücken und heterosexuell zu leben, wenn auch nicht so ganz glücklich. Für die sind wir dann natürlich eine ständige Provokation, können wir uns doch ungehemmt unserer Freude hingeben, statt unfreiwillig, unbewusst und gefrustet Trübsal zu blasen. Warum sonst glauben so viele Leute, dass Schwul-sein ansteckend ist???


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